Smart Home: Verbraucherschützer kritisieren Zwangseinbau von Smart Meter

Smart Home: Verbraucherschützer kritisieren Zwangseinbau von Smart Meter




Der Bundestag berät am Freitag in erster Lesung über das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Darin vorgesehen ist ein verbindlicher Einbau von Smart Meter – Auch in Privathaushalten. Bei Smart Meter handelt es sich um ein intelligentes Messsystem und einen modernen Stromzähler und das Mess-Gerät soll laut EU-Richtlinie in mindestens 80 Prozent aller Haushalte bis 2020 eingebaut sein.

Verbraucherschützer gegen Smart Meter, weil zu aller erst verpflichtend und nicht freiwillig

Bei Verbraucherschützern löst der verpflichtende Einbau von Smart Meter allerdings Kritik aus. Der Bundestag sollte sich für das Prinzip der Freiwilligkeit stark machen. Grundsätzlich müssten sich Verbraucher für oder gegen Smart Meter entscheiden dürfen, denn es gibt durchaus einige Gründe die gegen den Einbau eines Smart Meter sprechen.

„Smart Meter bringen keine Vorteile, nur Kosten“

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) spricht sich gegen den Zwangseinbau aus, gerade weil den meisten privaten Haushalten „Smart Meter keine Vorteile, aber Kosten“ brächten, erklärte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Denn Smart Meter sparen allein keinen Strom. Es gibt außerdem keine variablen Tarife, mit denen Privatkunden Strom sparen können, wenn er günstig ist. Gebe es solche, dann ließen sich die Smart Meter-Kosten von bis zu 100 Euro pro Jahr im Normalfall auch nicht wieder einspielen. Und außerdem sollen nur Verbraucher die Kosten für die Geräte und deren Wartung zahlen. Gerecht ist dieser Zwang damit nicht.

Smart Meter wecken außerdem Begehrlichkeiten – Daten könnten abgeschöpft werden

Die eigentliche Aufgabe der Smart Meter ist es, dem Verbraucher Einsparpotenziale im eigenen Haushalt aufzeigen. Eigentlich hilfreich, jedoch sollen die Daten welche der Smart Meter erfasst an zentrale Erfassungsstellen weitergeleitet werden, die eine Anpassung des Netzes an den Strombedarf ermöglichen. Hierzu kritisieren Verbraucherschützer ebenfalls, dass die teils im Viertelstundentakt übermittelten Verbrauchsdaten aus den Strommessgeräten auf verschiedenen Seiten Begehrlichkeiten wecken und abgeschöpft werden könnten. Hat die zentrale Erfassungsstelle Sicherheitsschwächen, dann könne jemand mit den erbeuteten Daten genau wissen, ob jemand Zuhause ist oder nicht. Zumal überhaupt die Erfassung von Daten aus dem Smart Meter einen faden Beigeschmack auf Überwachung hat.


Teile diesen Beitrag:

Hinterlasse eine Antwort

*

1 comment

  1. Michael Speiser

    Es währe angebrach bezüglich der Smart Meter einen Volksentscheid einzuberufen der diesen Irrsin verhindert, da Kimminelle schneller an solche erfassungs¬ Software kommen als einem lieb sein kann.
    Ausser dem verstößt es gegen das Datenschutz Gesetz da meine Stromrechnung nur mich und mein Energieleistungsanbieter etwas angehen und niemanden sonst.

Tippe um zu suchen

Schau dir alle Ergebnisse an