HTC One M8 im Testbericht




Einführung

Im März 2014 war es soweit und der Nachfolger des HTC One wurde vorgestellt. Das HTC One (M8). Wer einen neuen Namen erwartet hatte, wurde erstmal enttäuscht. Die Enttäuschung ist aber schnell verflogen, nachdem man das One das erste mal in den Händen halten konnte.

Gebürstetes Aluminium fühlt sich einfach geil in den Händen. Da kann man sagen was man will. Das HTC One ist ein wahrer Handschmeichler. Die abgerundeten Ecken, die tadellos verarbeitet sind, der Alu-Body ,mit dem perfekt eingebundenen IPS-LCDisplay geben dem ganzen ein Design. Hier merkt man sofort, dass sich die Designer viel Mühe gegeben haben. Mit der technischen Ausstattung eines 5-Zoll Full High Definition IPS-LCDisplay mit Corning Gorilla Glass 3, der QUALCOMM, Snapdragon 801 Quad-Core Prozessor, 2GB DDR2 RAM und die UltraPixel Kamera-Technologie mit ImageSense 2-Bildsensor (4-Megapixel) will HTC die Käufer von seinem neuen Flagschiff überzeugen. Ob das gelingt, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

An dieser Stelle danken wir notebooksbilliger.de für das Testgerät!

Lieferumfang

  • HTC One (M8)
  • Ladeadapter
  • Datenkabel
  • Kurzanleitung

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Technische Daten

  • QUALCOMM Snapdragon 801 Quad-Core Prozessor (MSM8974AB) mit 2,36GHz
  • 2GB DDR2 RAM
  • Android OS 4.4.2 KitKiat
  • HTC Sense UI 6
  • 16GB interner Speicher, weltweit
  • microSDXC-Karte mit bis zu 128GB
  • 5-Zoll Full High Definition IPS-LCDisplay mit Corning Gorilla Glass 3
  • HTC UltraPixel Kamera-Technologie mit ImageSense 2-Bildsensor (4-Megapixel)
  • HTC Duo Kamera mit Duo-Effekten (UFocus, Dimension Plus, Saisons, Vordergrund)
  • 5-Megapixel Kamera vorne mit ƒ/2.0 und 88° Weitwinkel
  • LTE-A mit 150Mbit/s und DC-HSPA+ mit 42,2Mbit/s
  • WLAN 802.11 mit 2,4GHz und 5GHz
  • Bluetooth 4.0, NFC
  • Fitbit-Sensor
  • HTC BoomSound Stereolautsprecher
  • B/H/T 70,6mm/146,36mm/9,35mm
  • Gewicht 160g
  • nanoSIM-Karte
  • Preis: 589 Euro bei notebooksbilliger.de

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Ich stelle die Behauptung auf, das wir mit dem HTC One (M8) eines der bestverarbeitesten Smartphones in den Händen halten. Wenn man das Gerät in den Händen nimmt, spürt man sofort diese eigene Kälte des Aluminiums. HTC will sich von diversen anderen Herstellern unterscheiden. Nicht nur das ein sehr hoher Qualitätsstandard das One unverwechselbar machen soll, sondern auch das klare Konzept sowie der Wiedererkennungswert ist durchaus gelungen. Das sind nur die ersten Eindrücke, die man bekommt, wenn man das Gerät das erste mal in den Händen hält.

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Ich habe das One meinen Freunden, Bekannten und Kollegen gezeigt und zu 100% kam erstmal ein “wow” aus deren Mund. Das hatte bis dato kein Smartphone erreichen können. Wie gesagt, ich rede hier immer noch von meinen persönlichen Erfahrungen. Was als nächstes auffällt ist das gesunde Eigengewicht des Smartphone. Es muss einem klar sein, dass man kein Kunststoff als Body verarbeitet hat und das schlägt natürlich mit 160 Gramm zu. Ich muss zugeben, mir gefällt es und selbst in der Hosentasche ist mir das Gewicht nie wirklich auf Dauer aufgefallen. Hält man es länger in der Hand, hat man jederzeit ein sicheres Gefühl und ich hatte nie die Bedenken, dass es mir gleich aus den Händen gleiten würde.

Schauen wir uns das HTC One (M8) mal etwas genauer an. Auf der Oberseite befinden sich unten die virtuellen Bedienelemente, wie Home Button und jeweils links und rechts ein Steuerelement. HTC setzt in diesem Jahr auf virtuelle, statt physische oder elektronische Tasten. Auf den ersten Blick nichts verkehrtes, nur das man satte 8mm des nutzbaren Display* vergeudet. In meinen Augen ein klares Manko seitens HTC. Hätte man so noch mehr Displayfläche zu Verfügung haben können. Weiter sehen wir die beiden Lautsprecher, die für den Boom Sound zuständig sind. Genial gelöst und ich kann mir ehrlich gesagt nicht erklären, warum andere Hersteller dabei nicht nachziehen. Denn wem nützen die Lautsprecher an den Seiten oder auf der Rückseite, wenn man sich einen Film ansehen oder Musik anhören möchte? Außerdem befindet sich oberhalb noch die 5-Megapixel Kamera mit ƒ/2.0 und 88° Weitwinkel und der Annäherungsensor.

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Auf der Rückseite befindet sich oben die HTC UltraPixel Kamera-Technologie mit ImageSense 2-Bildsensor (4-Megapixel) und direkt darüber die HTC Duo Kamera. Neben der Hauptkamera sehen wir 2 LED Blitze. Dazu komme gehe ich später noch näher drauf ein. Oben und unten befinden sich hinter den Aussparungen von Kunststoff die Antennen und in direkt in der Mitte ist das HTC Logo plaziert.

Schaut man sich das Smartphone an den Seiten an, sehen wir dort die Infrarot Schnittstelle, den Power Button, die Lautstärkewipp, die Klinkenbuchse für die Kopfhörer, Micro-USB-Anschluss sowie rechts den MicroSD-Karten Einschub und links den SIM-Karten Einschub. Warum der SIM-Karten Einschub so groß von HTC gestaltet wurde, darauf konnte mir leider niemand eine Antwort geben.

HTC BoomSound-Technologie

Das ist das Beste, was ein Smartphone Hersteller bis jetzt auf dem Markt bietet. Einen externen Lautsprecher zu Beschallung kann man sich fast sparen. Es sei denn, man befindet sich draußen im Freien und möchte mal so richtig die Musik aufdrehen. Zu Hause oder im Büro ist der Sound einzigartig und sucht seinesgleichen. Der Sound hat die ganze Bandbreite zu bieten. Von klaren Höhen bis schönen satten Bässen ist alles dabei. Filme anschauen macht damit auf dem HTC One richtig viel Spaß. Der Stereo Sound überzeugt von der ersten Minuten. Klingt nicht blechernd oder irgendwie hohl, weil kein Resonanzkörper da ist. Da zahlt sich die Verarbeitung mit Aluminium des Gerätes aus. Laut Aussagen vom Marketing hat die BoomSound-Technologie 25 Prozent mehr Volumen, als noch beim Vorgängermodell.

Display

Das 5-Zoll Full High Definition IPS-LCDisplay mit Corning Gorilla Glass 3 hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel und besitzt damit eine Pixeldichte von 440 ppi. Zum Vergleich: HTC One 2013: 468 ppi, Samsung Galaxy S5: 431 ppi, Samsung Galaxy Note III: 386 ppi, Samsung Galaxy S4, iPhone 5S: 326 ppi und Nexus 5: 445 ppi. Diese Auflösung macht sich besonders bei kleineren Texten bemerkbar, die rausgezoomt immer noch gestochen scharf dargestellt werden. Das Display* konnte durchaus mit einer halbwegs natürlichen Farbwiedergabe, hoher Helligkeit sowie hoher Blickwinkelstabilität überzeugen. Auch wenn im Direktvergleich zum Samsung Galaxy S5 das mit einer maximalen Helligkeit von 500 cd/m² noch ein Tick heller und vor allem brillianter wirkte.

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Wie bereits beschrieben, kommt das HTC jetzt On-Screen-Buttons. Das bedeutet nichts anderes, als das die Tasten für “Home”, “Zurück” und “Letzte Apps” nicht mehr unter dem Dispaly zu finden sind, sondern in der Display*-Anzeige integriert sind. Was jedoch für mich persönlich eher die schlechte Wahl war, da jede Menge Platz zur Anzeige von Inhalten auf dem Display verschwendet wird. Wenn man das außer acht lässt, wird man sich schnell damit anfreunden.

Bei direkten Sonnenlicht und trotz maximaler Helligkeit des Display, hatte ich immer wieder Probleme, was auf dem Display zu erkennen. Das ist kein generelles Problem was andere Hersteller auch haben, sondern das können andere eben besser. Da solte HTC noch etwas an der Helligkeit werkeln. Weiter konnte ich kein Licht-oder Farbverlust an den Randbereichen feststellen. Da ich eher ein Fan von AMOLED Displays bin, ich weiß – darüber lässt sich streiten, war ich dennoch in meinen Testwochen vom IPS-LCDisplay überzeugt.

Die virtuelle Tastatur hat mir besonders gut gefallen. Man kennt dieses vibrieren, bei der Eingabe von Buchstaben. Das gibt meist eher eine harte

Kamera

Kommen wir zum eigentlichen Highlight des HTC One (M8), der Kamera. Ich muss zugeben, dass mich die HTC UltraPixel Kamera-Technologie mit ImageSense 2-Bildsensor (4-Megapixel) nicht wirklich vollends überzeugen konnte. Meine Erwartungen waren vielleicht auch etwas zu hoch gesteckt. Die HTC Kamera hat ein Problem, die Bilder saufen in dunklen und hellen Bereichen regelrecht ab. Es sind dann weder Konturen oder Kontraste zu erkennen. Sind die Lichtverhältnisse nicht optimal, ist schnell ein deutliches Farbrauschen auf den Fotos zu erkennen. Die Panorama Funktion hat bei all meinen Tests komplett versagt und keine ordentlichen Ergebnisse abliefern können. Es kann auch daran liegen, dass wir noch ein Vorführmodell zu Verfügung gestellt bekommen und es vielleicht noch nicht das Finish war. Schließlich ließt man auf die diversen anderen Webseiten in Testberichten nach, das die Kamera sehr gut abgeschnitten hätte.

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Um das so genannte Absaufen in dunklen und hellen Bereichen zu verhindern, kann man den HDR Modus bei der Aufnahme auswählen. Dazu startet man die Kamerafunktion und ein klick auf das Display öffnet am unteren Bildschirmrand eine neue Menüleiste. Dort sind ist eine Auswahl für Auto, ISO, EV (Belichtung), AWB (Weißabgleich), diverse Effekte und die Einstellungen zu finden. Wenn man sich damit ein wenig auseinander gesetzt und sich die unterschiedlichen Einstellungen getestet hat, wird man merken, dass man bei weitem noch mehr aus seinen Fotos heraus holen kann. Das ist ein wirklich gelungenes Feature, was man bei anderen Smartphones vergeblich sucht. Allerdings befürchte ich, dass sich der Laie erst gar nicht soweit vortrauen wird, um sich damit auseinander zu setzen.

Die Nachbearbeitung der Fotos macht viel Spaß. Kann man unter anderem den Fokus auf die Motive verändern. Möchte man den Fokus (UFOCUS) auf ein Motiv im Vordergrund haben, einfach anklicken und automatisch wird der Hintergrund unscharf maskiert. Das klappt nicht zu 100% perfekt. Gerade wenn man Landschaftbilder oder Menschen fotografiert. Die unscharfe Maskierung läuft an den Kanten eher unsauber und zeigt teilweise Bereiche scharf an, obwohl diese unscharf hätten sein müssen. Sinn macht die Fokus Wahl eher bei der Produktfotografie. Als Beispiel: Kerzen, Tassen, Stifte etc. Da dort der Fokus eher auf einen exakten Punkt im Tiefenschärfe Bereich liegen soll. Ein paar Beispiele zeige ich euch in den beigefügten in den Fotos.

3D, Verfremdung, Jahreszeiten und Sticker sind nur ein Bruchteil der zahlreichen Spielereien, die man mit seinen Fotos anstellen kann. Zoe hatte mir viel Spaß gemacht, damit zu arbeiten. Viele werden das schon vom One aus dem letzten Jahr kennen. Kann man damit einen 30 Sekunden Clip zusammen stellen, der sich aus Fotos und Videos zusammen setzt. Dazu noch die passende Hintergrund-Musik ausgewählt und schon hat man einen schönen kurzen Trailer zusammen gestellt, den man an seine Freunde und Bekannten verschicken kann.

Panorama

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Nahaufnahme

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schlechte Lichtverhältnisse / Nachtaufnahme

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HTC_One_M8_Nachtaufnahme

optimale Lichtverhältnisse

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HTC_One_M8_Landschaft

Fotos saufen in dunklen und hellen Bereichen ab

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HTC_One_M8_hellerBereich

UFocus

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Android 4.4.2 KitKat & Sense 6.0

Als Betriebssystem ist bereits Android 4.4.2 KitKat installiert und damit seid ihr bereits auf einem guten aktuellen Stand. Mit Sense 6.0 bekommt man im Vergleich zu Sense 5.5 ein an vielen Stellen leicht verändertes Design. Unter anderem kann man nun zwischen verschiedenen Themes auswählen, um die Oberfläche farblich miteinander abzustimmen. So kann das Leuchten eines aktivierten Schalters in den Quick Settings und den Optionen farblich abgestimmt werden. Natürlich kann man auch den BlinkFeed und das Hintergrundbild nach seinen Wünschen anpassen. HTC hat Funktionen wie Dialer, Messenger-Dienst, Galerie, Musikplayer und Kalender auf einander farblich abgestimmt. Das gibt einen einheitlichen Look, ohne von den Funktionen abzulenken. Das sieht so aus, dass alles was mit Produktivität zu tun hat, eine blaue und alles was Medien betrifft eine rote Titelleiste bekommen hat.

Was mir auf Anhieb besonders gut gefallen hat, ist die insgesamt sehr aufgeräumte Oberfläche. Während Samsung es immer wieder schafft, seine Nutzer beim ersten Einstieg in das Gerät komplett zu überrumpeln und teilweise zu überfordern, dank der zahlreichen Samsung eigenen Anwendungen, ist beim HTC One alles klar, übersichtlich und aufgeräumt. Auf Anhieb findet man die Google Anwendungen wie Email, Kalender, Player & Co. in einem Ordner vereint. Ein paar HTC Anwendungen wie Email, Kalender, Wetter, Google Suche findet man auf dem Startbildschirm. Das war es! Alles andere findet man im Apps Menü. HTC hat natürlich seine Anwendungen wie BlinkFeed, HTC Zoe, Facebook, Twitter, Office-App Polariz 5, Fitness-Tracker Fitbit und die TV Anwendung, um sein Smartphone als Fernbedienung nutzen zu können, bereits vorinstalliert. Der Einstieg in das Gerät klappte sofort und selbst andere Menschen die ich fragte, fanden sich sofort mit der Oberfläche zurecht. Dickes Lob an HTC. So wünscht man sich das.

Der BlinkFeed wurde weiter verbessert und überarbeitet. So kann man ab sofort benutzerdefinierte Themen hinzuzufügen. Dazu gibt man lediglich ein Suchbegriff ein, wie Android, Smartphone, Tablet oder was auch immer man gerade angezeigt bekommen möchte und BlinkFeed stellt darauf hin Inhalte aus den unterschiedlichsten Quellen zusammen. Das funktioniert richtig gut und man kann die Quellen natürlich weiter aussortieren. Wenn zum Beispiel nur deutschsprachige Quellen angezeigt werden sollen. Gibt man eine Webseite oder Blog in der Suche direkt an, wie apppdated.de, dann wird diese aufgelistet und angezeigt.

BlinkFeed

Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+, Twitter, LinkedIn und Instagram dürfen im BlinkFeed nicht fehlen. Wer ein Fitbit-Armband sein eigen nennt, der kann sich im BlinkFeed unter anderem seine gelaufenden Schritte anzeigen lassen. Wer den BlinkFeed intensiv nutzt, wird ihn lieben. Ich muss zugeben das ich eher kein Fan davon war, da ich meine News immer noch über einen eigenständigen News Reader wie Pocket abrufe.

In Zukunft wird BlinkFeed noch viele weitere neue Funktion erhalten, denn HTC hat auf der letzten Vorstellung in Frankfurt angekündigt, diesen für Entwickler freizugegeben, sodass sie Apps und Dienste integriert werden können. Da wird sich in Zukunft noch einiges tun. demnächst sollte BlinkFeed aber auch Zoe für weitere Geräte über den Google Play Store freigegeben werden.
Wer BlinkFeed nicht nutzen möchte, kann diesen deaktivieren. Ein weiterer Vorteil gegenüber vielen Samsung Anwendungen.

Motion Launch Gesten habe ich intensiv und gern genutzt. Einige werden sicherlich die WeckUp Funktion vom LG G2 kennen. Man klopft mit dem Finger zweimal auf das Display und kann das One damit aus dem Stanby Modus “erwecken”, genauso auch wieder “schlafen” schicken. Das funktioniert genauso, wenn man mit dem Finger einfach nach oben wischt. Von links nach rechts wird der BlinkFeed geöffnet. Von oben nach unten hat man die Möglichkeit einen Sprachbefehl zu geben. Nach links wischen öffnet die Widget-Seite. Nimmt man das Telefon im Querformat hoch und drückt auf die Lautstärketasten, weckt man das Telfon auf und startet automatisch die Kamera-App. Sehr hilfreich wenn man schnell einen Schnappschuss machen will.

Performance

Die Reaktionsgeschwindigkeit der Anzeige soll wohl laut Messungen nur 46 Millisekunden (Quelle: lesnumeriques.com) betragen und das kann man verdammt schnell nennen. Mir ist es natürlich nicht möglich die Reaktionsgeschwindigkeit unter Laborbedingungen nachzustellen. Ich kann bestätigen, dass sich alle Anwendungen nach dem Antippen sofort öffnen. Egal ob Wetter, Einstellungen, Alben, Zoe, Kalender etc. alles ist sofort verfügbar. Ich konnte keine spürbaren Verzögerungen feststellen. Spiele wie Modern Combat, Sims oder Real Racing 3 laufen einwandfrei auf dem One. Im Vergleich zu aktuellen Smartphone wie dem Samsung Galaxy S5 wird man keinen Unterschied erkennen können.

Ein Benchmark darf natürlich nicht fehlen und daher möchte ich euch ein paar Screenshots zeigen:

Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit kann ich natürlich mit keinen exakten Messungen dienen, sondern nur berichten, wie mein Eindruck war. Insgesamt bringt das HTC One M8 gut durch den Tag. Egal ob ein Spielchen, ein kurzer Film, Musik oder einfach nur Nachrichten schreiben und im Web surfen. Der Akku schreit erst gegen Abend nach einer Steckdose. Wenn alle Stricke reißen, dann könnt ihr immer noch in den extremen Energiesparmodus wechseln. Die Aktivierung des extremen Energiesparmodus verlängert die Akkulaufzeit durch:

  • Einschränkung der CPU Nutzung
  • Reduzierung der Bildschirmhelligkeit
  • Deaktivierung von Vibrationsfeedback
  • Deaktivierung der Datenverbindung, wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist
  • Nur dringend benötigte Apps werden ausgeführt
  • Ausschalten des Pedometers

Zeigt der Akkustand lediglich nur noch 5% an, kann an dieser Stelle der oben genannte Energiesparmodus sehr hilfreich sein. Kann man damit noch satte 15 Stunden Laufzeit herausholen. Das kann, ausser dem Samsung Galaxs S5, kein anderes Smartphone momentan liefern. Der Bildschirm schaltet dabei in einen schwarz weiß Modus um. Diese Zeiten können natürlich nicht erreicht werden, wenn man die ganze Zeit telefoniert. Hier geht es darum, erreichbar zu sein und im Notfall noch telefonieren oder eine SMS schreiben zu können. Ich kann mir gut vorstellen, dass der extreme Energiesparmodus bei längeren Outdoor Aktivitäten seine rege Anwendung finden könnte. Ansonsten gebe ich an dieser Stelle gern mal wieder den Tipp, legt euch einen externen Akku zu. Diese kosten nicht mehr die Welt und haben inzwischen ordentlich Leistung, um ggf. zwei Geräte gleichzeitig laden zu können.

HTC Dot View Cover

Das Dot View Cover ist nichts weiter als ein „aufgemotztes“ Case. Denn es dient nicht nur dem Schutz eures Smartphone, sondern bietet einige Funktionen. Habt ihr das Cover geschlossen und bekommt einen Anruf, dann kann dieser mit einem einfachen Wisch über das Cover angenommen oder abgelehnt werden. Zum telefonieren muss nicht mal das Cover geöffnet werden. Mit einem Doppelklick auf das Cover werden Uhrzeit und Wetter angezeigt. Ermöglicht wird das ganze dadurch, dass in der Oberfläche zig Löcher gestanzt wurden. Diese sind aber nicht offen, so das ggf. Dreck darin ansammeln könnte, sondern mit einer transparenten Material verschlossen. Daher ist eine Anzeige der Uhrzeit, Wetter, Telefonfunktion, Emails, Kurznachrichten, Termine weiterhin möglich. Auch hier können die Motion Launch Gesten angewendet werden. Allerdings wird die Anzeige nur bei Anwendungen von HTC unterstützt und leider von keinem Drittanbieter. Das würde die Funktionsvielfalt um einiges erweitern. Das Cover bietet alle wichtige Öffnungen zur Kamera, Infrarotschnittstelle, Buttons, Micro USB Anschluss und dem Eingang für das Kopfhörerkabel.

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Was mir besonders gut gefallen hat, das Cover ist sehr dünn gehalten und versaut damit nicht den Formfaktor des ansonsten schönen HTC One M8. Ein Cover oder Case ist natürlich immer Geschmackssache und nicht jeder möchte das. Hier bekommt man ein Cover, dass mehr bieten kann als ein handelsübliches Cover.

Was mich jedoch ein wenig gestört hatte, wenn man das Cover aufklappt, so schmiegt sich das nicht wirklich an die Rückseite des HTC One, sondern bleibt, dank der gebogenen Alurückseite vom One immer etwas abstehen. Dadurch wirkte es etwas unhandlich in der Hand. Ich denke, anders ist das nicht möglich, ansonsten hätten sich die HTC Designer & Entwickler sicherlich eine andere Lösung einfallen lassen.

Das Dot View Cover ist aus Kunststoff gefertigt, wobei die Oberfläche leicht gummiert ist und sich ein wenig wie Silicon anfühlt. Das Cover hat eine Größe von 180x73x12.6mm. Die Farben warm black (das wir zum Test hatten) sowie orange posicle, atlantis, baton rouge und imperial blue sollen noch erscheinen und zu einem Preis ab 36€ verfügbar sein.

Fazit

Das HTC One M8 ist eine gute Weiterentwicklung seines Vorgängers und mit Sicherheit ein “eye catcher”. Schaut es nicht nur edel aus, sondern hat jede Menge zu bieten. Die Performance passt und der Prozessor verrichtet seine Arbeit zuverlässig und schnell. Mir hatte es jeder Zeit Spaß gemacht zwischen den einzelnen Anwendungen zu wechseln. Alles ging ohne ersichtliche Verzögerung. Das HTC One liegt gut in der Hand, auch wenn man ein wenig aufpassen muss, wenn man sehr trockene Hände hat, da es doch sehr schnell aus der Hand rutschen könnte. Was ich besonders gut fand, HTC hat es wieder einmal geschafft, sein Smartphone nicht mit zu viel Schnick Schnack zu zu ballern.Sondern sich auf das wesentliche konzentriert. Der Einstieg in das System und der HTC Sense Oberfläche fielen daher besonders leicht.

Einzig die Kamera konnte mich nicht wirklich in allen Bereichen überzeugen. Ließ oftmals doch die Bildqualität zu wünschen übrig. Besonders wenn man alles auf Auto-Modus stehen lässt und ich möchte behaupten, dass werden die meisten Nutzer machen. Klar, wenn man sich mit den manuellen Einstellungen wie ISO, Brennweite & Co. auseinandersetzt, dann werden die Ergebnisse eine sichtbare Verbesserung bekommen und man wird mit Sicherheit an den Bildern erfreuen können. In der Bildbearbeitungsfunktion gab es zu viele Sachen, die kaum Anwendung finden werden, wie Jahreszeiten,Dimension Plus oder Sticker. Ist mal ganz witzig zu sehen, mehr leider nicht.

Mit insgesamt 160 Gramm Gewicht fand ich es auf Dauer zu schwer. Mag zwar merkwürdig klingen, denn was sind schon 160 Gramm. Das Gewicht und der Alu-Body geben auf der anderen Seite einen sehr positiven Eindruck ab. Denn man spürt sofort, dass man hier etwas hochwertiges in den Händen hält. Ich bin daher immer noch etwas hin und her gerissen und konnte mich nicht wirklich entscheiden, ob das HTC One mein neues Smartphone werden würde.

Am besten ist natürlich, wenn man als interessierter Käufer das Gerät ein oder zwei Tage in Ruhe testen könnte.Testberichte helfen zwar ein wenig bei der Kaufentscheidung, können diese euch aber nicht komplett abnehmen. Schließlich hat jeder ein anderes Empfinden bzw. verwendet das Smartphone für die unterschiedlichsten Anwendungen und Bereiche.

Vielen Dank für die Teststellung an

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