iPhone 5s in Spacegrau im Unboxing – Erster Eindruck, Benchmarks und Kamera + TouchID


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Unverhofft kommt oft. Mit einer großen Portion Glück konnte ich am gestrigen Tag doch noch ein iPhone 5s in Spacegrau erwerben und hab es natürlich vor der Linse für euch ausgepackt.

Kurz noch einen Abstecher zum Kauf des Gerätes. Die Bestellungen in der Nacht waren bekanntlich nicht gerade zufriedenstellend und waren mit einer Lieferung am 8. bis 10. Oktober ausgeschrieben. Aus diesem Grund versuchte ich mein Glück am nächsten Tag bei den hiesigen Premium Resellern. Die wurden allerdings auch von Apple „im Stich“ gelassen und haben keine Geräte zum Verkaufsstart erhalten. Den netten Mitarbeitern vom Comspot Darmstadt sei Dank habe ich dann doch noch ein iPhone 5s abgestaubt. Die Kollegen haben mir ein Reservierungsticket für ein Exemplare in Spacegrau überreicht und so konnte ich ganz gemütlich ohne eine Minute anzustehen im Apple Retail Store in Frankfurt mein Gerät abholen. Ich sagte ja, eine große Portion Glück.


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Aber nun zurück zum Thema. Das Auspacken geht wie gewohnt vonstatten und hat keinerlei Überraschungen hervorgebracht. Neben dem Smartphone* selbst ist ein bisschen Papier, zwei Apple-Aufkleber, ein Netzstecker, ein Lightning-Kabel und die EarPods in der kleinen Box enthalten.

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Das iPhone 5s ist das Flaggschiff des kalifornischen Unternehmens für die nächsten zwölf Monate und hat neben den neuen Farben drei grundlegende Neuerungen erhalten, auf die ich kurz eingehen und meine Eindrück schildern möchte.

Touch ID

Als erstes fällt der neue Homebutton mit der integrieren TouchID, so nennt Apple den Fingerabdruckscanner, ins Auge. Das traditionelle Quadrat im Homebutton ist verschwunden und ein schwarzer Metallring umschließt den physischen Button. Der Sensor ist unter einer Schicht „Sapphire Crystal Glas“ beherbergt und funktioniert ausgesprochen zuverlässig. Die Einrichtung ist in wenigen Minuten durchgeführt (insgesamt können 5 Finger abgespeichert werden) und daraufhin erkennt die Touch ID aus jeglichen Positionen den registrierten Finger. Die Erkennung hat bis auf wenige Ausnahmen jedes Mal ohne Probleme funktioniert und geht in wenigen Millisekunden vonstatten. Man gewöhnt sich schnell an die Funktion und es ist im Alltag eine deutliche Erleichterung. Positiv ist außerdem zu vermerken, dass sich Nutzer durch diese Funktion erstmalig mit Sicherheit beschäftigen und neben der Touch ID auch einen Pincode einrichten „müssen“.

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Kamera

Als zweite Neuerung ist auf jeden Fall die Kamera zu nennen. Der Sensor wurde um 15 Prozent vergrößert, die Pixelanzahl ist dagegen gleichgeblieben und beträgt weiterhin 8 Megapixel. Die Blende ist mit f/2.2 sehr gut und ermöglicht auch bei dunklen Lichtverhältnissen vergleichbare gute Ergebnisse. Die ersten Tests konnten jedenfalls durchaus überzeugen (einen Kameratest folgt im gesonderten Artikel). Im Allgemeinen sind die Aufnahmen einen Tick schärfer als beim Vorgänger und besitzen mehr Details.

Der LED-Blitz gibt es im iPhone 5s gleich in einer zweifachen Ausführung. Ein weißes LED und ein bernsteinfarbenes LED arbeiten zusammen und sollen sich je nach Umgehung entsprechend in der Intensität sowie der Farbtemperatur anpassen. Ein Vergleich mit dem iPhone 5 wird natürlich im ausführlichen Testbericht nachgereicht.

In Sachen Software bietet das iPhone 5s auch etwas Neues. Der neue „Slow Motion“-Modus ermöglicht die Videoaufnahme in 120 FPS (Frames per Second), so dass Zeitlupenszenen entstehen, die echt genial aussehen und ein Novum im Smartphone*-Bereich darstellen. Die Erstellung geht leicht von der Hand und man kann nach der Aufnahme den Bereich auswählen, der als Zeitlupe angezeigt werden soll. Die ersten Aufnahmen haben sehr gut geklappt, wobei es wirklich nur eine Spielerei ist.

Daneben hat es auch ein Burst-Mode auf das Gerät gepackt, welcher längst überfällig ist, aber nichtsdestotrotz einen Mehrwert mit sich bringt. Es können 10 Bilder pro Sekunde geschossen werden, die daraufhin in einer Analyse betrachtet und einzeln abgespeichert werden können. Die restlichen Fotos können dann mit einem Klick gelöscht werden. In der Foto-App werden die Burst-Fotos zum Glück als Gruppierung angezeigt, so wird die Übersicht der Bilder nicht unnötig zugefüllt. Ich habe mich schnell an die Funktion gewöhnt und werde sie wohl fast immer bei „wichtigen“ Bildern nutzen, um das möglichst beste Ergebnis zu erzielen.

Alles in allem ein gelungenes Upgrade, welches allerdings kein zwingender Grund für einen Wechsel von iPhone 5 auf iPhone 5S darstellt.


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Prozessor

Die letzte Neuerung ist der Prozessor. Der neue A7-SoC (System-on-a-Chip) bringt erstmalig eine 64-Bit-Architektur auf ein Smartphone* und konnte in meinen ersten Benchmark-Tests mehr als überzeugen. Im Geekbench 3.0 kommt das gute Stück auf einen Wert von 2564 Punkten, was die gesamte Konkurrenz überholt. Im Sunspider-Benchmark katapultiert sich das iPhone 5s mit 406 Millisekunden ebenfalls an die Spitze und im GfxBench ist selbiges zu verzeichnen. Das ist natürlich nur die eine Seite. Im Alltag ist das eine ganz Andere.

Die Performance hat im Vergleich zum iPhone 5 nicht wirklich zugenommen, vielleicht marginal. Bei Spielen (außer bei Infinity Blade 3) merkt man auch keinen Unterschied, da diese noch nicht an die Hardware des iPhone 5s optimiert sind und die neuen Möglichkeiten nicht nutzen. Bis nicht jegliche Apps auf 64 Bit aktualisiert wurden, wird man wohl keinen Vorteil gegenüber dem Vorgänger spüren. Es bleibt also abzuwarten, was die Entwickler aus der Geschichte machen.

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Darüber hinaus besitzt der A7-SoC obendrein noch den M7-Chip, einen „Coprozessor“. Der Chip misst Bewegungsdaten von Beschleunigungssensor, Gyrosensor und Kompass. Aus diesen Daten können beispielsweise Fitnessapps, die körperliche Aktivität messen und entsprechend aufzeichne. Das Potential ist definitiv gegeben, hier müssen aber erneut die Entwickler drauf aufbauen und die Möglichkeiten nutzen. Der M7-Chip ist aber mehr als eine Fitnesstracker, sondern erkennt zum Beispiel auch, ob der Nutzer läuft oder fährt und kann in der Kartenapp von der Autonavigation zur Fußwegbeschreibung springen. Außerdem werden auch die Netzwerkaktivitäten reduziert, wenn der M7 bemerkt, dass das Gerät eine Zeit lang nicht bewegt wurde. So soll der Akku länger halten. Testen konnte ich die Funktionen des M7-Chips leider noch nicht, werde ich allerdings bis zum ausführlichen Test nachholen und schauen, was das Teil wirklich bringt.

Ein erweitertes LTE-Modem im iPhone 5s unterstützt übrigens auch die Frequenzen vom Vodafone*- und O2*-Netz. Das könnte ein Kaufgrund für manch einer sein. Ich als Vodafone*-Kunde hatte bislang aber noch kein aktives LTE, warum auch immer (vielleicht nicht im LTE-Bereich unterwegs gewesen).

Alle weiteren Eindrücke und Tests gibt es dann im Testbericht, der in eins bis zwei Wochen folgen wird.


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Zum Abschluss noch die restlichen Fotos des iPhone 5s in Spacegrau:




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