OnePlus X – das kleine OnePlus im Praxis-Test




Das OnePlus X* war ein Modell aus der Reihe „Wir mußtem dem Tester die Finger brechen, um es wieder zu bekommen„. Dabei wollte erst gar niemand das Gerät testen, denn das kleine OnePlus – das hörte sich nicht sehr spannend an. Das änderte sich allerdings, als wir das Gerät ausgepackt hatten, danach waren Deathmatches zwischen den Redakteuren notwendig um den Tester zu bestimmen.

Invites notwendig – außer Dienstags

OnePlus setzt beim X nach wie vor auf das Invite-System. Bei OnePlus 2 hat man sich bereits davon verabschiedet und es wäre schön, wenn man auch das X dauerhaft ohne Probleme bekäme. Zumindest der Dienstag ist X-Tag, bei dem man die Geräte ohne Invite bestellen kann. Die Preise liegen bei unter 300 Euro:

Daneben kann man die Geräte auch in anderen Shops bereits ohne Invite erwerben.

OnePlus-X-Unboxing-15Design und Material

Im Test überzeugte das OnePlus X bereits auf den ersten Blick (bzw. auf die erste Berührung) durch das Design. Die bisherigen OnePlus Modelle waren auch nicht häßlich und hatten eine eigene Designsprache, richtige Designikonen waren sie aber nicht. Bei OnePlus X ist das anders. Besonders die weiße Version ist ein Hingucker und durch den Einsatz von Metall und Glas fühlt sich das Gerät auch richtig gut und wertig an. Der Rahmen wurde mit Rillen versehen, das sieht nicht nur gut aus, sondern fasst sich auch wirklich gut an.

Niemand, der das Gerät in der Hand hatte, konnte glauben, dass es diese Modelle für um die 250 Euro gibt. Auch die Verarbeitung der Buttons und des Gehäuses an sich ist sehr gut, das an den Kanten leicht abgerundete Display* verstärkt den wirklich hochwertigen Eindruck noch. Es gibt zwar kein Seitendisplay wie beim Galaxy S6* edge (und wohl auch beim S7 edge) aber der Effekt ist ähnlich (und fühlt sich gut an)

Etwas kritikwürdig ist die beigelegte Plastik-Hülle. Das Smartcase schützt natürlich das Gerät, umgibt das Metall aber auch mit Plastik – das ist an sich Verschwendung. Besser investiert ist das Geld in eine Schutzfolie für den Bildschirm. Dieser ist relativ schnell mit Fingerabdrücken übersäht.

Dazu ist das Gerät sehr glatt. Bei Unachtsamkeiten gleitet es sehr schnell über die Tischkante. Das Case erhöht an der Stelle den Reibungskoeffizienten deutlich – ist also wohl doch keine so schlechte Idee.

Die Leistung des OnePlus X

Im Inneren werkelt ein 801 Snapdragon Prozessor und damit einen Chip, der nur auf vier Kerne zurück greifen kann und an sich auch schon etwa 2 Jahre alt ist. Leistungsmäßig sollte man daher keine Wunder erwarten, aber das Gerät macht trotzdem einen guten Job und die 3GB RAM sorgen auch dafür, dass es im normalen Einsatz kaum Kritikpunkte gibt.

Die Benchmark Werte sehen sogar recht gut aus:

  • Geekbench 3 (Single-Core): 912 Punkte (HTC One A9: 746 Punkte)
  • Geekbench 3 (Multi-Core): 2559 Punkte (HTC One A9: 3986 Punkte)
  • Antutu: 48.124 Punkte (HTC One A9: 40639 Punkte)

Im Vergleich macht das OnePlus X in der Gegenüberstellung mit dem deutlich teureren HTC One A9 eine gute Figur.

Die Kamera im OnePlus X

foto-vergleich-oneplusx

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Ich bin kein großer Fotograf mit dem Handy und daher ist für mich die Bildqualität bei Geräten eher zweitrangig. Im Vergleich kommt die Kamera des OnePlus X (13MP) bei Beleuchtung gut zurecht, hat aber Schwächen wenn es um Bilder bei geringere Helligkeit geht. Der HDR Modus arbeitet auch zufriedenstellend.

Eine Profikamera bekommt man damit im X nicht, aber für den normalen Gebrauch dürften sich nur wenige Probleme ergeben.

Manko: technische Ausstattung

Bei allen genannten Vorteilen und Vorzügen des OnePlus X: Es fehlt doch einiges, was man von Top-Smartphones mittlerweile gewohnt ist:

Das sind alles Punkte, die man derzeit von Handys ab einer gewissen Preisklasse (in unterschiedlichen Kombinationen) erwarten darf. Bei OnePlus X hat man darauf verzichtet, wohl auch um den Preis niedrig halten zu können.

Das Handy unterstützt zwei Simkarte (Dual-Sim) allerdings müssen es zwei Nano-Simkarten sein. Auf dem Einschub wäre an sich auch Platz für eine Nano- und Microsimkarte gewesen. Diese Kombination wäre wohl flexibler, weil man mit dem aktuellen Einschub auf jeden Fall eine Nano-Simkarte braucht.

Fazit

OnePlus hat mit dem OnePlus X eine neue Version des Flaggschiff-Killers auf den Markt gebracht. Man greift iPhone und Co. nicht mehr allein mit Technik und Kampfpreisen an, sondern legt in Sache Design und Aussehen vor. Das könnte auf dem Markt durchaus ein Erfolg werden, denn nur wenige Nutzer wissen um die Unterschiede von Snapdragon 806, 810 und 820 Prozessoren, man merkt aber auch ohne technischen Vorkenntnisse sehr genau, wenn sich ein Smartphone gut anfühlt und es gut aussieht.

Sehr deutlich sieht man die Unterschiede im Vergleich mit anderen Modellen aus diesem Preisbereich. Das Commodore PET beispielsweise liegt preislich im gleichen Bereich und bietet ähnliche Technik. Allerdings ist das PET ein reiner Plastikbomber mit Kunststoffanmutung. Im Vergleich schätzen Nutzer das OnePlus X daher auch etwa 200 bis 300 Euro teurer ein als das Commodore.

Das OnePlus X könnte also der Konkurrenz wirklich weh tun – es wird spannend zu sehen, wie sich die Verkäufe entwickeln werden.

Das Oneplus X im Video



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