Review: Sony Smartwatch 3 im Alltagstest




Soooo, liebe Freunde unserer Testberichte. Heute werfen wir in diesem Testbericht einen ausführlichen Blick auf die Sony Smartwatch 3. DIe bereits zur IFA 2014 vorgestellte Smartwatch ist nicht nur mit einem GPS-Modul ausgestattet, sie besitzt auch eine erhöhte IP-Zertifizierung, um so auf unbestimmte Zeit gegen Wasser resistent zu sein.

Ob sich die Anschaffung der rund 214 Euro teuren Smartwatch mit Android Wear* lohnt, das seht und lest ihr in den nächsten Minuten.

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Lieferumfang

  • Sony Smartwatch 3
  • microUSB 2.0 Anschlusskabel
  • Kurzanleitung

Technische Daten

  • Display*: 1.6 Zoll LCD-Display* mit 320 x 320 Pixel (transreflektives Display*)
  • Prozessor: ARM Quad-Core mit 1.2GHz
  • Arbeitsspeicher: 512MB RAM
  • Interner Speicher: 4GB
  • Betriebssystem: Android Wear* 5.0.1
  • Verbindungen: Bluetooth 4.0, NFC, GPS
  • Besonderheit: IP68-zertifiziert
  • Sensoren: Beschleunigungssensor, Umgebungslichtsensor, Gyroskop, Kompass
  • Gewicht: 45 Gramm
  • Akku: 420mAh
  • Farben: Schwarz, Gelb, Weiß, Edelstahl
  • Preis: ab 214 Euro bei notebooksbilliger.de

Video

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Design, Verarbeitung & Ausstattung

Neben einer Samsung Gear S, LG G Watch R oder Asus ZenWatch merkt der Kunde sofort, dass Sony mit der Smartwatch 3 ein etwas anderes Publikum ansprechen möchte. Die Uhr ist sportlich designt, besitzt ein mattes Gummiarmband und gehört für mich zu den schönsten Uhren aus dem Bereich “Android Wear* und sportlich ausgerichtet”.

Die Uhr wird auf der deutschen Sony Seite und einschlägigen Onlineshops in drei verschiedenen Ausführungen angeboten, zum einem mit dem hier gezeigten schwarzen Armband, dann noch in Gelb und seit neustem auch mit Edelstahlarmband. Preislich können je nach Shop die Angebote etwas variieren.

Solltet ihr zudem ein anderes Armband verwenden wollen, so lässt sich das Display mit der Recheneinheit ganz einfach aus dem Armband herausklipsen und gegen ein andres tauschen. Nachteil hier, es sind nur Armbänder von Sony verwendbar und zumindest die Gummiarmbänder sind extrem staubanfällig (siehe Bilder). Die Preise der Armbänder beginnen bei 25 Euro pro Stück.

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Das Gehäuse ist nach IP68 zertifiziert und bietet somit einen Schutz gegen das Eindringen von Wasser auf unbestimmte Zeit. Bedeutet, ihr könntet euch tagelang mit dieser Uhr in die Wanne legen ohne dass etwas passiert. Dabei solltet ihr allerdings penibelst darauf achten, dass die Gummidichtung des microUSB-Anschluss auf der Unterseite der Uhr verschlossen ist, ansonsten kommt es hierdurch zu einem Wasserschaden.

Über diesen Port wird übrigens die Uhr geladen, microUSB an die Uhr, Gegenstück an das Notebook, fertig. Passend dazu legt Sony ein Kabel dem Lieferumfang bei, für unseren Geschmack mit rund 12cm allerdings zu kurz.

Weiterhin finden wir auf der rechten Seite den Ein und Ausschalter und auf der Oberseite des Display ein Mikrofon und Helligkeitssensor.

Display

Wo wir schon beim Display sind, dieses beitzt eine Diagonale von 1.6 Zoll und ist ausreichend groß um Benachrichtigungen erhalten zu können. Die Auflösung liegt bei 320 x 320 Pixel, das ist ein recht guter Wert.

Nicht ganz so gut empfand ich allerdings die Farbwiedergabe des LCD-Display. Mir waren die Farben etwas zu verwaschen und im direkten Vergleich mit einem P-OLED oder AMOLED Display wird dies am deutlichsten.

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Sehr genial ist allerdings die Integration eines Helligkeitssensor. Während bei ersten Uhren, wie der LG G Watch, die Helligkeit immer noch manuell über die Settings gewechselt werden musste, stellt sich die Helligkeit des Displays je nach Umgebung selbst ein. Dadurch entfällt auch er mit Android Wear 5.01. eingeführte Sonnenlichtmodus in den Einstellungen. Das Display regelt also alles eigenständig.

Weiterhin ist der Screen der Sony Smartwatch 3 transreflektiv und benötigt keine aktive Hintergrundbeleuchtung, um die Uhrzeit ablesen zu können. Das spart nicht nur Energie, das Display kann auch bei direkter Sonneneinstrahlung abgelesen werden.

Funktionen

Zum Testzeitpunkt kam Android Wear 5.0.1 (neue Funktionen von AW 5.01.1 im Video) zum Einsatz und wer einmal eine Smartwatch mit Android Wear in den Händen hatte, wird sich auch hier sofort zurecht finden.

Über eine Wisch von oben nach unten gelangt man zu Quicksettings über die man 1. das Datum und den Akkustatus sehen, sowie die Uhr in den Lautlos-Modus versetzen kann. Über einen Wisch nach links findet man 2. den Kinomodus, der die Uhr komplett abdunkelt und auch eingehende Benachrichtigungen blockiert, um so ungestört zu sein und 3. die erweiterten Einstellungen.

Hierüber lässt sich unter anderem die Helligkeit regulieren, die GPS-Ortung an oder ausschalten, sowie die Ziffernblätter, oder auch Watchfaces genannt, ändern. Dies funktioniert aber auch komfortabler indem man 1. das Display länger gedrückt hält und mittels Wischgesten sein Watchface auswählt oder noch komfortabler indem die Android Wear App verwendet wird über die die Ziffernblätter verwaltet werden.

Über diese Anwendung kann neuerdings auch der Batteriestatus der Uhr eingesehen bzw. Benachrichtigungen verwaltet werden. Möchtet ihr als keine Nachrichten mehr von GMail bekommen, dann schaltet sie einfach aus.

Je nach Anwendung, die mit Android Wear kompatibel ist, sind unterschiedliche Aktionen durchführbar. So kann es durchaus sein, dass einigen Nachrichten nur in Auszügen lesbar sind, bei andere Diensten kann aber auch direkt geantwortet werden, hier dann natürlich über Sprache. Das Mikrofon dafür ist oberhalb des Displays verbaut.

Es ist aber auch kein Problem die Uhr als Fernbedienung für eure Musikapp zu nutzen. Ob Spotify oder Google Play Music, sobald ein Lied abgessielt wird, könnt ihr die Lautstärke ändern, den Track pausieren oder vor- und zurückskippen.

>>> Dedizierter Android Wear App Store

Über Google Play Music ist es zudem möglich Musik auf der Uhr offline zu speichern. In diesem Fall könnt ihr direkt via Bluetooth mit eurer Uhr Musik auf entsprechenden Boxen abspielen. Der interne Speicher ist 4GB groß und bietet damit ausreichend Platz.

Die Oberfläche ist generell sehr flüssig, intuitiv aufgebaut und lässt sich nach kürzestes Zeit bedienen. Dadurch, dass wir hier auch ein GPS-Modul an Bord haben, kann die Uhr auch ohne Smartphone zum Aufzeichnen von Strecken genutzt werden. Die anschließende Synchronisation erfolgt, wenn euer Smartphone wieder verfügbar und mit der Uhr verbunden ist.

Entsprechend könntet ihr dann sogar via Bluettoh Musik auf Kopfhörer übertragen. Was die Sache noch perfekt machen würde, wäre ein Herzfrequenzmesser auf der Unterseite der Uhr. Dieser ist bei der Sony Smartwatch 3 allerdings nicht vorhanden.

Performance & Akkulaufzeit

Hinsichtlich der Performance ist ja bereits im vorherigen Absatz schon einiges gesagt worden. Android Wear läuft absolut flüssig auf der Sony Smartwatch 3, so dass es hier zu keinen Rucklern und ähnlichem kommt. Unter anderem sind dafür ein Quad-Core mit 1.2GHz, sowie 512MB RAM verantwortlich.

Sony verbaut in seiner neusten Uhr einen 420mAh starken Akku und hebt sich damit etwas von der Konkurrenz ab. Bei normaler Nutzung, also einer automatsichen Helligkeitsregulierung und dem Erhalt von Nachrichten sind rund 2 – 2.5 Tage Akkulaufzeit möglich.

Solltet ihr allerdings auf das GPS-Modul zugreifen, Musik via Bluetooth streamen, reduziert sich die Laufzeit drastisch. Generell kann man sagen, dass 1 Stunde joggen mit GPS- Unterstützung zwischen 22- 25 % Batterie ziehen. Dementsprechend müsstet ihr bereits am Abend wieder an die Steckdose. Ansonsten bietet die Sony SWR50 mit die beste Laufzeit im Bereich von Android Wear, mir aber immer noch zu wenig, um in diesem Bereich eine wirklich gute Note zu bekommen.

Fazit

Unter Strich hat mir die Smartwatch 3 recht gut gefallen. Das sportliche Design weiß zu überzeugen, der Armbandwechsel ist schnell vollzogen, auch wenn nur Sony Armbänder genutzt werden können und die matten Silikonbänder sehr staubanfällig sind. Zudem haben wir eine automatische Helligkeitsregulierung, ein GPS Modul und eine schnelle Oberfläche.

Was nicht ganz so gefällt ist das Display mit seinen blassen Farben und auch bei der Akkulaufzeit könnte die ein oder andere Stunde mehr drin sein. Das ist aktuell aber generell bei Smarwatches mit Android Wear das große Problem.

Zusammenfassend ist die Sony Smartwatch aber eine gute Android Wear Uhr, der etwas Farbe im Display und eine etwas längere Laufzeit fehlt. Mit dem kürzlich vorgestellten Edelstahlarmband wird zudem die etwas schicker orientierte Käuferschicht angesprochen.

Galerie

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 Vielen Dank für die Teststellung an

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2 comments

  1. Roman

    Perfektes Video, vielen lieben Dank! Tolle Informationen und Vergleiche. Genau das was ich gesucht habe.

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