Erfahrungsbericht: Samsung Galaxy S5 mini

Klein, ausdauernd und nah am großen Bruder




Einführung

Samsung hat vor einigen Wochen das Galaxy S5 mini offiziell vorgestellt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt war es bei den Mini-Ablegern allerdings so, dass lediglich Name „Galaxy S“ Pate stand und die verbaute Hardware eher untere Mittelklasse war. In der neusten Auflage spendiert Samsung seinem Mini-Flaggschiff jedoch zahlreiche Features aus dem Galaxy S5, unter anderem den Herzfrequenzmesser, einen Fingerabdruckscanner und den Ultra-Energiesparmodus.

Ob damit einkehrend das Samsung Galaxy S5 mini den Namen „Mini-Flaggschiff“ auch redlich verdient hat, das lest ihr in den nächsten Zeilen. An dieser Stelle danken wir notebooksbilliger.de für das Testgerät!

Lieferumfang

  • Samsung Galaxy S5 mini
  • microUSB-Kabel (USB 2.0)
  • Netzadapter für USB
  • Kopfhörer
  • 2100mAh Akku
  • Anleitung, Garantiekarte

Technische Daten

  • Display*: 4,5-Zoll Super AMOLED Display* mit 720p-Auflösung (1280 x 720px)
  • Prozessor: Samsung Exynos 3470 Quad-Core mit 1.4GHz
  • Arbeitsspeicher: 1.5 GB
  • Interner Speicher: 16GB (kann per microSD-Karte um 64 GB erweitert werden)
  • Betriebssystem: Android 4.4 KitKat mit TouchWiz UI
  • Kamera: 8 Megapixel Hauptkamera | 2,1 Megapixel Frontkamera
  • Verbindungen: LTE, HSPA+, UMTS, 802.11a/b/g/n 2,4 + 5 GHz Wi-Fi, Bluetooth 4.0, NFC
  • Abmessungen: 131,1 x 64,8 x 9,1 Millimeter
  • Gewicht: 120 Gramm
  • Akku: 2100mAh
  • Preis: ca. 354 Euro bei notebooksbilliger.de

Video Review

Design & Ausstattung

Bei einem ersten Blick auf das Samsung Galaxy S5 mini erkennt man sofort die Verwandschaft zum Samsung Galaxy S5. Wir haben ein identisches Backcover, das gleiche Seitenliniendesign und auch auf der Vorderseite eine identische Anordnung von Buttons, Sensoren und der Benachrichtigungs-LED. Die Tasten an den Seiten wurden aus Metall gefertigt und haben eine sehr gute Haptik und gute Druckpunkte. Bei den technischen Daten muss der Kunde allerdings ein paar Abstriche hinnehmen, was vor allem beim Display*, dem Prozessor und der Kamera deutlich wird.

Sony geht bei seinen „Mini-Ablegern“ einen anderen Weg und verbaut dort ebenfalls Highend-Hardware, lediglich mit kleinen Abstrichen im Bereich des Displays. So ist die neuste Generation – das Sony Xperia Z3 compact – mti dem gleichen Prozessor wie der große Bruder ausgestattet und auf der Rückseite wurde eine 20.7MP-Kamera verbaut.

Zum Flaggschiff fehlt der letzte Schliff

Das Display löst in diesem Fall nur mit 720p auf, also mit 1280 x 720 Pixeln bei einer Displaydiagonalen von 4.5 Zoll. Nichtsdestotrotz wird hier eine Pixeldichte von 326 Pixel pro Zoll erreicht was exakt dem durch Apple definierten Retina Standard entspricht. Für unseren Geschmack waren die Farben des Displays in seiner Ausgangskonfiguration etwas zu kräftig, was jedoch in den Einstellungen über die Farbtemperatur noch etwas korrigiert werden kann. Auch bei der Helligkeit gibt es kleine Abstriche, da das Display besonders unter direkter Sonneneinstrahlung nicht immer ablesbar ist. Die Blickwinkel sind jedoch ok, so dass auch bei seitlicher Betrachtung der meiste Content noch gut erfasst werden kann.

Geschützt wird das Display durch Gorilla Glass 3 von Corning, also einem sehr widerstandsfähigem Glas. Galaxy S5 mini Test (2) Beim Prozessor greift Samsung auf ein Eigengewächs zurück. Während das Galaxy S5 durch einen QUALCOMM Quad-Core angetrieben wird, kommt hier der Exynos 3470 mit 1,4GHz pro Kern zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen Quad-Core Prozessor, der in seinen Arbeiten durch eine Mali-400 Grafikeinheit und 1,5 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Für den alltäglichen Gebrauch ist das absolut ausreichend, da alle Anwendungen und Spiele ohne Probleme zum Laufen gebracht werden können. Allerdings merkt man auch beim S5 mini, dass die Oberfläche an einigen Ecken ruckelt was durch Samsung mittels Updates behoben werden sollte.

Bei einem Rundgang um das Gerät finden wir auf der rechten Seite den Ein- und Ausschalter, auf der linken Seite die Lautstärkewippe und im unteren Bereich den microUSB 2.0 Anschluss. Obwohl dieser Anschluss offen ist, wurde auch das S5 mini nach IP67 zertifiziert was eine Wasserdichtigkeit von bis zu 30 Minuten bei einer Tiefe von 1 Meter entspricht. Weiterhin ist das Gehuse staubgeschützt. Im Kopf des Gerätes finden wir noch einen Infrarot-Blaster zum Steuern von TV Gerätem, Setttop Boxen und ähnlichem.

Mit einem Gewicht von 120 Gramm und einer Dicke von 9,1mm ist das Galaxy S5 mini absolut handlich und kann problemlos verstaut werden. Nach all den vergangenen 5-Zoll Geräten wirkt das S5 mini geradzu winzig. Durch die Kompaktheit kann das Display mit dem Daumen problemlos in allen Ecken erreicht werden und liegt sehr gut in der Hand.

Das Galaxy S5 mini wird unter anderem in den Farben Schwarz, Weiß, Gold und Blau angeboten und ist bei Auslieferung mit 16GB internem Speicher versehen. Dieser kann zudem durch eine microSD Karte aufgestockt werden. Preislich bewegen wir uns momentan in einem Rahmen von 370 Euro, Stand September 2014.

Kamera

Auf der Rückseite finden wir unter anderem eine Kamera mit 8-Megapixel Auflösung, eine Blitzlicht LED und den aus dem Galaxy S5 bekannten Herzfrequenzmesser. Letztgenannter bietet einen guten Anhaltspunkt für eure momentane Herzfrequenz, ist allerdings nicht medizinisch korrekt.

Die Kamera des Galaxy S5 mini konnte vor allem bei Tageslicht überzeugen, da hier die Bilder absolut in Ordnung waren. Wer Schnappschüsse machen möchte und eher zu den Gelegenheitsknipsern gehört, der findet hier ein gutes Stück Technik. Bei schlechtem Licht kommt allerdings sehr schnell Bildrauschen hinzu, was das Foto körniger macht. Hier ist vor allem zu den Highend-Smartphones ein deutlicher Unterschied zu sehen. Videos können mit maximal FullHD aufgenommen werden, was unserer Ansicht zum Zeitpunkt des Testberichtes absolut ausreichend ist.

Die Kameraanwendung bietet verschiedene Modi, um so gezielt auf verschiedene Situation gewappnet zu sein. Geht man allerdings tiefer in die Einstellungen wird man zu Beginn von zu vielen Möglichkeiten erschlagen. Hier müsste Samsung nachbessern und die Oberfläche schlichter gestalten. collage-s5-mini Eine Besonderheit ist auch beim Galaxy S5 mini der Fingerabdruckscanner, der im physischen Homebutton untergebracht wurde. Wie auch beim Galaxy S5 muss mit dem Finger über den Scanner gestrichen werden, was unserer Meinung immer noch nicht perfekt funktioniert. Die Fehlerquoten sind zwar nicht ganz so hoch wie beim S5, doch kommt es immer noch zu Fehleingaben. Mit diesem Scanner lässt sich nicht nur euer Gerät entsperren, auch wird es möglich sein unter anderem PayPal Zahlungen vornehmen zu können.

Aufgrund der Positionierung des Scanners und der Funktionsweise, muss das Display zuerst aktiviert werden, um dann mit dem Finger über den Scanner streichen zu können. Apple TouchID arbeitet dahingehend wesentlich besser.

Vergleich – Galaxy S5 mini vs Galaxy S5

Performance, Akku & Software

Bei Auslieferung kommt Android 4.4 KitKat zum Einsatz, also die letzte KitKat-Iteration von Google. Aufgrund der Aktualität wird auch das S5 mini mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Update auf Android L bekommen. Samsung bügelt auch hier die TouchWIZ UI über Android KitKat was – wie eingangs erwähnt – der Performance nicht immer gut tut. Besonders nach dem Wechsel von speicherintensiveen Anwendungen auf den Homescreen sind Mikroruckler an der Tagesordnung.

Ansonsten ist alles wie bekannt. Wir haben verschiedene Homescreens, die sich mit Apps, Widgets oder Ordnern füllen lassen. Zudem gibt es einen Appdrawer über den man alle zur Verfügung stehenden Apps oder Widgets einsehen kann. Die Anordnung der Icons lässt sich dabei ändern, ferner ist es möglich hierüber Desinstallationen vorzunehmen. Hinsichtlich der weiteren Funktionen gibt es nichts grundlegend neues. Über die Einstellungen lässt sich der Fingerabdruck einlesen, über die S Health-Anwendung ist es möglich es Ernährungsprotokoll zu führen, seine Schritte zu tracken und den Puls zu messen.

Akkuhuhuuuuu

Mit einer Akkulaufzeit von 1 – 1,5 Tagen konnten wir absolut zufrieden sein, da der Akku nur eine Nennkapazität von 2100mAh besitzt. Bedeutet, ihr könnt euer Smartphone morgens von der Steckdose nehmen und habt am Abend immer noch ausreichend Ressourcen zur Verfügung. Das Galaxy S5 mini wurde dabei von uns normal genutzt, das heißt einige Spiele gezockt, ab und zu bei Facebook vorbeigeschaut bzw. Emails stündlich synchronisiert. Wem dann doch irgendwann mal die Puste ausegehen sollte der kann in den Ultra-Energiesparmodus wechseln, der es erlaubt das Smartphone ein paar Tage länger zu betreiben, allerdings mit eingeschränkten Funktionen.

Alles in allem hat uns das Galaxy S5 mini gut gefallen, da es keinen großen Rückstand mehr zum Galaxy S5 besitzt. Fotos sind meist in Ordnung, die Akkulaufzeit ist gut und auch das Display kann nach einer Fartemperaturanpassung in den meisten Bereichen überzeugen. Lediglich die überladene Software und Mikroruckler trübten das ansonsten gute Gerät, das ist aber bei vielen Samsung-Smartphones der Fall.

Dennoch ist auch dieses Galaxy S mini kein wirkliches Flaggschiff, da noch etwas Luft nach oben ist (siehe Sony). Stellt man den Preis, die Funktionen und vor allem deren Nutzen in Verhältnis mit der Konkurrenz, so ist das Paket im Ganzen aber in Ordnung.

Galerie

Galaxy S5 mini Test (1) Galaxy S5 mini Test (2) Galaxy S5 mini Test (3) Galaxy S5 mini Test (4) Galaxy S5 mini Test (5) Galaxy S5 mini Test (6) Galaxy S5 mini Test (7) Galaxy S5 mini Test (8)

Vielen Dank für die Teststellung an

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