HUAWEI Ascend P7 mini im Test

Mini-Androide mit 8 Megapixel Kamera und Emotion UI Lite Oberfläche




Einführung

Eigentlich ist das HUAWEI Ascend P7 mini ein relativ „altes“ Smartphone, da es bereits Ende Februar im Rahmen des Mobile World Congress 2014 vorgestellt wurde. Aufgrund der späten Verfügbarkeit ist das „Mini-Smartphone“ aber erst vor wenigen Wochen in Deutschland gelandet, so dass wir euch erst jetzt unseren Test präsentieren können. Mit einer Displaydiagonalen von 4.5-Zoll ist das Ascend P7 mini für Android-Nutzer relativ klein, für iOS-Wechsler dürfte es hingegen schon riesig sein.

In den nächsten Zeilen verraten wir euch, ob ihr mit dem Ascend P7 mini glücklich werdet oder das Smartphone eher als Fehlkauf einzuschätzen ist.

Lieferumfang

  • HUAWEI Ascend P7 mini
  • microUSB-Kabel (USB 2.0)
  • Netzadapter für USB
  • Anleitungen, Garantiekarte 
  • Stereo-Kopfhörer

Technische Daten

  • Display*: 4.5 Zoll In-cell TFT-Display* mit qHD-Auflösung (960 x 540 Pixel)
  • Prozessor: QUALCOMM Snapdragon 400 Quad-Core mit 1.2GHz
  • Arbeitsspeicher: 1 GB RAM
  • Interner Speicher: 8 GB (kann per microSD-Karte erweitert werden)
  • Betriebssystem: Android 4.3 Jelly Bean mit Emotion UI Lite Oberfläche
  • Kamera: 8 Megapixel Hauptkamera mit BSI-Bildsensor und 8 Megapixel Frontkamera
  • Verbindungen: LTE Cat4, HSDPA , Wi-Fi, Bluetooth 4.0, GPS, NFC, DLNA
  • Abmessungen: 131,2 x 65,3 x 7,8 mm
  • Gewicht: 115 Gramm
  • Akku: 2000mAh
  • Farben: Weiß, Schwarz
  • Preis: ca. 255 Euro (Straßenpreis)

Design, Verarbeitung & Ausstattung

Das Ascend P7 mini ist dem großen Bruder – bis auf wenige Details – wie aus dem Gesicht geschnitten. Sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite wird das Gerät durch geschwungene Ecken abgerundet und liegt demnach gut in der Hand. Auf der Vorderseite kommt fast vollflächig Glas zum Einsatz, der Fuß des Gerätes besteht wie die Rückseite aus Kunststoff. Weiterhin lässt sich die Rückseite abnehmen, um dort die microSIM und microSD-Karte unterbringen zu können. Wie im Video erkennbar, ist der Akku jedoch fest verbaut und kann nicht ohne Weiteres durch den Nutzer getauscht werden.

Das Smartphone ist rund 131mm hoch, 65.3mm breit und 7.8mm dick. Damit ist es kompakt genug, um in jeglichen Hemd, – Hosen oder Damenhandtasche verstaut zu werden. Beim Gewicht kommt das P7 mini auf sehr gute 115 Gramm, das ist für ein 4.5 Zoll großes Smartphone ein Topwert. Angeboten wird das Ascend P7 mini in den Farben Schwarz und Weiß, der aktuelle Straßenpreis liegt momentan bei 255 Euro.

Hinsichtlich der Verarbeitung gibt es nicht zu meckern. Die abnehmbare Rückseite passt sich perfekt in das Gehäuse ein, die Spaltmaße sind sehr gering und die Verwindungssteife ist gut. Hier merkt man, dass HUAWEI schon seit einigen Jahren in diesem Markt unterwegs ist und aus den ersten Geräten gelernt hat. Zu diesem Preis ist man oft der Meinung einen Fehler finden zu müssen, doch hier sitzt alles am rechten Fleck.

Video: Ascend P7 mini im Test

(Youtube-Direktlink)

Das Design kommt uns bekannt vor…

Bei einem Rundgang um das Gerät finden wir auf der rechten Seite die Lautstärkewippe und den Ein- und Ausschalter. Beide Buttons haben gute Druckpunkte, sind aus Kunststoff gebaut und leicht geriffelt. Weitere Aussparungen oder Knöpfe sind sowohl auf der linken wie rechten Gehäuseseite nicht zu finden, wie eingangs erwähnt werden microSIM- und microSD hinter der Rückseite eingelegt. Der Audioanschluss ist auf der linken, unteren Ecke verbaut und gleicht dem des HUAWEI Ascend P6, die microUSB Buchse ist in den Kopf gewandert.

Wie schon beim HUAWEI Ascend P6 (TEST) bemängelt, ist der Audioanschluss unglücklich platziert, da beim Verstauen in Taschen der Audiostecker immer hängen bleibt. Da gefällt uns die Lösung beim Ascend P7 wesentlich besser.

HUAWEI Ascend P7 mini im Test (3)

Der interne Speicher beträgt lediglich 8GB, kann jedoch durch eine microSD Karte um weitere 32GB aufgestockt werden. Als Prozessor setzt HUAWEI dieses Mal auf eine Quad-Core CPU aus dem Hause QUALCOMM in Form des Snapdragon 400 mit 1.2GHZ Taktfrequenz. Unterstützt wird der Prozessors durch 1GB RAM.

Da HUAWEI aus dem Bereich der Telekommunikation kommt, wurde durch das Unternehmen ein LTE-Modem der Kategorie 4 verbaut. Bedeutet der User kann Daten mit maximal 150Mbit/s. herunterladen, im Upload sind es immerhin noch 50Mbit die Sekunde. Up to Date sind auch die weiteren Kommunikationsmöglichkeiten mit BT 4.0, DLNA und NFC: Der Akku ist 2000mAh groß.

Display

HUAWEI Ascend P7 mini im Test (1)Mit einer Displaydiagonalen von 4.5 Zoll und einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln rangiert das Ascend P7 mini im Mittelfeld. Die daraus resultierende Pixeldichte von 245 Pixel pro Zoll ist für diese Geräteklasse noch ausreichend. Andere Hersteller wie Samsung, HTC und Sony zeigen aber auch das hier mehr geht. Diese Unternehmen verbauen in ihren Mini-Devices höher auflösende Displays, was vor allem beim Betrachten bei Text zugute kommt.

Die Darstellung von Inhalten ist aber keineswegs schlecht, kommt aber nicht ganz an das Ascend P7 heran. Die Blickwinkel sind vor allem im vertikalen Bereich sehr gut, im horizontalen Bereich werden sie etwas schwächer.
Leider gibt es in den Quicksettings keinen stufenlosen Regler für die Helligkeit, so dass nur zwischen Automatik, Minium, Mittel und Maximum gewählt werden kann. Unter der maximalen Einstellung ist das Ascend P7 mini ausreichend hell und kann auch unter Sonne noch abgelesen werden. Die Weißwerte sind Huawei-typisch gut bis sehr gut.

Kommen wir nochmal ganz kurz auf die Schärfe zu sprechen. Wie gesagt, bei einer normalen Nutzung ist die geringe Pixeldichte kein Problem. Solltet ihr allerdings viel Text auf dem Smartphone konsumieren, so sind einzelne Pixel erkennbar und trüben nach kurzer Zeit den Lesespass. Hier würde ich zu anderen Smartphones tendieren.

Die Buttons des P7 mini sind unterhalb des Displays angeordnet, kapazitiv und nehmen dementsprechend keinen Platz auf dem Display* in Anspruch wodurch die vollen 4.5 Zoll immer dargestellt werden. Die seitlich Betrachtung des Displays geht in Ordnung und kann als gut bezeichnet werden.

Kamera

Auf der Frontseite finden wir im oberen Bereich die erbauten Sensoren, eine Benachrichtigungs-LED und eine 5MP Frontkamera. Diese ist bereits aus dem Ascend P6 bekannt und liefert sehr gute Selfies. Neben normalen Selfies können auch welche mit Effekten und im Verschönerungsmodus aufgenommen werden. Im Effektmodus wird ein Filter wie „Vintage“ oder „Alter Film“ auf das Foto angewendet und direkt beim Auslösen angewandt. Der Verschönerungsmodus ist im Grunde genommen nur ein Weichzeichner, der die Konturen des Gesichtes verwischt und so einige Falten ausbügelt. Bis zur Hälfte der Einstellung sieht es noch ganz gut aus, im Maximalwert wirkt es zu künstlich.

HUAWEI Ascend P7 mini im Test (7)

Die Hauptkamera auf der Rückseite hat eine Auflösung von 8 Megapixeln und besitzt einen rückseitig belichteten BSI-Bildsensor. Damit ist die Hautpkamera ordentlich bestückt und kann vor allem unter normalen Lichtbedingunge überzeugen. Selbst bei Dämmerung und künstlichem Licht waren die Bilder noch in Ordnung und können insgesamt als gut bezeichnet werden. Die Auslöseverzögerung der Kamera liegt ungefähr bei 1.5 Sekunden.

Eine Besonderheit stellt die Verwendung der Lautstärketasten als dedizierten Auslöser dar. Über einmaliges Drücken wird ein einzelnes Bild gerfertigt, über das Gedrückhalten wird die Serienbildfunktion aktiviert. Videos können in FullHD gefertigt werden, ein HDR-Modus für Videos steht leider nicht zur Verfügung. Die Kameraanwendung an sich ist relativ simpel aufgebaut und schnell zu verstehen. Auf überflüssigen Spielereien wird verzichtet, so dass das einfache Fertigen von Bildern im Vordergrund steht. Möchte der Nutzer jedoch mehr ins Detail gehen so wird man schnell in seine Schranken verwiesen.

Testbilder der Hauptkamera

Ascend P7 mini Testbild (2)

Nahaufnahme Ascend P7 mini HDR

HDR

Software

Bei Auslieferung kommt beim Ascend P7 mini Android 4.3 Jelly Bean zum Einsatz, das mit der Emotion UI Lite Oberfläche überzogen wurde. Damit steht dem P7 mini zwar nicht die neuste Android-Firmware zur Verfügung, dennoch wirkt alles wie gewohnt und ist erfreulicherweise flüssig. Teilweise war ich sogar der Meinung, dass die Oberfläche flüssiger als auf dem Ascend P7 läuft. Entgegen anderen Android-Herstellern wird auf einen Appdrawer verzichtet, so dass Applikationen nach der Installation direkt auf den Homescreens abgelegt werden.

Von diesen müssen sie dann auch wieder gelöscht werden. Sofern ihr unzählige Apps besitzt, hilft hier nur die Organisation mitttels Ordnern, womit der Nutzer den Überblick behält. Das Anlegen von Ordnern stellt über die Drag & Drop Funktion kein großes Problem dar, Ordner können im Anschluss nach Belieben umbenannt werden.

Homescreens, die zentrale Schnittstelle für alle Anwendungen

Man merkt dem Gerät an, dass kein hochgezüchteter Quad-Core zum Einsatz kommt, da es beim Multitasking zu ganz leichten Verzögerungen kommt. Insgesamt war die Oberfläche aber flüssig und Apps öffneten ohne große Verzögerung, für diese Preisklasse absolut zufriedenstellend. Durch das längere Drücken des Screen lassen sich nicht nur Widgets platzieren, auch Änderungen der Übergangeffekte und des Hintergrundbildes sind hier möglich.

HUAWEI Ascend P7 mini im Test (6)Über das Herunterziehen der Benachrichtigungsleiste könnt ihr zum einen einen Blick auf die eingehenden Benachrichtigungen werfen, zum anderen aber auch die Schnelleinstellungen öffnen.Wie auch bei anderen Herstellern kommt die typische Quick-Settingsleiste zum Einsatz über die direkt Einstellungen vorgenommen werden können.

In Sachen Sicherheit könnt ihr euch im Bencharichtiugnsmanager nach Belieben austoben. Hier könnt ihr unter anderem festlegen welche Applikationen Push-Nachrichten senden oder welche Anwendungen auf persönliche Daten wie Kontakte, Nachrichten oder Anrufprotokolle zugreifen dürfen. Im Bereich des Energiemanagments werdet ihr regelmäßig mit Nachrichten konfrontiert, die euch mitteilen, dass bestimmte Anwendungen im Hintergrund Strom verbrauchen und so die Batterielaufzeit verkürzen. Hilfreich auf jeden Fall, teilweise aber auch etwas nervig.

Im weiteren ist die Galerie und Musikanwendung der des Ascend P6 gleich, so dass hier Bilder oder Musiktitel nach verschiedenen Kategorien oder chronologisch angezeigt werden können.

Performance & Akkulaufzeit

Die Performance des Huawei Ascend P7 mini kann durchweg als gut bezeichnet werden. In den einschlägigen Benchmarks ist das Gerät zwar nur im Mittelfeld angesiedelt, dennoch läuft alles im Großen und Ganzen zur Zufriedenheit des Kunden. Nicht umsonst kommt der hier verwendete Quad-Core von Snapdragon auch in vielen Smartphones weiterer Hersteller zum Einsatz. Spiele wie Real Racing 3 oder auch Asphalt 8 konnten ohne Probleme gespielt werden.

Hinsichtlich der Akkulaufzeit war ich wirklich positiv überrascht. 2000mAh sind mit jetzigem Stand nicht mehr im Spitzenbereich angesiedelt, dennoch war es mit dem Smartphone möglich locker durch einen kompletten Tag zu kommen.

Hier spielen wiederum das gute Energiemanagment des Snapdragon 400, die Auflösung und die Software des P7 mini der Akkulaufzeit in die Karten. Während eines  Tages wurden stündlich zwei Emailkonten synchronisiert, auf Facebook und Twitter zugegriffen und rund 1 Stunden telefoniert.
Wer also mit dem Ascend P7 mini unterwegs ist, muss nicht unbedingt immer einen Akkupack mit sich schleppen und darf sich sicher sein die meisten Anwendungen ohne Einbußen bewerkstelligen zu können.

HUAWEI Ascend P7 mini im Test (2)

Sound & Empfang

Den Empfang würde ich beim Ascend P7 mini als guten Durchschnitt bezeichnen. Wie bei den meisten Smartphones auch war der Gesprächspartner gut zu verstehen, wobei das ein oder andere Mal ein leichtes Rauschen einkehrte.

Der Lautsprecher besitzt seine Stärken eindeutig bei den Höhen, die mittleren und tiefen Töne kommen hier etwas zu kurz. Befindet sich der Nutzer in geräuscharmer Umgebung ist die Maximallautstärke des Lautsprechers noch in Ordnung, zum richtigen Filme schauen oder Musik-hören mit Freunden ist er etwas zu leise.

Fazit

Das Ascend P7 mini kann unter Strich durchweg überzeugen. Es hat zwar nicht den Anspruch in der Oberklasse zu spielen, dennoch funktionierte alles zur Zufriedenheit. Positiv sind die Akkulaufzeit von einem Nutzungstag, die subjektive Performance und die Kameraqualitäten zu nennen. Die Oberfläche ist Huawei-typisch einfach gehalten, alles ist auf Homescreens angeordnet, kann sortiert und auch wieder entfernt werden.

Zudem sind die Abmessungen und das Gewicht in einem hervorragenden Bereich.

Etwas schwach auf der Brust ist das Display was lediglich mit 940 x 560 Pixeln auflöst und damit unterhalb des durch Apple eingeführten Retina Standard bleibt. Die Helligkeit weiß zwar noch im Außenbereich zu überzeugen, die Schärfe des Displays ist jedoch zu gering.

Zu einem Preis von ca. 250 Euro kann ich den kleinen 4.5 Zoller durchaus weiterempfehlen, da Geräte in dieser Preisklasse nicht immer mit LTE Cat4 oder einem microSD Kartenslot ausgestattet sind.

Galerie

HUAWEI Ascend P7 mini im Test (5) HUAWEI Ascend P7 mini im Test (4) HUAWEI Ascend P7 mini im Test (3)



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