Moto X (2014) mit Android 5.0 und Bambusrückseite im Test




Einführung

Das Motorola Moto X aus dem Jahr 2014, also die zweite Generation, ist seit geraumer Zeit ein Bestseller. Zeit also, um auch mal einen Blick auf das Moto-Smartphone zu werfen. Perry hat sich das Teil geschnappt und das Moto X mit Bambusrückseite betrachtet. Mal schauen was sie zu sagen hat, in knapp 10 Minuten teilt sie uns ihren Eindruck mit.

Viel Spass!

An dieser Stelle vielen Dank an notebooksbilliger.de für die Bereitstellung des Smartphones.

Lieferumfang

  • Motorola Moto X (2014)
  • Netzstecker mit doppeltem USB-Anschluss
  • USB-Ladekabel
  • Anleitung
  • PIN für nanoSIM

Technische Daten

  • Display*: 5.2 Zoll AMOLED-Display* mit 1920 x 1080 Pixeln (= 424ppi)
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 801 mit 2.5GHz | Adreno 330 GPU
  • Arbeitsspeicher: 2GB
  • Interner Speicher: 16GB/32GB
  • Betriebssystem: Android 5.0 Lollipop*
  • Kamera: 13 Megapixel Hauptkamera mit Ring-LED | 2 Megapixel Frontkamera
  • Mobilfunknetze: UMTS, HSDPA, LTE
  • Konnektivität: 802.11 a/b/g/n/ac , Bluetooth 4.0 LE,, DLNA, NFC
  • Abmessungen: 140.8 x 72.4 x 9.9 Millimeter
  • Gewicht: 144 Gramm
  • Akku: 2300mAh 
  • Farben: verschiedene Ausführungen über den Moto-Maker
  • Preis: ab 499 Euro bei notebooksbilliger.de

Video

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Design & Verarbeitung

Das ist es also, das Moto X 2014. Hierbei handelt es sich um die 2.Generation, denn 2013 erschien die erste Variante dieses Smartphones und wurde zu einem echten Hit! Man konnte und kann sich auch noch heute dank des Moto Makers sein ganz persönliches Smartphone erstellen, zumindest was den Look betrifft und das macht ein Handy ja schon irgendwie zu einem Unikat. In unserem Fall haben wir ich hier eine Variante mit echter Bambusrückseite. Ja richtig, echter Bambus und das ist wirklich etwas besonderes.

Nicht besonders dünn, aber dennoch ein Handschmeichler

Irgendwie fühlt es sich an, als würde man einen Baum streicheln. Dem Grip kommt das allerdings nicht ganz entgegen, denn wenn man nicht vorsichtig genug ist, rutscht das Moto X schon mal ganz gerne aus der Hand. Wenn man mal die Form anschaut, merkt man aber dass das Gerät im Verhältnis zu anderen, aktuellen Smartphones nicht wirklich dünn ist. Ich weiss zwar nicht wie, aber Motorola hat es trotzdem geschafft, dass es sich richtig dünn anfühlt und nicht nur dünn, sondern auch extrem schön und trotzdem kurvig,

 

Moto-X-(2014)-Rückseite

Ihr merkt schon es fällt mir nicht ganz so einfach das Handling des Moto X zu beschreiben, weil es auch irgendwie ungewohnt ist. So gut es sich auch in der Hand anfühlen mag, ist das auf einem Tisch ganz anders. Das Moto X ist ein richtiger „Zappel-Philipp„. Es ist echt nicht möglich, dass es einfach auf dem Tisch liegt ohne zu wackeln und wenn man versehentlich gegen eine Ecke kommt geht das Gezappel wieder von vorne los.

Im Gegensatz dazu, wenn es auf dem Display* liegt, wobei es dann nicht direkt auf dem Display liegt, sondern auf dem Grill der Hörmuschel und dem des Lautsprechers, da diese ein wenig herausragen, was durchaus positiv anzumerken ist, da man so Kratzer im Display vermeiden kann. Was mir persöhnlich immer aufs neue Spaß gemacht hat, ist das Moto X vom Tisch aufzuheben. Durch diese schöne Rundung klappt das einwandfrei.

Nichtsdestotrotz sind die Materialien die Motorola beim Moto X verwendet hat wirklich gut. Nicht nur Glas und Plastik, nein auch Holz und vor allem Metall wurden verarbeitet. Zum Beispiel ist der Lautsprecher und die Hörmuschel aus Metall und das setzt einen richtig schicken Akzent, aber auch Elemente wie der Rahmen und die Knöpfe, die sich nebenbei erwähnt richtig gut drücken lassen, sind hier aus Metall. Verarbeitungstechnisch hat Motorola also richtig gute Arbeit geleistet !

Display

Moto-X-(2014)-Display

Das Moto X (2014) hat ein 5,2 Zoll 1080p FullHD-Display. Das Display ist somit 22% größer als beim Vorgänger und das ist deutlich zu spüren, da es mir zum Beispiel schwer gefallen ist, das Moto X mit einer Hand zu bedienen. Die Auflösung klingt auf den ersten Blick eigentlich richtig gut. Schaut man sich jetzt aber mal zum Beispiel den Weißwert an, sieht man einen klaren Gelb/Grün Stich.

Aber auch die Blickwinkel überzeugen mich nicht wirklich. Kippt man das Moto X nach vorne oder hinten, erscheint so ein Grüner Schatten und irgendwann sieht man leider nichts mehr vom Display. Auch die Farben sind meiner Meinung nach ein wenig übersättigt, aber das ist Geschmackssache, könnte allerdings auch an der Verwendung des AMOLED-Screens liegen.

Wer aber sowieso nicht ganz so extrem auf die Qualität des Displays acht gibt, wird nicht zwangshaft unzufrieden werden.

Kamera

Über die Kamera möchte ich eigentlich gar nicht sprechen, da ich ehrlich gesagt schon etwas enttäuscht wurde. Erstmal zur Frontkamera. Die ist mit 2 Megapixeln am Start und kann in 1080p Videos aufnehmen, was ja erstmal gar nicht so übel ist. Wenn man aber dann die ersten Bilder schießt merkt man, dass die Bilder relativ dunkel sind oder verrauscht. Bei Tageslicht entstehen da schon bessere Bilder. Also nicht wirklich brauchbar wenn es mal dunkel wird, aber so soll es ja eigentlich nicht sein.

Aber weiter zur 13 Megapixel Rückkamera. Bei nicht so viel Licht ist die zwar besser als die Frontkamera, aber trotzdem nicht sagenhaft.

Bei normalen Lichtverhältnissen können mit sehr viel Können brauchbare Fotos entstehen, aber die Betonung liegt auf „mit sehr viel Können“ und das sehe ich als Problem. Man möchte sein Handy aus der Tasche ziehen und schnell mal ein Foto knipsen, welches schön ist und definitiv brauchbar sein sollte , ist eigentlich kaum möglich. Es gehört sehr viel Übung dazu .Trotzdem ist es kein Ding der Unmöglichkeit gute Fotos zu zaubern. Wer aber zum Beispiel an die iPhone Kamera gewöhnt ist, muss sich definitiv umstellen.

Moto-X-(2014)-kamera

Der Autofokus vom Moto X ist dazu nicht wirklich eine Bereicherung, da empfiehlt es sich in den Einstellungen den manuellen Fokus einzustellen, der aber auch nicht viel mehr aus der Kamera rauskitzeln kann.Spaß macht es mir also nicht mit dem Moto X Fotos zu schießen, aber das kann bei dir ja ganz anders aussehen.

Der Ringblitz ist in seiner Fähigkeit übrigens nicht besser oder schlechter als ein seperat angebrachter Blitz, er sieht einfach nur viel cooler aus. Eine Sache muss ich aber trotzdem erwähnen und dass ist die 4k Video-Aufnahme beim Moto X. Die ist wirklich gut und die Ergebnisse sind definitiv benutzbar und lassen sich auch sehen. Testbilder seht ihr natürlich etwas weiter unten.

Testbilder

Sound

Unterhalb des Displays befindet sich auch schon der Lautsprecher und Halleluja, anscheinend hat HTC ganz gut gezeigt, wie viel besser Lautsprecher sind, die man auf der Vorderseite platziert. Der Sound prallt somit direkt ins Gesicht und versteckt sich nicht irgendwo auf der Rückseite oder unten.

Als ich mir auf dem Moto X (2014) aber mal ein YouTube Video angesehen habe, merkte ich dass der obere der beiden Streifen gar kein Lautsprecher ist, sondern eine Hörmuschel und einzig allein der untere Streifen der Lautsprecher ist und für den Ton sorgt. Der ist aber laut genug und im Vergleich zu anderen Smartphones wirklich richtig gut.

Mehr oder weniger negativ anzumerken ist jedoch, dass wenn man das Gerät quer hält der Ton des Lautsprechers nur von einer Seite kommt, da es sich bei dem anderen Grill ja ausschließlich um die Hörmuschel handelt und das könnte störend sein, muss es aber nicht.

Moto-X-(2014)-lautpsrecher

Performance & Akku

Schaut man sich mal einen Benchmark Test an, in meinem Fall den Antutu Benchmark Test, sieht man direkt wo sich das Moto X zu Hause fühlt undzwar ganz ganz oben bei Flaggschiffen wie zum Beispiel dem Samsung Galaxy Note 4 (Testbericht) und das ist einfach nur atemberaubend !

Betrieben wird das Moto X von einem 2,5GHz Quad-Core Snapdragon 801 Prozessor und einer Adreno 330 GPU. Klingt erst nicht nach 100%iger Bombenleistung, erweist sich aber dann als unfassbar leistungsstark und zweifellos zuverlässig. In täglicher Benutzung habe ich keinerlei Ruckler feststellen können und auch die aktuellsten grafisch-intensiven Spiele packt das Moto X locker. Aber Performance setzt sich bekanntlich nicht nur aus Hardware zusammen, sondern das Zusammenspiel aus Hardware und Software ist entscheidend.

Aber natürlich macht diese Performance wenig Sinn, ohne einen vernünftigen Akku. Motorola hat dem Ganzen einen 2300mAh Akku spendiert. Bei starker Benutzung kam ich nicht mehr als einen Tag, aber Android 5.0 hat die Akkulaufzeit spürbar verbessert, ist aber immer noch nicht spitzenmäßig. Wer also viel am Handy und ständig am Zocken ist, sollte sich dem im Klaren sein, eine Steckdose in Reichweite zu haben.

Positiv ist mir aber aufgefallen, dass der Akku wirklich rasch auflädt. Nach ca. 1,5 Stunden kam ich von 0 auf 100% und das ist echt nicht schlecht.

Software

Mit einem „fast“ Stock Android kommt das Moto X (2014) daher. De Motorola Skin ist definitiv nicht mit sinnlosen Funktionen überladen, sondern bietet wirklich relativ nützliche Funktionen, wie zum Beispiel das Active Display. Das erweist sich als wirklich sinnvoll, denn wenn man eine Wischgeste über dem Display macht, das Gerät aus der Tasche holt und drauf schaut oder es in die Hand nimmt werden einem die Uhrzeit und die aktuellen Notifications angezeigt. Natürlich lässt sich das Gerät von dort aus auch direkt entsperren. Das funktioniert übrigens sehr sparsam, da das ganze weitestgehend Schwarz Weiß gehalten ist und den Akku somit nicht allzustark belastet.

Außerdem hat man auch eine relativ spaßige Sprachsteuerung mit an Bord. Durch einen individuell einstellbaren Namen kann man sein Handy rufen, wenn man es mal nicht findet, Zum Beispiel durch SESAM ÖFFNE DICH, wie ich es getan habe.Dann kann man bisschen mit seinem Handy quatschen, solange es auch wirklich funktioniert. Perfekt und makellos funktioniert das zwar nicht immer , ist aber dennoch irgendwie praktisch. Zum Beispiel wenn man eine Whatsapp.Nachricht verschicken möchte, das Handy aber gerade nicht zur Hand hat.

Achja, wenn man das Moto X in gesperrtem Zustand schüttelt, öffnet sich selbstständig die Kamera App und das ist schon ganz praktisch. Außerdem bekommt man auch relativ zügig die neusten Software Updates. Das Moto X 2014 ist sogar schon mit Android 5.0 Lollipop* ausgerüstet.

Also hat man auch schon die neusten Funktionen wie das neue designierte Multitaksing, das geordnetere Notificationsystem und das unfassbar minimalistische Material Design, welches ein wenig an iOS erinnert. Achja und nicht zu vergessen das unfassbar schwer zu schaffende, aggressionsweckende Flappy Bird,

Unterm Strich

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Moto X der 2. Generation ein sehr schwer zu beurteilendes Smartphone ist, zumindest für mich. Es hat viele positive, aber auch negative Aspekte und ich hoffe, die konnte ich euch in meinem Review näher bringen. Jetzt liegt es bei dir, ob du dir das Moto X kaufen möchtest, oder dich Dinge wie zum Beispiel die Kamera zu sehr stören. Es ist definitiv kein schlechtes Gerät, in einigen Aspekten aber noch ausbaufähig.

Wem es aber zum Beispiel unfassbar wichtig ist mit einem Unikat durch die Gegend zu laufen, für den ist das Moto X geeignet, vorausgesetzt die negativen Aspekte stören nicht zu sehr. Ich denke man sollte das selbst beurteilen.

Also im nächsten Technik Laden einfach mal in die Hand nehmen und testen. Was eine Kaufempfehlung betrifft, kann ich diese nur bedingt aussprechen, da mir persönlich die Kamera in meinem Smartphone sehr wichtig ist und ich mit der im Moto X einfach nicht glücklich werden kann.

Punkte wie das Active Display oder die Performance haben mich aber definitiv überzeugt und wer nicht so viel Wert auf die Kamera, den Lautsprecher oder das Display legt, wird mit dem Moto X vielleicht sogar sein neues Smartphone gefunden haben.

Galerie

 

Vielen Dank für die Teststellung an

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