Stiftung Warentest untersucht 13 Cloud-Speicher


Cloud-Speicher
Cloud-Dienste gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Es gibt die passenden Apps für Smartphone* und Tablet und macht das synchronisieren zwischen den einzelnen Geräte und der Cloud um ein vielfaches einfacher. Aber wie sicher sind die Dienste und kann man sich diesen nach den letzten Skandalen wie Prism und Tempora noch anvertrauen? Dieser Frage hat sich Stiftung Warentest angenommen und 13 Cloud-Dienste getestet.

Um es gleich auf den Punkt zu bringen, keiner schneidet wirklich gut ab. Das größte Manko: Daten­sicherheit und Daten­schutz. Jeder der sich ein wenig damit auseinandersetzt, hat sich das bestimmt denken können.

Die meisten Menschen haben Sorgen um den Datenschutz. Ganz besonders, wenn die Server im Ausland stehen und nicht in Deutschland. Sind wir aber mal ehrlich, nach Prism vertrauen die wenigsten Menschen dem Datenschutz in Deutschland. Zu verstrickt ist Politik darin, zu wenig Aussagen kommen von den Politikern, mit denen die Menschen auch was anfangen kann. Dennoch gelten in der EU Datenschutzgesetze mit den höchsten Anforderungen. Anders in den USA, wo Ermittlungsbehörden ohne weiteres auf Daten, die auf US-Servern liegen, zugreifen und auswerten können. Vielleicht kennen einige den Dienst „Wuala“, ein Cloud Anbieter mit Sitz in der Schweiz. Dieser ist der einzige, der die vom Nutzer hoch geladenen Daten nicht einsehen kann. Alle US-Anbieter, dazu zählen Google Drive, Microsoft* SkyDrive, Dropbox, Box, Droplr etc., schneiden im Punkt Datenschutz und ­Sicherheit nur ausreichend ab. Ich kann nur jedem empfehlen, seine Daten mit Hilfe von Programmen wie Cloudfogger, Boxcryptor oder TrueCrypt zu verschlüsseln und dann in die Cloud hochzuladen.

Die meisten Menschen dürften Fotos aus ihrem privaten Umfeld wie Geburtstag, Urlaub & Co. hochladen und diese dann via Link teilen. Das mache ich auch und nutze das Angebot recht intensiv. Vermeiden sollte man dabei aber sehr private Fotos. Ich lade grundsätzlich keine Fotos meines Sohnes beim baden am Strand oder in der Badewanne hoch. Das soll jetzt nur als Beispiel dienen. Es gibt nicht wenige, die ihre Krankenakte oder das Arbeitszeugnis hochladen um diese immer verfügbar zu haben. Ich kann so eine Leichtsinnigkeit allerdings nicht verstehen. Denn sollten die Server des Cloud Anbieter gehackt werden, sind diese Informationen für manche Gold wert. Alles in allem kommt Stiftung Warentest zu dem Schluss, dass Cloud Dienste zur Datensicherung eher ungeeignet sind. Das hoch-oder runterladen von großen Datenmengen dauert bei allen Anbietern viel zu lange. Oft reicht der kostenlos angebotene Speicherplatz nicht aus und muss mit kostenpflichtigen Angeboten aufgestockt werden. Die Preise variieren dabei von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich. Eine externe Festplatte kommt dabei oftmals günstiger.

Überlegt euch also gut, was ihr den Cloud Diensten anvertraut. Die beste und halbwegs sicherste Methode ist ein eigener NAS Server zu Hause. Damit bleiben die Daten, da wo sie hingehören, nämlich bei euch und wenn ihr die Kiste richtig absichert, ist diese auch vor fremden Zugriff sicher. Natürlich wird immer genügend krimineller Energie geben und könnte auch den NAS Server früher oder später hacken. Allerdings sehe ich die Gefahr hier eher geringer, als bei großen Anbietern.

Wie steht ihr zu dem Thema? Nutzt ihr Cloud Dienste? Wie sicher denkt ihr, sind eure Daten dort aufgehoben?



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