Ausführlicher Displayvergleich zwischen Samsung Galaxy S4, Galaxy S3 und Apple iPhone 5

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Dr. Raymond Soneira, seines Zeichens Präsident von Displaymate, hat keine Mühen gescheut die Displays des Samsung* Galaxy S4, Galaxy S3 und Apple iPhone 5 miteinander zu vergleichen. In einem sehr ausführlichen Bericht wurde unter anderem auf Blickwinkel, Displayhelligkeit und Farbsättigung eingegangen.

Mit dem Galaxy S4 bringt Samsung* wieder ein AMOLED-Display* in die neuste Gerätegeneration, dieses mal jedoch mit Full-HD, also 1920 x 1080 Pixel. Die daraus resultierende Pixeldichte von 441ppi stellt den Vorgänger bei Weitem in den Schatten und bisher ist nur das HTC One hochauflösender. Mit diesem Testparcour möchte Displaymate zum Einen die Entwicklung der OLED-Generation veranschaulichen, aber auch zum Ausdruck bringen wie sie sich gegen ein Highend-LCD-Panel schlägt. Dazu wurde das Apple iPhone 5 zu Rate gezogen.

RGB vs. PenTile

Anfangs stellt Dr. Raymond Soneira nochmals die unterschiedlichen Technologien von AMOLED- und LC Displays klar. Während bei LCD jeder Pixel drei Subpixel enthält (Rot, Grün und Blau), muss ein AMOLED mit nur 2 Subpixel pro Pixel zurecht kommen. Bei dieser sogenannten PenTile-Matrix besteht die Hälfte der Subpixel aus Rot und Grün, die andere Hälfte aus Grün und Blau wodurch Grün mit 441sppi (subpixel-per-inch) am Stärksten vertreten ist.

Bei einem LCD – wie es im iPhone 5 verbaut wird – ist die Anzahl der Subpixel mit einem Wert von 326sppi auf dem RGB-Display* gleich hoch.

Überblick der Displays

Nach Angaben von Displaymate sind die Grundvoraussetzungen bei allen drei Displays ähnlich gut. Während das Samsung* Galaxy S4 mit der höchsten Pixeldichte auftrumpfen kann, wird die Pixeldichte beim iPhone mit 326ppi ebenfalls als exzellent eingestuft. Lediglich das Galaxy S3 bekommt die Note „sehr gut“ und belegt mit 306ppi den dritten Platz.

Während die Displays von Galaxy S3 und S4 ähnlich groß sind, ist das IPS-Display* des iPhone 5 mit 4 Zoll zumindest in der Größe weit abgeschlagen. Hier zählt jedoch das persönliche Empfinden eines jeden Nutzers.

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Kontraste, Helligkeit und Reflexionen

Im Testparcour wurde das Galaxy S4 vornehmlich im Movie Mode betrieben, der augenscheinlich das bestmögliche Bild wiedergibt. Während das Galaxy S3 lediglich eine maximale Helligkeit von 283 cd/m² vorweisen konnte, liegt das Galaxy S4 mit einem Wert von 475 cd/m² (bei automatischer Helligkeit) und 313 cd/m² bei einem typischen Bildschirminhalt doch deutlich häher. Nur das iPhone 5 kann mit 556 cd/m² noch einen draufsetzen und holt sich hier den Spitzenplatz.

Auch die Kontraste liegen beim iPhone 5 mit einem Wert von 121 zu 108 höher als beim Galaxy S4, das Galaxy S3 hingegen ist mit 57 Punkten deutlich abgeschlagen. Bei den Reflexionen der Displays liegt das Samsung Galaxy S4 einen Hauch vor dem iPhone 5, generell wird jedoch allen drei Displays ein exzellenter Wert attestiert.

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Farben, Blickwinkel und Leistungsaufnahme der Displays

Hier wird unter anderem ein Punkt behandelt, der bei vergangenen AMOLED-Generationen immer wieder als Kritikpunkt gesehen wurde: Die Farbsättigung. Dies bestätigt auch der Test von Displaymate, denn das Galaxy S3 hat eindeutig eine zu hohe Farbsättigung. Besser hingegen macht es das Galaxy S4, wiederum etwas besser das iPhone 5. Was die Farbtemperaturen angeht schneidet das SGS4 sogar am Besten ab, auch hier wieder im Movie Mode. Sowohl iPhone 5 als auch das S3 besitzen einen zu hohen Blauanteil.

Bei den Blickwinkeln hat das Galaxy S4 vor allem in Sachen Helligkeit bei einer Neigung des Displays von 30 Grad die Nase vorn. Nimmt beim S4 die Helligkeit nur um 22% ab, so sind es beim iPhone 5 schon 60%. Bei den Kontrasten, wie auch den Farben liegen die Displays wiederum gleichauf. Nur das ehemalige Samsung-Flaggschiff muss hier Federn lassen und landet deutlich auf dem letzten Platz.

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Bei der Leistungsaufnahme, also dem Verbrauch der Displays, schneidet das iPhone 5 am Besten ab. Mit nur 0,66 Watt – 0,74 Watt benötigt dieses Display am wenigsten Strom, während das SGS4 mit teilweise 1,5 Watt auf das Doppelte hinausgeht. Das Display des Galaxy S3 ist im Maximalbetrieb fast genauso hungrig wie das des Nachfolgers. Das ist auf Grund der Größe der Samsung-Geräte aber auch kein Wunder.

Zusammenfassung

Laut Displaymate ist die OLED-Technologie auf einem aufsteigenden Ast. Das Display des Samsung Galaxy S4 ist nicht nur im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 25% heller, auch die Energieeffizienz wurde verbessert. Bei einer solch stetigen Weiterentwicklung sieht Displaymate das OLED-Display in naher Zukunft auf gleicher Stufe mit einem LCD.

Im Gegensatz dazu steht natürlich Entwicklung von LCDs auch nicht still und wird in den kommenden Monaten noch einmal durch die IGZO-Technologie einen Sprung nach vorne machen. Wir haben gesehen, dass beide Display-Technologien ihre Vor- und Nachteile besitzen, aber im Endeffekt kann man nur einen Gleichstand – in Bezug auf Galaxy S4 und iPhone 5 – bei diesem Vergleich aussprechen.

Das Samsung Galaxy S3 ist in allen Belangen von beiden Konkurrenten abgeschlagen und muss sich mit dem dritten und letzten Platz begnügen. Wer auf größere Displays steht, kommt am Samsung Galaxy S4 nicht vorbei. Zeiten in denen die AMOLED-Technologie zu bunte und kitschige Farben lieferte, sind augenscheinlich vorbei. Auch wenn das iPhone seit über einem halben Jahr erhältlich ist, erkennt man, dass das kalifornische Unternehmen Highend-Displays verbaut, die mit aktuellen Geräten noch mithalten kann.




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