Samsung Galaxy Mega 6.3 im Kurzreview


IMG_6018

Im letzten Monat hat Samsung* eine neue Produktkategorie auf den Markt gebracht und in Sachen Größe noch einen drauf gesetzt. Das Samsung Galaxy Mega 6.3 besitzt wie der Name schon sagt ein Display* mit einer Bildschirmdiagonalen von 6,3 Zoll und stellt somit das größte Smartphone* des südkoreanischen Unternehmens dar.

Ich habe mir das überdimensionierte Smartphone* in den letzten Tagen einmal genauer angeschaut und meine Eindruck sowohl in textueller als auch in bewegten Bildern festgehalten. Anfangen werden wir aber erstmal mit den Spezifikationen.

  • Display*: 6,3 Zoll LCD-TFT
  • Auflösung: 1280 x 720 Pixel
  • Prozessor: 1,7 GHz Snapdragon 400 Dual Core-CPU
  • Arbeitsspeicher: 1,5 GB
  • Kamera: 8 Megapixel auf der Rückseite und 1,9 Megapixel auf der Front
  • Datenspeicher: 8 oder 16 GB
  • Akku: 3200 mAh
  • Verbindungen: LTE, HSPA, NFC, GPS, GLONASS und Bluetooth 4.0
  • Sensoren: Annäherungssensor, Gyroskop, Lagesensor und Lichtsensor
  • Ausmaße: 167,6 x 88 x 8 Millimeter
  • Gewicht: 199 Gramm
  • Betriebssystem: Android* 4.2 mit TouchWiz

IMG_6020

Das Smartphone* kostet momentan um die 440 Euro und ist aus diesem Grund im oberen Bereich der Mittelklasse angesiedelt, kann aber definitiv durch eine gute Verarbeitung glänzen. Die Tasten wackeln nicht und besitzen einen guten Druckpunkt. Das Design ist an das Samsung* Galaxy S4 angelehnt, was mir bereits bei dem Flaggschiff gefallen hat. Das Gehäuse besteht wie bei Samsung* gewohnt aus Polycarbonat und ist sehr anfällig für Fingerabdrücke. Die Materialwahl ist bekanntlich nicht optimal, so dass das Gerät keinen wertigen Eindruck hinterlässt. Ein Gehäuse aus Aluminium wäre aber wahrscheinlich bei dieser Größe auch nicht realisierbar bzw. würde einfach zu schwer ausfallen.

Samsung Galaxy Mega 6.3 im Größenvergleich:

Das Hauptaugenmerk ist bei dem Gerät natürlich das Display*, welches mit 6,3 Zoll das größte Exemplar der Südkoreaner darstellt. Das TFT-Display kann durch eine gute Helligkeit, reale Weißwerte und einen vergleichsweise hohen Kontrast überzeugen. Die Blickwinkel kommen dagegen nicht an ein Super AMOLED-Display ran, belaufen sich aber noch im erträglichen Rahmen. Die Pixeldichte ist allerdings auf Grund der 720p-Auflösung für die Bildschirmdiagonale relativ gering und kann vielleicht beim Surfen etwas störend wirken, aber das ist im Alltag nicht sonderlich dramatisch. Der Vorteil des Displays liegt natürlich bei medialen Inhalten wie Videos, Fotos oder Spielen, die auf den 6,3 Zoll mehr als Spaß machen. Hierfür muss man jedoch auf die Handlichkeit verzichten. Man muss vor dem Kauf definitiv beachten, dass das Gerät nur mit zwei Händen komfortable bedient werden kann. In der Hosentasche wirkt es auch etwas störend und trägt einfach zu sehr auf, nicht wirklich mein Geschmack.

IMG_6027

Ein weiterer Vorteil ist die sehr gute Akkulaufzeit, welche ungefähr dem Niveau des Samsung Galaxy Note 2 entspricht und bei ordentlicher Benutzung circa zwei Tage entspricht. In Sachen Performance kann das Gerät in eigenen Bereichen ebenfalls punkten. Die TouchWiz-Oberfläche läuft sehr flüssig, es gibt keinerlei Ruckler beim Wischen durch die Homescreens oder den App Drawer. Bei aufwändigen Spielen kommt der Prozessor aber an seine Grenzen. Modern Combat 4 konnte ich noch ohne Probleme spielen, aber bei Real Racing 3 sind ab und an doch kleine Rucker aufgetaucht, die etwas gestört haben. Spielbar war es aber allemal.

Samsung Galaxy Mega 6.3 im Gaming-Test:

Samsung Galaxy Mega 6.3 im Benchmark-Test:

Samsung hat dem Gerät natürlich Android* 4.2 verpasst und auch einige Software-Funktionen sowie Apps, die schon vom Samsung Galaxy S4 bekannt sind. Es kommt beispielsweise Group Play, Samsung WatchON (ein IR Blaster ist integriert), Samsung Link, S Translator und ChatON zum Einsatz. Daneben hat auch die 8 Megapixel-Kamera mehrere Features erhalten, die schon näher vorgestellt wurden. Drama Shot, Sound & Shot, Rich tone, Sports und viele weitere Funktionen stehen dem Benutzer zur Verfügung. Daneben gibt es auch die Apps S Travel und Story Album. Air View, Multi Window und Pop Up Play sind natürlich auch auf dem System zu finden. Insgesamt ein rundes und gelungenes Software-Paket.

Zu guter Letzt kann man noch erwähnen, dass die 8 Megapixel Kamera passable Fotos schießt, welche von der Qualität ungefähr die des Samsung Galaxy S3 entsprechen. Die Auslösegeschwindigkeit kann aber natürlich nicht mit dem aktuellen Flaggschiff mithalten, sollte aber für die meisten Nutzer vollkommen ausreichend sein.

IMG_6009

Insgesamt bin ich immer noch relativ skeptisch gegenüber dem Samsung Galaxy Mega 6.3. Der größte Kritikpunkt meinerseits stellt gleichzeitig auch das Hauptaugenmerk des Smartphone dar, nämlich die Größe. Für mich persönlich sind die 6,3 Zoll einfach deutlich zu groß und sind für meinen Alltag nicht zu gebrauchen. Es wird aber sicherlich auch Nutzer geben, welche die Vorteil des größeren Display für sich nutzen können, und für diese Gruppe würde ich das Gerät auf jeden fall empfehlen. Preislich ist das Galaxy Mega 6.3 aber deutlich zu hoch angesiedelt, wobei es in den nächsten Wochen mit großer Wahrscheinlichkeit im Preis fallen wird. Meiner Meinung nach sollte man aber noch auf die Vorstellung des Galaxy Note 3 warten, der S-Pen bringt einfach noch mal einen zusätzlichen Mehrwert mit sich, den man beim Mega-Smartphone vermisst.

Das Samsung Galaxy Mega 6.3 wurde uns freundlicherweise von getgoods.de zur Verfügung gestellt.

Samsung Galaxy Mega 6.3 im Unboxing:



Wichtig: Hilfe zu inhaltlichen Themen kann am einfachsten in unserem Hilfe-Bereich bekommen werden. Dort kann man schnell und einfach bei Problemen und Schwierigkeiten nachfragen und entweder die Redaktion oder auch fachkundige Nutzer beantworten die Frage. Dazu können dann auch andere Nutzer mit dem gleichen Problem die Lösung dazu lesen und müssen nicht mehr selbst eine Frage stellen.