Samsung Galaxy Nexus – Ausführlicher Testbericht [Update: Zusätzliches Video-Review]

Lange mussten wir warten, doch seit Mittwoch Nachmittag konnte man es in Filialen der Firma Media Markt* kaufen: Das Samsung* Galaxy Nexus. Wir hatten das Glück in einem Media Markt* nahe Frankfurt ein Gerät ergattern zu können und haben es einem ausführlichen Test unterzogen. Zu Beginn: Der Lautstärke-Bug wurde in der Deutschland Version bereits gefixt.

Für alle Käufer direkt der Hinweis: Media Markt* wollte für das Gerät 629 Euro haben. Erst nach einem Vergleich mit dem Internetpreis (Amazon.de) und etwas Nachdruck bekamen wir das Gerät letztendlich doch für 539 Euro – und damit am ersten Tag des Verkaufs in Deutschland.

Das Review ist in folgende Punkte gegliedert:

  • Technische Daten
  • Der äußere Eindruck
  • Auf einen Blick – Design, Technik und Ice Cream Sandwich
  • Ein Auge auf die Kamera
  • Google erfindet seine Apps neu
  • Video Review (Update: Jetzt Drei Teilig)
  • Gesamteindruck
  • Nachtrag (SMS, Navigation, Massenspeicher)

Technische Daten

Damit alles seine Richtigkeit hat, liste ich hier erstmal die wichtigsten offiziellen technischen Daten der deutschen Version des Galaxy Nexus auf.

Akku:Li-Ion (1750 mAh)
Display*:4,65″ HD Super-AMOLED Display* (1280 * 720 Pixel)
Gewicht:135 Gramm
Datenverbindungen:Bluetooth 3.0, WLAN 802.11 a/b/g/n, Wi-Fi Direct, HSPA+ (bis zu 21 MBit/s), NFC
Prozessor:1,2 GHz Dual Core-Prozessor
Speicher:16 GB Speicher, 1 GB Arbeitsspeicher (RAM)
Kamera:5 MP Kamera mit ständig aktivem Autofokus, LED Blitz / Videolicht, 1,3 MP Frontkamera, Video Aufnahmen in 1080p
Sonstiges:Benachrichtigungs LED, 2 Mikrofone, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Kompass, Annäherungs- und Lichtsensor, Barometer

Der äußere Eindruck

… täuscht zwar gerne, jedoch ist bei dem Galaxy Nexus nicht der Fall. Der erste Eindruck des Gerätes ist wortwörtlich groß. Die gesamte Vorderseite besteht fast nur aus einem Display*. Das Handy liegt gut in der Hand, denn es ist ergonomisch geformt und ist fast schon ein Handschmeichler. Die Rückseite ist leicht geriffelt; dies fühlt sich gut an und bietet etwas mehr halt als eine glatte Oberfläche.

Das Smartphone* ist mit 4,65″ natürlich recht groß. Es lässt sich aber dennoch gut bedienen, auch wenn man es unter Umständen etwas anders in der Hand halten muss als kleinere Modelle. Menschen mit kleinen Händen sollten das Handy daher vor dem Kauf lieber einmal in die Hand nehmen. Im Normalfall sollte es aber keine Probleme bereiten.

Das Handy hat eine sehr glatte, leicht gebogene Form. Dadurch kann es nicht nur angenehm gehalten werden, sondern hat auch ein ansprechendes Design, welches sich von den meisten anderen Smartphones unterscheidet. Alles wirkt sehr stabil und durchdacht. Auch die Haptik ist gelungen – obwohl das Handy zum Großteil aus Kunststoff besteht, hat man in der Hand kein billiges Gerät und das Material mindert definitiv nicht den guten Eindruck. Besonders die geriffelte Rückseite fühlt sich gut an.

Neben dem Bildschirm hat das Handy folgende Merkmale: Die Kamera mitsamt LED-Blitz, die Lautsprecheröffnung, der Kopfhörer-Anschluss, der Micro-USB-Anschluss, die Höhrer-Lautsprecher, die Lautstärke-Regler, die drei „Docking-Pins“ und der Power Knopf. Alle sind sehr klein sowie unauffällig verbaut und stören daher nicht in der Bedienung. Selbst der Micro-USB Anschluss wirkt durch die Größe des Handys noch winziger als in anderen Modellen.

Das Gewicht von 135 Gramm ist angenehm spürbar. Bei einem Gerät dieser Größe vermutet man etwas mehr Gewicht, jedoch ist es schwer genug um „etwas in der Hand zu halten“ aber leicht genug, um in der Hosentasche nicht zu stören.

Auf einen Blick – Design, Technik und Ice Cream Sandwich

Das Display ist riesig – liefert ein sehr scharfes und deutliches Bild. Dank der hohen Pixelanzahl eignet es sich gut zum lesen von Texten oder Webseiten und ansehen von Bildern oder Videos. Mit 1280 x 720 Pixeln hat es eine ähnlich hohe Auflösung wie viele Computermonitore vor 10 Jahren. Wenn man nun auch noch bedenkt, dass es sich nicht um ein (ordinäres) LC-Display handelt, sondern um ein Super-AMOLED-Display, muss so mancher schon erste Freudentränen unterdrücken. Der Bildschirm ist grandios.

Obwohl das Display nicht die AMOLED+ Technik bietet, sind aufgrund der hohen Pixeldichte von 316 ppi keine einzelnen Pixel oder Subpixel zu erkennen. Das Bild ist stets scharf und die Farben leuchten wesentlich kräftiger als bei normalen LCDs. Da es momentan fast das einzige Modell weltweit mit einem solchen Bildschirm ist, ist dies schon einer der Hauptargumente für das Handy.

Anfangs etwas ungewöhnlich sind jedoch die fehlenden Knöpfe. Diese werden an der Unterseite des Displays angezeigt und bei Bedarf – zum Beispiel wenn ein Video im Vollbildmodus abspielt – auch ausgeblendet. An diese Art der Steuerung muss man sich kurz gewöhnen, aber das dadurch gewachsene Display bietet natürlich einen großen Vorteil gegenüber anderen Handys.

Android* wurde komplett überarbeitet und unterscheidet sich grundlegend von den alten Android* 2.x Versionen. Grob könnte man sagen es wurde Android* mit Tron Legacy und einem Hauch Windows Phone 7 gemischt und das neue Design danach mit viel Benutzerfreundlichkeit serviert. In jede Funktion wurde der neue Stil integriert – die normalen Apps von Drittherstellern wirken dadurch fast altbacken. Android sieht jetzt nicht mehr nur funktionell, sondern wirklich schön aus. Die Farben Grün und Grau der alten Versionen sind jetzt durch Schwarz und Blau ersetzt worden. Als wäre das nicht genug, hat Google sogar eine eigene Schriftart namens Roboto designt.

Die Apps werden jetzt nicht mehr in einer Scroll-Liste dargestellt, sondern auf Seiten angezeigt. Die Widgets sind ebenfalls dorthin verschoben worden. Endlich gehört auch ein gutes Kalender-Widget zur Standardausstattung – dies musste man vorher oft mit Widgets aus dem Market nachbessern.

Das Nexus hat noch eine fast schon in Vergessenheit geratene, technische Besonderheit: Die Benachrichtigungs LED. Diese dient der Information des Nutzers bei neuen SMS, entgangenen Anrufen, neuen Emails… ohne das Display einschalten zu müssen. Obwohl diese LED bereits im ersten Android Handy überhaupt – dem T-Mobile G1 (von HTC) – verbaut war, schien sie in der Zwischenzeit fast in Vergessenheit geraten zu sein. Besonders Samsung* hatte konsequent auf die LED verzichtet. Daher ist es umso erfreulicher sie endlich wieder zu haben.Ebenfalls neu ist die Möglichkeit den mobilen Traffic zu überwachen und das Datennetz bei Überschreitung eines monatlichen Limits automatisch zu deaktivieren.

Die LED blinkt bei jeder Benachrichtigung Weiß, es ist aber eine Multicolor LED. Wenn eine App es unterstützt kann man sie somit auch in andere Farben blinken lassen. Die LED befindet sich mittig unter dem Display.

Über Face Unlock wurde im Vorfeld ebenfalls viel berichtet. Diese Sicherheitsfunktion entsperrt das Smartphone* nur, wenn die Frontkamera das Gesicht ihres Besitzers erkennt. Sollte ein anderer versuchen das Handy zu entsperren, wird er nicht erkannt und wird zur PIN Eingabe aufgefordert.

In unserem Test hat dies vorbildlich funktioniert. Habe ich mein Gesicht der Frontkamera entgegengestreckt war das Handy in weniger als einer Sekunde entsperrt. Als der liebe Herr Kollege in die Kamera blickte, verweigerte sich das Nexus ihm und verlangte einen PIN. Möglicherweise erkannte das Nexus einen reinen Apple-Fan und wollte sich daher nicht entsperren, oder die Erkennung funktioniert tatsächlich! (Achtung, Ironie).

Mit meinem Facebook-Foto wollte sich die Kamera allerdings nicht entsperren lassen, obwohl ich keine wirklichen Unterschiede zwischen dem Foto und meinem aktuellen Aussehen feststellen konnte. Dies kann zwei Dinge bedeuten: Entweder ist die Erkennung doch gut genug um ein echtes Gesicht von einem Foto unterscheiden zu können oder die Erkennung funktioniert so schlecht, dass sie unter anderen Lichtverhältnissen oder mit anderer Kleidung ihren Besitzer nicht mehr erkennt.

Wir hoffen auf den ersten Fall, aber raten sicherheitshalber lieber davon ab, Face Unlock als Sicherheitssperre zu benutzen. Es ist eine lustige Spielerei, aber bietet scheinbar keine große Sicherheit.

Ein Auge auf die Kamera

Die Kamera ist noch ein Highlight des Handys. Dies liegt jedoch nicht an der Auflösung (5MP) oder der Bildqualität (welche gut, aber nicht überragend ist), sondern an der Geschwindigkeit. Der Start der Kamera aus dem Lockscreen heraus benötigt etwa eine Sekunde. Danach ist die Kamera sofort einsatzbereit.

Sobald man jetzt auf den Auslöser drückt werden die Bilder ohne merkliche Verzögerung geschossen, sind gespeichert und die Kamera steht direkt für neue Fotos bereit. Der ganze Vorgang braucht geschätzt cirka 1/10 Sekunde! Die Kamera hat auch einen sehr schnellen Autofokus, welcher sich ständig, unabhängig vom Auslöser, scharf stellt. Das Ganze geschieht schneller als bei der größten Konkurrenz, dem iPhone 4S. Wir haben es getestet!

Die Kamera LED ist überraschend hell für ein Smartphone*. Natürlich kann sie nicht mit einem kleinen Xenonblitz mithalten, sie sollte jedoch für die meisten Schnappschüsse genügen. Bei ausreichender Helligkeit kann man mit der Kamera jedoch sehr schöne Bilder schießen.

Zur Nachbearbeitung von Fotos gibt es jetzt diverse Filter, welche man auf seine Bilder anwenden kann. Sie dienen sowohl der Bildverbesserung, bei nicht optimal gelungenen Bildern, als auch einfach den Effekten. Die Filter sind zwar nicht so gut wie bei „der“ iPhone Foto-App Instagram, können sich für eine native Bildbearbeitung jedoch sehen lassen.

Wir haben eine Collage mit den Effekten zusammengestellt. Die schönsten Effekte sind unserer Ansicht nach „Cross-Entwickl.“ oben in der Mitte und „Lomo“ unten Links.

Die Kamera macht natürlich auch Videos im 1080p Format. Diese wirken für einen so kleinen Sensor sehr scharf und gut. Dazu werden verschiedene Live Effekte geliefert. Wenn diese aktiviert sind, kann die Kamera beispielsweise während dem filmen per Gesichtserkennung dem gefilmten Menschen eine große Nase oder einen kleinen Kopf machen. Dies ist natürlich mehr eine Spielerei, als wirklich eine produktive Funktion – aber es macht Spaß und das soll dieses Handy ja machen.

Auch die Panorama-Foto-Funktion ist mit von der Partie. Auch wenn sie Google als große Neuerung angekündigt hat, gibt es sie eigentlich schon seit dem Samsung* Galaxy S und ist zumindest für mich eher ein alter Hut. Aber dennoch ist es natürlich eine sehr schöne Funktion, welche automatisch sehr schöne Panoramen erstellt. Man muss die Kamera lediglich starten und langsam über die Landschaft ziehen – den Rest erledigt die Software und erstellt daraus ein Panorama.

Die Panoramen haben zwar kleine Ungereimtheiten, aber sind für die Urlaubserinnerung perfekt geeignet. (Hier klicken, um das Originalbild herunterzuladen)

Google erfindet seine Apps neu

Nicht nur Android wurde erneuert, sondern auch die Google eigenen Apps. Alle wurden an den neuen Google-Stil angepasst und benutzerfreundlicher gestaltet.

Der Kalender hat zum Beispiel eine Pinch-to-Zoom Funktion. Somit werden die Termine nicht nur starr angezeigt, sondern man kann die Ansicht, je nachdem wie viele Termine man hat, ändern. Die Umgewöhnungszeit sollte hier nicht sehr lange dauern, der Kalender ist wirklich sehr gut gelungen.

Mit dazu geliefert wird, wie bereits erwähnt, ein neues Kalender-Widget. Endlich hat es Google geschafft ein anständiges Kalender-Widget einzufügen! Man sieht jetzt nicht nur den nächsten Termin, sondern hat eine richtige Terminliste. Außerdem kann man innerhalb des Widgets durch seine Termine scrollen. Dies ist sehr gut gelungen.

Google Mail wurde auch komplett umgestaltet. Jede Aktion wird jetzt über die neuen Buttons ausgeführt, daher muss man sich erst einmal daran gewöhnen. Leider gibt es keine Textbeschreibung, weshalb ich aus Versehen direkt einige Mails archiviert hatte. Der Knopf mit dem geschlossenen Briefumschlag steht für „Als ungelesen markieren“ – auch dies muss man erst einmal herausfinden. Es werden ab jetzt automatisch die Mails der letzten 30 Tage auf dem Gerät gespeichert, um sie auch offline lesen zu können. Dies ist sehr sinnvoll, da zuvor nur ein paar Mails im Cache waren und man stets eine Internetverbindung gebraucht hat.

Mail hat sicher sinnvolle Verbesserungen erhalten, aber der Benutzer „leidet“ hier etwas während der Umgewöhnungsphase. Der Übergang von Textoptionen zu Piktogrammen ist ungewohnt, aber sieht dafür immerhin sehr gut aus.

Google Music hat natürlich auch ein Update bekommen. Da die Beta Phase des gleichnamigen Dienstes in den USA jetzt beendet wurde, wurde die App natürlich komplett auf das Streaming von seinem Google Account ausgelegt. Nutzer außerhalb der USA können theoretisch nicht streamen, jedoch kann man in unserem Artikel nachlesen, wie man auch außerhalb der USA Music nutzen kann.Die Galerie wurde auch einer kompletten Neugestaltung unterzogen. Die mit Android 2.x eingeführte 3D Gallerie wurde komplett entfernt und durch Design, welches an Kacheln beziehungsweise Windows Phone 7 erinnert, ersetzt. Bilderordner werden genau so dargestellt wie die eigentlichen Bilder (siehe Screenshot*). Das ganze sieht sehr gut aus und man hat sich in kürzester Zeit an die Umgestaltung gewöhnt. Die Teilen-Funktion von Bildern wurde ebenfalls neu gemacht und vereinfacht.

Natürlich kann auch auf dem Gerät gespeicherte Musik abgespielt werden. Dies funktioniert natürlich problemlos und wurde neben dem neuen Design nicht großartig verändert.

Video Review (Drei Teilig)

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Gesamteindruck

Ich hatte hohe Erwartungen an das Samsung Galaxy Nexus und ich muss sagen, dass sie nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden! Bisher hatten wir kein Android in den Händen, welches die Animationen so flüssig wie geschmolzene Butter abspielt und dabei voll Multitasking fähig ist. Der Arbeitsspeicher scheint nie vollkommen gefüllt zu werden und selbst wenn eine App nicht geöffnet ist, wird sie fast ohne Verzögerung gestartet. Das Galaxy Nexus ist mit Sicherheit das momentan beste Android Smartphone auf dem Markt und kann selbst dem iPhone 4S Paroli bieten. Denn erstmals kann Android nicht nur mit „Vorsprung durch Technik“ punkten – Android 4.0 ist endlich eine so ausgereifte Version, dass man nun auch als Android Nutzer stolz sagen kann „Das Beste oder nichts“.

Solltet ihr Fragen zu Software, Programmen oder Bugs haben, schreibt einfach ein Kommentar. Wir werden die Antwort nachreichen.

Nachtrag

In diesen Bereich kommen alle Updates von Fragen zu dem Galaxy Nexus.

SMS App

Die SMS Funktion wurde sehr schön gestaltet, bietet aber keine besonderen Funktionen, SMS eben. Auf dem Screenshot ist auch einer der neu gestalteten Android Smileys zu sehen, welche sich zum Beispiel auch in Google Talk wiederfinden.

Navigation / GPS

Die Navigations-Funktion ist noch die Gewohnte. Die Geschwindigkeit der App und der GPS-Lokalisierung ist aber sehr hoch. Vor allem im Vergleich zu meinem letzten Handy, dem Samsung Galaxy S, ist die Navigation wesentlich schneller geworden. Wenn GPS generell aktiviert ist, hat das Handy innerhalb von Sekunden den genauen Standort und fängt sofort mit der Navigation an. Auch wenn man anders fährt als es das Navi vorgibt, passt es sich innerhalb von Sekunden an. Dies bin ich vom Samsung Galaxy S definitiv nicht gewohnt – hier brauchte es teilweise Minuten um die aktuelle Position zu finden.

Akku-Laufzeit

Heute war der erste Tag, an dem ich das Galaxy Nexus komplett ohne Ladekabel getestet habe. Das Handy hält bis jetzt etwas über 12 Stunden durch, ist inzwischen aber auch fast leer. Ich habe das Handy bis auf eine 3-Stündige Pause die ganze Zeit in der Hand gehabt und alle möglichen Funktionen getestet. Ich denke bei normaler Nutzung wird der Akku noch etwas länger halten und bin daher mit der Akkulaufzeit recht zufrieden. Länger könnte es natürlich immer sein, aber das ist ein generelles Problem aller Smartphones.

Laut der eigenen Statistik sind fast 50% des Akkuverbrauches heute allein auf den Bildschirm zurückzuführen. An zweiter Stelle steht das Android OS, mit einem Anteil von 23%.

Die Akkuladezeit beträgt mit dem mitgelieferten Ladekabels 2 Stunden. Dabei war das Handy eingeschaltet, hatte WLAN aktiviert und es wurde ein paar Mal Google Talk benutzt.

Dateiübertragung: Galaxy Nexus an einen Windows PC anschließen

Dem Galaxy Nexus fehlt das Protokoll, um vom Computern als Massenspeicher erkannt zu werden (wie zum Beispiel ein USB Stick). Dies ist aufgrund des nicht getrennten Speichers zwischen Apps und Daten der Fall. Als Alternative bietet das Nexus die Protokolle MTP (Mediengerät, zum Beispiel manche MP3 Player) und PTP (Kamera) an.

Dies hat natürlich einigen Nutzern Kopfzerbrechen bereitet, was natürlich sehr verständlich ist. Ich habe heute das MTP Protokoll an einem Windows 7 PC ausprobiert: Es funktioniert fast als wäre es ein USB Stick. Man kann jede Datei wie gewohnt mit dem Explorer übertragen, jedoch gibt es bei Nicht-Mediendateien eine Warnung, dass das Gerät sie vielleicht nicht abspielen kann. Mit Linux habe ich es auf die schnelle noch nicht hinbekommen, für Apple bietet Google eine eigene Software unter http://www.android.com/filetransfer/ an.

Galaxy Nexus wurde erkannt: Man öffne es mit dem Windows Explorer

Man fügt seine Dateien ganz normal auf das Telefon. Auch Ordner erstellen etc ist möglich

Vom Computer getrennt sieht man: Die Dateien sind wohlbehalten auf das Handy gelangt

 



  1. Marcus

    Ich denke, ein für viele interessanter Punkte wurde hier völlig vergessen:
    Was ist mit den bereits bekannsten Bugs wie zb. dem Lautstärke Bug? Welche davon tauchen in der aktuellen Version hierzulande noch auf?

    • Alex

      Hallo,
      der Lautstärke Bug ist in der Deutschland Version bereits gefixt. Wir haben auch versucht ihn mit anderen Handys aufzurufen, aber er kommt tatsächlich nicht vor! Der Fix scheint sehr gut zu funktionieren 🙂

  2. Akin

    Servus, hatte das Ding gestern zufällig im Saturn gesehen und habs auch mal angetestet. Ich weiss nicht was Samsung mit ihren AMOLEDs macht und was die da für ne Einstellung im Kernel für die Helligkeit des Displays reinhauen, aber im Vergleich mit dem HTC Sensation XL war das Nexus auf voller Helligkeit ziemlich dunkel und hatte einen echt starken gelbstich im Weiss. Ironischerweise war direkt nebendran ein SGS, welches vom Werk aus einen ziemlich extremen Blaustich hatte (Du weisst, als wir die Displays verglichen hatten) und das SGS2 mit der anderen Subpixel Technik erschien komplett neber dem Nexus Display unterzugehen. Das war das dunkelste und hatte wohl den extremsten Blaustich den ich je gesehen habe.
    Was mir an der Stelle mut gemacht hat war, dass mein eigenes SGS ja ebenfalls mitm Blaustich daherkam und ich dank Speedmod Colorfix und Voodoo ein echt extrem helles und klares weiss hingekriegt habe. Im Laden sah mein SGS auf google viel besser aus als das Nexus. Viel heller, kein farbstich, etc. Konnte aufjedenfall mit dem Farbkontrast der LCD Displays von HTC mithalten. Im moment ist das einzige Manko was mir persönlich einfällt, dass das Schwarz bei LCD eine Grundbeleuchtung hat und wir AMOLED Nutzer halt wirklich echtes Schwarz geliefert bekommen.
    Man muss aber sagen, der Gelbstich des Nexus ist weniger schlimm als der Blaustich bei den anderen Galaxy Modellen, da man den mit diversen Kernel Tools sicherlich ausgleichen kann und ich kann mir vorstellen, dass man dadurch wirklich sehr krasse Ergebnisse erzielen kann. Hinzukommt, dass das Nexus vom Werk aus ein viel helleres Display als die anderen Samsung Modelle hat. Leider aber auch ein viel dunkleres im Vergleich zu den HTC Geräten.

    Da wird sich aufjedenfall einiges machen in der Dev Szene, um dem Nexus alles rauszukitzeln was Hardwaremässig möglich ist. Und wenns so weit ist, hat man wirklich ein großartiges Display ohne Farbstiche.

    Nebenbei: Das Motorola Razr hatten die auch da, welches ja ebenfalls mit einem AMOLED Display kommt. Das war lustigerweise nicht so dunkel wie das Nexus, aber hatte ebenfalls einen minimalen Gelbstich. Das Razr fühlt sich aber komisch an. Auf den Bildern sah es matter aus. Im Laden glänzen die Ecken ziemlich und das wirklich irgendwie wie billig verchromtes Plastik. Die Oberfläche find ich auch nicht so gelungen, errinert an einen billigen TouchWiz Abklatsch, aber naja gehört hier nicht hin haha.

    • Alex

      ich muss dazu sagen, die automatische Helligkeitsregelung des Nexus ist etwas dunkel geraten. Vielleicht lag es daran? Leider ist das Nexus momentan das einzige Handy mit AMOLED Display, welches wir haben. Somit können wir nur mit LCDs vergleichen. Ja, das SGS hatte einen starken Farbstich, aber wir müssen wie gesagt erst einmal ein paar AMOLED Geräte aufgleichen, um von dem neuen Display ein absolut echtes „Farbwiedergabebild“ zu erhalten.
      Die Farben des iPhone 4S erscheinen im Vergleich zum Nexus ziemlich blass, so viel sei schon mal gesagt.

  3. Akin

    Ja das mitm Retina Vergleich sowieso. An der automatischen Helligkeit lags nich, habs extra ausgemacht und auf voll geballert. Kein Plan was Samsung da verbockt hat, aber es ist aufjedenfall heller als ein Stock SGS oder SGS2, aber dunkler als ein Razr. Farblich wirkt das Razr normal neber dem Nexus und das SGS und SGS2 wirken sehr krass bläulich. Jedoch wirkt das Nexus dagegen neben Super Clear LCDs total gelb und halt übertrieben dunkel (Alles mit voller Helligkeit getestet)
    Einzig mein eigenes Handy mit Kernel Modifaktionen konnte da mithalten.

    Entweder das ist die erste fehlproduktion wie immer oder man kommt als zukünftiger Nexus benutzer um ein Kernel Flash mit Color Fix nicht drumrum.

    • Moritz

      Das SMS-App hatten wir auch im Video-Review drinne gehabt, musste ich aber rausschneiden, weil meine Telefonnummer sichtbar war 😉 Wir werden den Screenshot nachreichen und noch zusätzliche Informationen zur Batterie, Spracherkennung usw. Schau am besten noch mal die Tage rein 🙂

  4. micxer

    Servus und danke für den ausführlichen Testbericht. Die Akkulaufzeit wurde ja schon angesprochen. Was ich aber auch recht wichtig finde ist die Zeit, die das Handy braucht, um wieder voll geladen zu sein. Könnt ihr dazu eine Aussage treffen?

    Ich hatte früher ein Motorola Milestone und das war (wenn ich mich recht erinnere) innerhalb von 1,5 Stunden voll geladen. Mein jetziges Galaxy S braucht dafür eine gefühlte Ewigkeit. Also nochmal kurz laden, bevor man irgendwohin geht, lohnt sich fast überhaupt nicht.

    • Alex

      Zur Lade Dauer kann ich noch nichts sagen, ich werde es im Laufe des Abends einmal „messen“.

      So, ich habe jetzt auf die Ladezeit geschaut: „Die Akkuladezeit beträgt mit dem mitgelieferten Ladekabels 2 Stunden. Dabei war das Handy eingeschaltet, hatte WLAN aktiviert und es wurde ein paar Mal Google Talk benutzt.“


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