Asus Fonepad im ausführlichen Test

Asus Fonepad im ausführlichen Test

Asus Fonepad Header 1

Im ersten Quartal des Jahres wurde das Asus Fonepad auf der MWC in Barcelona vorgestellt. Nach dem Motto lieber spät als nie haben wir jetzt einen Test des außergewöhnlichen und ziemlich günstigen Telefonier-Tablets gemacht, welches im Gegensatz zu den meisten anderen Tablets standardmäßig mit einem 3G Modul ausgerüstet ist. Das Tablet wurde uns dabei von getgoods.de zur Verfügung gestellt.

Design und Verarbeitungsqualität

Das Asus Fonepad hat ein sehr dezentes Design. Die Vorderseite ist im iPad Stil gehalten, hat einen schwarzen relativ dicken Rahmen um das Display und, außer der Kamera und dem Asus Schriftzug, nur noch einen kleinen Lautsprecher über dem Display, welcher zum Telefonieren dient. Die an den Seiten abgerundete Rückseite ist größtenteils silberfarben und hat einen geprägten Asus Schriftzug und ein Intel Logo. Neben den seitlich angebrachten Tasten sieht man an der Oberseite einen dunkleren Kunststoff-Rand, welchen man entfernen kann. Dahinter verbergen sich zwei Slots für eine MicroSD und eine Micro SIM Karte.

Mit 340 Gramm geht auch das Gewicht in Ordnung – das iPad Mini wiegt im Vergleich 312 Gramm. Die Verarbeitung ist ziemlich gut. Die gewählten Materialien fühlen sich angenehm an und auch die Knöpfe sind ordentlich verbaut. Lediglich die abnehmbare Abdeckung der Slots könnte besser sein. Es erfordert ein wenig Geschick mit den Fingernägeln diese zu entfernen – wer etwas unvorsichtig ist, könnte dabei einen Kratzer auf der Rückseite hinterlassen. Insgesamt ist das Tablet aber robust gebaut und liegt angenehm in den Händen. Asus Fonepad Slots

Technische Daten und Lieferumfang

Das Fonepad hat einen Intel Atom Z2420 Single-Core Prozessor, welcher mit 1,2 GHz getaktet ist. Dank Intels Hyper-Threading Technologie agiert er aber ähnlich wie ein Dual-Core Prozessor. Der Arbeitsspeicher hat eine Kapazität von 1 GB und der Hauptspeicher ist 16 GB groß. Bis zu 32 GB große microSD Karten können den Speicher problemlos erweitern. Das IPS Display ist 7 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1280 x 800 Pixel. Neben WLAN b/g/n und Bluetooth 3.0 ist noch eine Frontkamera, welche mit 1,2 Megapixel auflöst, integriert.

Auf dem Deutschen Markt ist leider keine Hauptkamera in der Rückseite eingebaut. Das 3G Modul hat eine maximale Geschwindigkeit von 5,75 Mbit/s im Up- und 21 Mbit/s im Download. Die aktuell genutzte Android Version ist 4.1.2. Während meinem Test gab es zwei Updates, welche zwar kleinere Fehler korrigiert haben, aber keine neuere Version von Android gebracht haben. Der Lieferumfang ist ziemlich übersichtlich. Neben dem Tablet und einigen Zetteln ist nur noch ein USB Kabel und ein 2.0 Ampere Ladegerät mit im Karton.

Display

Das IPS Display bietet eine Größe von 7 Zoll und ist aufgrund der verwendeten Technik sehr Blickwinkel-Stabil. Die Auflösung beträgt 1280 x 800 Pixel, welches eine Pixeldichte von 216 ppi ergibt. Dies ist identisch mit dem Nexus 7. Das neue Samsung Galaxy Note 8.0 bietet nur 189 ppi, da es zwar dieselbe Auflösung, aber 1 Zoll mehr Display-Diagonale hat. Das iPad Mini bietet sogar nur 163 ppi. Unter aktuellen Tablets für Unterwegs ist die Auflösung somit ziemlich gut, auch wenn man in diesem Jahr wohl noch eine Welle von extrem hochauflösenden Tablets auf uns zukommen wird. Asus Fonepad Natur 2

Performance

Das Fonepad ist eines von wenigen Tablets auf dem Markt, welches statt einem ARM Mikroprozessor einen Chip der PC Industrie von Intel verwendet. Die ersten Smartphones mit dieser Technik kamen vereinzelt 2012 auf den Markt, da Android diese Chips ursprünglich nicht unterstützte. Die Leistung von 1,2 GHz im Single-Core ist nicht direkt mit normalen Androiden zu vergleichen. Während der Nutzung konnte man sehen, dass das Fonepad zwar eine flüssige Bedienung erlaubt und auch einige 3D Spiele zumeist ruckelfrei darauf laufen, dennoch darf man von dem Intel Atom Prozessor keine Wunder erwarten.

Auch die verwendeten Benchmarks machten dies deutlich: In Quadrant erreichte das Fonepad im Schnitt eine Punktzahl von 2974, in AnTuTu 7825. Das Nexus 7 hat zum Vergleich in Quadrant 3649 und in AnTuTu 12167 Punkte erreicht. Das Samsung Galaxy Tab 2 7.0 erreicht etwa 2840 beziehungsweise 5322 Punkte. Somit kann der Intel Atom zwar keinen neuen Maßstab setzen, seine Leistung ist aber im oberen Mittelfeld der kleinen Tablets anzusiedeln.

Für normale Aufgaben reicht die Performance somit absolut aus, sobald man jedoch anspruchsvolle 3D Anwendungen verwenden möchte kann man den Intel Prozessor durchaus an den Rand seiner Leistung bekommen. Für die alltägliche Nutzung ist die Leistung somit gut.

Asus Fonepad Rückseite 3

Software

Asus hat die Benutzeroberfläche des Fonepad nicht sonderlich stark verändert. Sowohl der Homescreen als auch der App-Drawer stammen direkt vom puren Android. Als erste Abweichung dürfte einem der vierte Knopf an der Unterseite auffallen. Mit ihm ist es möglich kleine Overlay-Apps oder -Widgets zu verwenden. Das reine Android kann normalerweise nur eine App gleichzeitig anzeigen. Über diese Funktion kann man jedoch kleine Fenster über andere Apps ziehen. So kann man beispielsweise einen kleinen Browser oder eine Notiz jederzeit nutzen ohne die eigentliche App verlassen zu müssen. Es ist sogar möglich jedes auf dem Tablet installierte Widget auf diese Weise zu öffnen.

Zusätzlich hat Asus noch eine kleine Erweiterung mit Direktzugriffen in die Statusleiste gepackt. Diese ermöglichen eine schnelle Bedienung von WLAN, Helligkeit et cetera. Die restlichen Veränderungen beziehen sich auf vorinstallierte Apps des Herstellers. Mit diesen kann man kleine Bilderalben erstellen, die Farben des Displays anpassen oder Texte automatisch Übersetzen lassen. Grundsätzlich sind diese Apps zwar nicht schlecht, doch man wird sie wohl kaum öfter als ein paar Mal verwenden.

Für ein Tablet relativ selten ist die Telefon Funktion. Wie am Handy kann man mit vorhandener SIM Karte auf das Telefonhörer Symbol drücken und direkt einen Anruf tätigen. Auch das Versenden von SMS ist problemlos möglich.

asus fonepad screenshots

Kamera

Da das Fonepad in Deutschland leider nur eine Frontkamera hat steht dieser Aspekt gezwungenermaßen nicht im Vordergrund dieses Tablets. Die Auflösung beträgt 1,3 Megapixel und es können Videos mit 720p Auflösung gemacht werden. Die Kamera hat einen festen Fokus und die Qualität ist eher bescheiden. Selbst bei guter Beleuchtung ist noch ein Bildrauschen vorhanden und auch die Bildschärfe erinnert mehr an eine Webcam als an eine Fotokamera.

Kurz und knapp: Für Videotelefonie oder kleine Schnappschüsse reicht die Frontkamera aus, für ordentliche Fotos sollte man zu einem anderen Gerät greifen.

Asus Fonepad Schale 4

Akkulaufzeit

Das Fonepad hat einen fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 4270 mAh. Zusammen mit dem Intel Atom – welcher als stromsparender mobiler Prozessor entwickelt wurde – hat das Tablet eine relativ lange Akkulaufzeit. Bei intensiver Nutzung (Sonntag auf dem Sofa) hält der Akku einen Tag durch – je nach Verwendung sind zwischen 7 und 10 Stunden Laufzeit durchaus realistisch. Bei normaler Nutzung reicht die Akkukapazität für 2-3 Tage.

Das Fonepad muss somit nicht unbedingt jede Nacht an das Ladekabel angeschlossen werden und ist auch unterwegs Garant für den mobilen Lifestyle.

Fazit

Das Asus Fonepad ist ein Tablet, welches zwar ein paar kleinere Schwächen hat, aber dennoch ein gelungenes Gesamtpaket ergibt. Das Display und die Haptik sprechen für sich und die gebotene Ausstattung mit 3G Modul ist im Tablet Bereich ein absolutes Preis/Leistungs-Schnäppchen. GetGoods verkauft das Fonepad aktuell für 225 Euro - das Nexus 7 mit 3G Modul kostet derzeit mindestens 299 Euro. Zusätzlich kann man dank microSD Karten Slot das Fonepad mit insgesamt 48 GB Speicher ausrüsten. Auch hier kann das Nexus 7 nicht mithalten.

Wer nicht 24/7 mit dem Spielen von 3D Games beschäftigt ist wird auch mit dem verbauten Intel Atom Prozessor zufrieden sein können. Auch die Telefonie-Funktion ist nicht gerade unpraktisch. Insgesamt bekommt das Asus Fonepad von uns eine klare Kaufempfehlung.

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  • Antons

    Ich würde es nicht kaufen. Ich würde lieber auf die 3G Variante des Acer Iconia A1 warten. Vorteile liegen klar auf der Hand. 7,9 zoll 4:3 Display, 3G, HDMI-out, Front und Back Kamera, Quad-Core CPU mit 1,20 Ghz, SD Slot Erweiterung für 239€. Erscheint am 16.08.13 bei Saturn z.B. Hat man sicherlich mehr spass damit

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