Huawei Ascend Mate – Testbericht, Bilder und Video


Einführung

Heute möchte ich euch das Smartphone* Ascend Mate von Huawei* vorstellen. Ein Smartphone* mit sage und schreibe 6.1 Zoll großem Display*, ordentlich Power unter der Haube und das ganze noch mit hochwertigen Materialien und in einem schönen Design verpackt. Das ganze für schlappe 362,99 Euro und damit zum Kapmfpreis. Ob das Gerät was taugt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Huawei* und Smartphone*? Vielen dürfte Huawei* eher als Hardware Hersteller für Router und Switches bekannt sein. Aber wenn man sich mal so anschaut, was Huawei noch alles auf die Beine stellt, kommt man ins Staunen. Nicht nur im Hardware sondern auch im Software Bereich sind sie groß dabei. Nun aber genug zum Hersteller und kommen wir zum eigentlichen Star, dem Ascend Mate.

Huawei Ascend Mate 7

Lieferumfang

  • Huawei Ascend Mate
  • Akku
  • Netzteil
  • USB Kabel
  • Stereokopfhörer
  • Schnellstartanleitung
  • Netzteil
  • USB-/microUSB-Kabel

Technische Daten

  • Display*: 6,1 Zoll mit 1.280 x 720 Pixeln ( 241 ppi)
  • Prozessor: 1,5 GHz (Quad-Core)
  • Speicher: 2 GB RAM
  • System: Android* 4.1.2 mit Emotion UI 1.5
  • Interner Speicher: 8 GB, mit microSD erweiterbar
  • Rück-Kamera: 8 Megapixel
  • Front-Kamera: 1 Megapixel
  • Maße: 163 x 85,7 x 9,9 Millimeter
  • Gewicht: 198 Gramm
  • Akku: 4.050 mAh, fest verbaut
  • Preis ca.362€

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Das Ascend Mate beeindruckt vor allem durch seine Größe und seine sehr gute Verarbeitung. Schon beim Auspacken kriegt man den Mund kaum zu und als ich das erste mal das Mate in den Händen hielt, war ich, sagen wir mal fasziniert wie perfekt ausbalanciert es in den Händen liegt. Da gibt es keinen Schwerpunkt und trotz der Größe lässt es sich gut bedienen. Klar, bei der Größe hat man Schwierigkeiten mit dem Daumen alles auf dem Display* zu erreichen. Dazu müsste man Hände wie Tennis Schläger haben und die habe ich nun mal nicht.

Mit einer Größe von 163,5 mm x 85,7 mm x 9,9 mm und einem Gewicht von 198 g weiß man was man in den Händen halt. Huawei schafft damit ganz gut den Spagat zwischen Smartphone und Tablet und schafft ein so genanntes Phablet. Ist sicherlich nicht jedermann Sache, muss aber auch nicht, denn Huawei hat noch weitere Smartphones in seinem Produktfolio, mit kleineren Displays.

An der Verarbeitung konnte ich keinen einzigen Negativ Punkt finden und das meine ich ehrlich. Das Display, der Rahmen und die Rückseite geht alles makellos ineinander über. Keine Ecken, keine Kanten. Das Display hat einen minimalen spürbaren Rand, den man erst beim genauen Hinschauen und Fühlen bemerkt. Weiter ist das Huawei Logo unterhalb der “Hörmuschel” zu sehen, die Benachrichtigung-LED und die 1 Megapixel HD Kamera. Auf der rechten Seite befindet sich die Lautstärke Wippe, sowie der Power Button. Auf der Unterseite der Mikro USB Anschluss und rechts das Mikrofon. Auf der linken Seite der Einschub für die microSDHC Karte. Oben der SIM Karten Einschub, sowie die 3,5 mm Klinkenbuchse für die Kopfhörer.

Auf der Rückseite ist die 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz und Videolicht untergebracht. Direkt darunter befindet sich das Huawei Logo und ganz unten der Lautsprecher. Das wäre das einzige kleine Manko. Lautsprecher auf der Rückseite? HTC kann das besser und hat seine Stereo Lautsprecher auf der Frontseite vom HTC One untergebracht. Das sorgt für einen klar besseren Sound.

Das Mate hat einen fest verbauten Akku und damit ist kein Austausch möglich. Finde ich persönlich immer etwas Schade, gerade wenn sich das Gerät mal komplett aufhängen sollte, konnte man dies oftmals mit Akku raus und wieder rein beheben. Ist aber kein wirkliches Manko und in diesem Fall vollendet es den Formfaktor.
Die Verschlüsse für die SIM Karte und die microSDHC Karte sitzen fest und schließen bündig ab, lassen sich dennoch leicht mit dem Finger öffnen. Bei der SIM Karte solltet ihr einen dünnen stumpfen Gegenstand nutzen, um diese einzuschieben oder wieder herauszuholen. Da diese sehr tief sitzt, ist das mit dem Fingernagel ansonsten immer etwas frikelig. Am Smartphone knarzt in keiner Ecke was, dass zeugt von guter Verarbeitung. Das Gerät wirkt wie aus einem Guss.

Während die Vorder-und Rückseite schwarz gehalten ist, ist der Rahmen in matten silber. Das wirkt edel und auf der anderen Seite schlicht und unauffällig. Gefällt mir persönlich sehr gut. Die Rückseite besteht aus einem matten und gleichzeitig rutschfestem Material. Drückt man fester mit dem Fingernagel drauf, merkt man, wie man leicht einsinkt. Das ist wie eine leichte Gummierung. Aber keine Sorge, das Smartphone gleitet gut und leicht in die Hosentasche.

Display

Das auffälligste Merkmal des Huawei Ascend Mate ist sein 6.1 Zoll riesen Display. Ich muss zugeben, es schafft auf Anhieb zu beeindrucken. Corning Gorilla Glas schützt das ganze vor Kratzern und anderen Umwelteinflüssen. Das IPS-Panel mit einer HD Auflösung von 1280 x 720 Pixel zeigt Farben, Kontraste und Texte farbneutral und scharf an. Selbst bei extremen Blickwinkeln lässt sich auf dem Display immer noch alles klar erkennen. Einige Nutzer berichteten darüber, dass in der rechten oberen Ecke die Helligkeit etwas abfällt. Das konnte ich auf unserem Testgerät nicht nachvollziehen. Einen Blaustich, wie er oftmals bei Smartphones auftritt, konnten wir nicht feststellen.

Manch einer hätte sich vielleicht ein Full HD-Display gewünscht, aber ich muss zugeben, mir persönlich reichte das vollkommen aus. Huawei legt bei dem Gerät auch mehr auf eine hohe Rechen- und Grafikleistung. Das 15.49 cm große Display ist perfekt für Spiele, textintensive Webseiten, Fotos und Videos geschaffen. Das beeindruckende immer wieder, wie Huawei es geschafft hat, alles in solch einem kompakten Design zu verpacken.

Kamera

Hier kommen wir zum einzigen wirklichen Schwachpunkt, des ansonsten sehr guten Gerätes. Angegeben wird die Hauptkamera mit 8-Megapixel inklusive Autofokus. Die Frontkamera mit 1-Megapixel HD und bei schlechtem Licht wird das ganze von einem LED-Blitz bzw. Videolicht unterstützt. Die nackten technischen Daten hören sich soweit erstmal gut an, dass war es dann auch schon. Die Kamera macht einfach grotten-schlechte Bilder. Selbst bei Tageslicht mit blauen Himmel und Sonne, wirken die Fotos verwaschen und unscharf.

Vergrößert man die Fotos bei der Ansicht, ist alles nur noch ein Pixelbrei. Sind die Lichtverhältnisse schlechter, wie bei Dämmerung oder in Innenräumen, kann ich jedem nur empfehlen, die Kamera stecken zu lassen. Das Farbrauschen wird dabei so schlimm, das es keine Freude macht sich die Bilder weiter anzuschauen.
Ich weiß nicht warum Huawei hier am falschen Ende gespart hat. Zumal für die meisten Nutzer eine gute Kamera im Smartphone sehr wichtig ist. Oftmals dienen die Geräte gerade im Urlaub dazu, wichtige Momente und Eindrücke festzuhalten. Man ist mit einer Smartphone Kamera flexibler, schneller und kann seine Fotos auch noch schneller mit anderen teilen. Hier sollte Huwaei beim nächsten Modell dringend einen besseren Chip/Sensor verbauen.

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Hardware und Performance

Das Smartphone kann durchaus im High End Bereich eingeordnet werden. Ausgestattet mit einem 1.5 GHz Quad-Core Hi-SiliconK3V2, Intel XMM6260 und einem 16 Core onboard GPU Grafikprozessor ist die Leistung durchaus spürbar. Ich würde fast sagen “geht ab wie Schmidts Katze”. Aktuelle 3D Spiele werden unterstützt. Dabei kamen wie immer zum Test Real Racing 3, ShadowGun und Modern Combat 4. Alle Spiele liefen ruckelfrei und machten auf dem 15.49 cm riesigen Display richtig Laune.

Ausgeliefert wird das Ascend Mate mit Googles Android* 4.1.2. Build-Nummer C00B113. Wie bereits von Huawei Geräten gewohnt gibt es mit EmotionUI 1.5 die eigene Nutzeroberfläche. EmotionUI ist nicht wirklich kompliziert und man ist schnell eingespielt. Wer auf der Suche nach dem App-Drawer ist, wird vergeblich suchen, denn den gibt es einfach nicht. Man hat sich nach einer kurzen Eingewöhnung aber schnell mit abgefunden. Ansonsten empfehle ich euch einen der bekannten Launcher, wie Nova oder Apex aus dem Google Play Store zu installieren und schon habt ihr den App-Drawer wieder.

Eingaben und Wischgesten werden präzise erkannt, Anwendungen schnell geöffnet und das Betriebssystem reagiert ohne weitere Verzögerungen. Öffnet man die Statusleiste und möchte das Gerät auf Lautlos stellen, WLAN aktivieren oder ein anderes Icon aktivieren, dann reagieren diese manchmal etwas schwerfällig und erst nach der dritten oder vierten Eingabe. Wunderte mich ein wenig, da das Display ansonsten sehr exakt auf Eingaben reagiert.

Wer auf Google+ unterwegs ist, sollte sich das aktuelle Update nicht installieren. Bei meinem Testgerät führte das dazu, dass sich ein Fenster öffnet und dann die Fehlermeldung erscheint “Google+ wurde leider beendet”. Ob das nun am Gerät oder an der App liegt, kann ich leider nicht sagen. Ich weiß nur, das Google+ auf anderen Tablets und Smartphones stabil und ohne Fehler läuft.

Einen Benchmark Test habe ich natürlich auch gemacht und der dürfte für alle interessant sein, die auf solche Aussagen wert legen. Für mich ist es eher interessant, wie flüssig ein System läuft und wie alle Faktoren miteinander zusammen arbeiten.

Akku

Das Ascend Mate hat einen 4050 mAh Akku und einen 1,5 GHz Quad core Prozessor. Mit QPC und ADRX Stromspar-Technologie, schafft das Mate mit einer Aufladung selbst bei intensiver Nutzung bis zu 2 Tage. Es hat die schnellste Akkuladezeit unter Smartphones seiner Kategorie und spart bis zu 30% wertvoller Zeit bis der Akku voll ist.

Aus den Erfahrungen in den letzten 4 Wochen kann ich bestätigen, dass ich jedesmal knapp 2 Tage, bei intensiver Nutzung, geschafft hatte, bevor ich wieder an die Ladebuchse musste. Dem Huwaei Ascend Mate liegt ein Ladegerät mit 2A Ausgabe bei. Damit war das Phablet in gut 2,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen. Unserem Testgerät lag ein Stromstecker für die USA dabei, gut das einen Reiseadapter noch hatte und somit das Phablet laden konnte. Wenn ihr euch das Phablet hier in Deutschland kaufen solltet, dann wird natürlich der richtige Stecker geliefert. Zusammengefasst ist das der beste und ausdauerndste Akku, den ich bisher in einem Gerät hatte.

Huwaei Anwendungen in der EMUI Nutzeroberfläche

Was mir besonders gut gefallen ist die Design App, mit der bereits fertige Themes aktiviert und genutzt werden können. Somit ist schnell das passende Theme gefunden. Über Huawei Software HiSuite können eigene Themes erstellt werden und einer Community zu Verfügung gestellt werden. Natürlich kann man Themes anderer Community Mitglieder nutzen.

Das nächste ist die Möglichkeit, über das Icon “Profil” ein passendes auszuwählen. Vier stehen zur Auswahl, als da wären “Normal”, “Ruhezustand”, “Meeting” und “Outdoor”. Eigene Profile können über das Plus Zeichen unten links hinzugefügt werden. So kann man schnell zwischen den Profilen auswählen.

EMUI erstellt unter anderem einen Ordner, der sich “Werkzeuge” nennt. Dort findet man Schnellzugriffe wie Wetter, Taschenlampe, Rechner; Ton Aufnahmen, Notizen, Video Studio, DLNA, SIM-Toolkit, Radio, News & Wetter und Kingsoft Office vor. Das letzt genannte ist, wie der Name schon verrät, nichts anderes als ein Office Programm, mit dem ihr Dokumente öffnen, bearbeiten, erstellen oder in die Cloud hochladen könnt. Wer Office auf seinem mobilen Gerät nutzt, sollte sich die App mal genauer anschauen.

Mit AirSharing habt ihr die Möglichkeit Geräte untereinander zu verbinden und so zum Beispiel Fotos oder Videos vom Smartphone auf euer TV Gerät zu streamen. Solltet ihr Dokumente, Fotos etc. suchen, dann ist ein Dateimanager bereits installiert, der euch die Suche und das Verwalten erleichtert soll. Zu guter letzt sei noch die EMail App erwähnt, mit der ihr euch ganz einfach via Exchange euren EMail Client einrichten könnt.

Fazit

Huawei hat es tatsächlich fast geschafft, mit dem Ascend Mate, ein stimmiges Phablet im schönen Design zu erschaffen. Vom Handling, der Performance bis hin zur Verarbeitung war ich mehr als begeistert. Einziger Knackpunkt war tatsächlich die Kamera. Für manche ist die vielleicht nur ein nettes Gimmick, für mich ist die Kamera mit das wichtigste an einem Smartphone. Der Akku konnte zu jeder Zeit überzeugen. Wenn man 2 Tage sich keine Gedanken machen muss, wann ich denn das Smartphone wieder laden muss und wo die nächste Steckdose ist, ist das in der heutigen Zeit schon eine Seltenheit.

Wer auf die Kamera keinen besonderen Wert legt, für den ist das Ascend Mate für 362 Euro eine klare Preis/Leistung Empfehlung.

Wenn Ihr noch Fragen habt, könnt ihr diese gern über die Kommentarfunktion stellen.



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