Android-Fragmentierung_1

Android-Fragmentierung visuell dargestellt – Gingerbread immer noch weit vorne

Die Android*-Fragmentierung ist regelmäßig ein Thema, welches die Fan-Gemeinde und zahlreiche Benutzer beschäftigt. Durch die offene Gestaltung des Betriebssystem gibt es eine riesige Auswahl von Geräten, die in unterschiedlichen Hardware-Varianten auftreten. Vom günstigen Einsteigermodell, bis hin zum High-End-Smartphone* wird für jeden Kunden etwas angeboten. Im Gegensatz zum iOS-Ansatz haben somit die Android*-Kunden eine Wahlfreiheit und können schauen, welches Gerät ihren Ansprüchen entspricht. Das kann aber nicht nur von Vorteil sein, denn die Vielzahl der verschiedenen Smartphones und Tablets bringt auch die Fragmentierung des Android*-Betriebssystems mit sich.

Obwohl inzwischen mehr als 120 Millionen Geräte mit Android Ice Cream Sandwich und Jelly Bean existieren, verfügt der Löwenanteil der vorhanden Smartphones und Tablets immer noch über eine veraltete Android-Version. Die restlichen 360 Millionen Android-Geräte haben nämlich den Sprung nicht geschafft und müssen sich immer noch mit Gingerbread begnügen. Leider muss man auch eingestehen, dass die Smartphones, die bisher noch kein Update erhalten haben, wohl auch keines mehr bekommen werden. Betroffen sind davon nicht nur Einsteigermodelle sondern auch High-End-Geräte aus dem letzten Jahr. Die Hersteller wollen allem Anschein nach kein Geld mehr in die Entwicklung veralteter Smartphones investieren und konzentrieren sich hauptsächlich auf neue Projekte. Meistens wird Google der schwarze Peter zu geschoben und die Hersteller kommen sehr oft mit der Ausrede, dass die neue Android-Version zu hohe Hardware-Anforderungen besitzt.

Im Endeffekt ist der Leidtragende der Kunde und alles in allem ist die Update-Politik einiger Hersteller sehr problematisch. Man kann also gut verstehen, wenn der ein oder anderen Benutzer ziemlich frustriert sind. In Zukunft möchte Google noch früher die verschiedenen Unternehmen in die Entwicklung von Android einbeziehen, um eine Anpassung der eigenen Oberfläche schneller voran zu treiben und Updates dementsprechend auch in kürzeren Abständen auszurollen. Ob das Ganze auch klappt, können wir momentan noch nicht sagen und müssen erstmalig Android 4.2 abwarten.

Nichtsdestotrotz muss man auch bedenken, dass vielen Benutzern ein Gerät mit Gingerbread vollkommen ausreicht und sie sich nicht mit irgendwelchen Updates oder Custom ROMs beschäftigen wollen. Es gibt also auch hier zwei Seiten und der größere Anteil liegt definitiv im letzteren Bereich, daher kann man die Einstellung der Hersteller auch etwas nachvollziehen. Die technikaffinen Benutzer werden also in Zukunft immer mehr vernachlässigt.

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