Die neue Ulefon uWear Smartwatch im Test

Die neue Ulefon uWear Smartwatch im Test

Was kann man von einer Smartwatch für weniger als 30 Euro erwarten? Wir haben nachgeschaut.




Der chinesiche Herstelle Ulefone ist auf dem deutschen Markt noch weitgehend unbekannt. Mit der Ulefone uWear Smartwatch bietet das Unternehmen aber eine interessant Uhr an, die besonders aufgrund des niedrigen Preisen auffällt. Für 29.945 Dollar (ca. 28 Euro) gibt es die Smartwatch zu kaufen. Das ist nicht nur deutlich billiger als eine Apple Smartwatch sondern auch preiswerter als viele andere Modelle auf dem Markt.

Der Marktstart der neue uWear Smartwatch erfolgte dabei erst im September. Die Phase der Vorbestellung ist allerdings mittlerweile vorbei, man bekommt die Watch regulär im Shop von Gearbest.

IMG_3795Die äußeren Werte

Die Uhr kann Anleihen von der Apple Watch nicht verbergen. Besonders in der Version mit silbernen Rahmen sieht man die Ähnlichkeit deutlich. An sich fehlt nur das Rad mit den Einstellmöglichkeiten. Die uWear hat an dieser Stelle einen Micro-USB Anschluss. Ziel war ein iPhone „Look-a-like“ zu schaffen und das ist weitgehend gelungen.

Auch beim Armband hat man sich an der Apple Watch orientiert und schreibt mehr oder weniger stolz in de Beschreibung:

Fluoroelastomer strap: Fluoroelastomer sport strap is the same as iWatch.

Im Einsatz fühlt sich das Armband tatsächlich etwas so an wie bei der Apple Watch, allerdings fehlen natürlich die schicken Metallvarianten die man bei Apple zur Auswahl hat. Die uWear bietet nur dieses eine Armband in einer Farbe.

Das Zusammenspiel mit dem Handy

Die Smartwatch wird per Bluetooth mit dem Handy verbunden. Sie ist sowohl mit iOS als auch mit Android kompatibel wobei iOS 5.0 oder darüber vorausgesetzt wird.

Das Zusammenschalten funktioniert dabei erstaunlich problemlos. Es reichte Bluetooth auf dem Handy und der Uhr zu aktivieren und das Pairing frei zu geben und beide Geräte waren verbunden. Für einige Funktionen war allerdings noch eine App notwendig. Diese ist leider nicht im Store erhältlich sondern muss separat herunter geladen werden. Das erfordert neben technischem Know-How auch Vertrauen in den Anbieter, denn eine Sicherheitsprüfung der App – wie man sie beispielsweise auf dem Appstore von Apple kennt – gibt es dann natürlich nicht.

news12-01Die Funktionen

Die uWear bietet eine ganze Reihe von Funktionen die man auch von anderen Uhren her kennt. Neben der Fernbiedung für das Handy und der Handykamera gibt es auch einen Schrittzähler, ein Barometer (klappte im Test nicht), einen Schlafrythmus-Monitor und eine Art Diebstahlsicherung mit der die Uhr geortet werden kann. Die Menüführung steht auch auf Deutsch zur Verfügung.

Pro Bildschirm sind dabei jeweils nur 4 Anwendungen zu finden – das ist auch für dickere Finger groß genug. In der Vorschau waren teilweise auf den Bildern 9 Apps zu sehen, das wäre zu klein geworden.

Man bekommt hier also für wenig Geld einen relativ großen Funktionsumfang.

Dazu ist die Uhr IP65 geschützt – zumindest nach Herstellerangaben. Eine Dusche war daher auch kein Problem, wie sich die Uhr bei größeren Belastungen verhält konnten wir aber nicht prüfen.

Der Akku der uWear

Der Akku der Smartwatch umfasst 220mAh (Lithium-Ionen) und soll bis zu 7 Tage Standby erlauben. Bei normaler Benutzung musste die Uhr allerdings bereits nach etwa 48 Stunden wieder aufgeladen werden. Das ist aber an sich kein Problem, andere Uhren kommen hier auf noch kürzere Ladeintervalle.

Zwei große Mankos im Test

Beim Einsatz war der größte Knackpunkt das deaktivierte Display*. Im Ruhezustand zeigt die Uhr keine Uhrzeit an und wir haben auch keine Möglichkeit gefunden das zu ändern. Man kann zwar Einstellen wie lange die Uhr aktiv bleibt, aber nach einer gewissen Zeit schaltet sie sich ab. Damit ist eine der Hauptfunktionen einer Uhr – die schnelle Anzeige der Zeit – kaum nutzbar. Man muss immer mit der zweiten Hand erst die Uhr einschalten um die Zeit zu erkennen. Das nervt in der Praxis doch sehr.

Ein zweites Manko hängt mit der Bedienung zusammen. Hier fehlt ein klares Konzept. In vielen Fällen war nicht klar, ob man jetzt auf den Bildschirm tippen sollte, darüber streichen musste oder per Knopfdruck weite navigieren sollte. Einige Anwendungen hatten „Zurück“-Buttons, bei anderen fehlten sie und die Eingaben von Nachrichten war EXTREM mühsam, weil die Tasten wirklich sehr klein dargestellt werden. Mit etwas dickeren Fingern hat man kaum die Chance etwas längere Texte ohne Nervernzusammenbruch zu schreiben.

Fazit

Die Ulefone uWear bietet erstaunlich viel Funktionen für wenig Geld, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, an einigen Stellen – und besonders bei der Bedienung – noch nicht ganz ausgereift zu sein. Dazu dürfte die große Ählichkeit mit der Apple Watch auch nicht jedem Nutzer gefallen. Wer sich damit aber anfreunden kann bekommt durchaus interessante Technik.

Die uWear Smartwatch im Video:


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2 comments

  1. Tobi

    wie heißt die app die ich auf dem iphone brauche bzw wo bekomme ich diese her?

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