Sonos Play:3 Streaming-Lautsprecher im Test


IMG_7793

Sonos hat schon vor geraumer Zeit die Play:3 Lautsprecher auf den Markt gebracht und ist nun auch bei uns im Test angekommen. Ich konnte in den letzten Wochen gleich zwei Boxen ausführlich testen und kann schon von vornherein sagen, die Teile haben es in sich!

Einführung

Das Konzept der Play:3 Lautsprecher ist einfach erklärt. Boxen hinstellen, mit Strom versorgen und per Bridge über das heimische W-Lan oder per Netzwerkkabel direkt mit dem Router verbinden. Die Einrichtung dauert keine fünf Minunten und ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Mit PC/Mac, iOS-Gerät oder Android*-Gerät kann der Lautsprecher mit Musik befeuert werden. So einfach ist das.

Bevor ich mich über die verschiedenen Tonquellen, die Einrichtung und die Verarbeitung auslasse, kommt der trockene Teil des Testberichts zum Einsatz. Der Lieferumfang und die technsichen Daten.

IMG_7806

Lieferumfang von Play:3

  • Sonos Play:3
  • Stromkabel
  • Ethernet-Kabel
  • Sonos Schnellstart-Anleitung*

Lieferumfang Bridge

Technischen Daten

  • Verstärker: Drei digitale Verstärker der Klasse D
  • Lautsprecher: Drei-Wege-Lautsprechersystem – zwei 3-Zoll-Mitteltöner und ein Hochtöner
  • Anschlüsse: Ethernet-Port 10/100/MBit/s und Stromanschluss
  • Bassrückstrahler mit einer Oberfläche von 60 Quadratcentimeter
  • Drahtlose Konnektivität: SonosNet – drahtloses Peer-to-Peer-Netz mit AES-Verschlüsselung
  • Mount: 1/4 Zoll Gewinde
  • Abmessungen: 132 x 268 x 160 mm
  • Gewicht: 2,6 kg
  • Stromversorgung: AC 120/240V, 50-60Hz, automatisch umstellbar
  • Farbe: Weiß mit Alu-farbener Front; Schwarz mit Graphit-farbener Front

IMG_7807

Kurzer Überblick

Der Play:3 ist eine unauffällige kleine Box, die aber ordentlich Wumms hinter der Kiste hat. Die Verarbeitung der Lautsprecher ist ausgesprochen gut gelungen, obwohl bei einem der Testgeräte ein Wackelkontakt am Stromanschluss vorhanden war. Das hat aber nicht sonderlich gestört. Der Lautsprecher kann sowohl quer als auch hochkant aufgestellt werden, bietet also große Flexibilität und kann auf Grund der Größe sehr leicht platziert werden.

Die Vorderseite wird von einem Lautsprecher-Grill, der entweder Alu-farben oder Graphit-farben ausfällt, und einem Sonos-Schriftzug bestimmt. Die restlichen Seiten der Play:3 sind in einer einheitlichen Farbe (Weiß oder Schwarz).

IMG_7797

Auf der Oberseite befinden sich drei Bedienelemente, mit der die Lautstärke eingestellt oder die Play:3 gleich ganz stumm geschaltet werden kann. Die Rückseite ist leider etwas spärlich ausgestattet. Sonos setzt bei dem Lautsprecher voll auf das Streaming-Konzept und hat aus diesem Grund nur einen Netzwerk- sowie einen Stromanschluss verbaut. Die Tonquellen sind daher relativ begrenzt.

Nettes Extra, wenn die Box per WLAN genutzt wird, kann der integrierte LAN-Port für weitere Geräte genutzt werden. Zum Beispiel kann der Fernseher oder PlayStation anschlossen werden, um Zugang zum heimischen Internet zu bekommen.

Einrichtung

In der Einführung hab ich die Einrichtung bereits kurz angerissen. Jetzt das Ganze noch einmal ausführlich. Es gibt zwei Varianten, den Play:3 zu betreiben. Zum einen kann der Lautsprecher direkt über ein Ethernet-Kabel mit einem herkömmlichen Router verbunden werden. Das hat natürlich den Nachteil, dass der Play:3 nur in der Nähe des Routers platziert werden kann.

Wer vielleicht sogar mehrere Boxen in seinem Haushalt verteilen möchte, muss auf die zweite Möglichkeit zurückgreifen. Sonos bietet eine optionale Bridge an, die statt der Play:3 mit dem Router per Ethernet-Kabel verbunden wird. Die Bridge erlaubt dann die Kommunikation mit den Lautsprechern über das heimische W-Lan.

IMG_7812

Beide Varianten werden allerdings auf die selbe Art und Weise bedient. Sonos hat über PC/Mac, iOS-Gerät und Andorid-Smartphones sowie -Tablets die passende App zur Verfügung gestellt. Der Einrichtungs-Assistent erklärt als erstes die nötigen Schritte. Man muss zum Verbindungsaufbau nur die Lautertaste sowie die Stummtaste auf der Play:3 und die Taste auf der Bridge simultan drücken. Daraufhin werden die Lautsprecher in der App angezeigt und können mit einem sinnvollen Namen versehen werden. Zusätzlich kann eingestellt werden, ob mehrere Lautsprecher (in meinem Fall zwei Stück) den gleichen Ton abspielen sollen oder jeder eine andere Quelle verwenden soll.

Danach ist das Soundsystem betriebsbereit und kann über das jeweilige Bediengerät mit Musik ausgestattet werden.

IMG_7804

Streamen

In Sachen Tonquellen geht Sonos bei der Play:3 einen radikalen Ansatz. Auf Grund der fehlenden Anschlüsse kann der Lautsprecher nur mit einem zusätzlichen Gerät (Mac/PC/iOS/Android*) genutzt werden. Für mich persönlich ist das aber genau das Richtige, denn ich besitze keine Anlage und habe meine ganze Musik ausschließlich auf meinem Rechner, NAS oder Smartphone*. Und genau von diesen Geräten kann ich in Sekunden schnelle meine Musik an den Play:3 per WiFi übermitteln.

Die App für iOS und Android* ist durchdacht aufgebaut und bietet mehr als 100.000 Radiosender, Podcasts und andere Quellen, die kostenlos zur Verfügung stehen. Darüber hinaus kann nicht nur auf die Musikbibliothek des jeweiligen Gerätes (Rechner, Smartphone* oder Tablet) zugegriffen werden, sondern auch Schnittstellen zu den bekanntesten Musikdiensten wie Songl, AUPEO!, Deezer, iHeartRadio, JUKE, Last.fm, MOG, Pandora, Rdio, Rhapsody, SiriusXM Internet Radio, Spotify, Stitcher SmartRadio, TuneIn, Wolfgang’s Vault und WiMP stehen für registrierte Nutzer zur Auswahl. Ansonsten kann der Play:3 auch auf ein NAS im gleichen Netzwerk zugreifen und die gespeicherte Musik abspielen.

Interessant ist vor allem, dass das Smartphone* auch nur als Fernbedienung dienen kann. Das heißt, die Musik ist beispielsweise auf einem Nas oder einer Festplatte am Router gelagert und wird von dort über das heimische WiFi an die Lautsprecher übertragen. Die App dient dann zum Wechseln zwischen den Songs oder kann auch einen Radiosender abspielen, der über das Internet auf die Box gestreamt wird.

Es werden übrigens die folgenden Formate unterstützt: MP3, AAC, Apple Lossless, Audible (Format 4), Flac, Ogg Vorbis, unkomprimierte WAV- und AIFF-Dateien

IMG_7791

Tonqualität

In Sachen Qualität hat die Play:3 einiges auf dem Kasten und konnte in zweifacher Ausgabe mein komplettes Wohnzimmer (bestimmt 35 Quadrameter) beschallen. Die Töne werden glasklar wiedergegeben und auch bei voller Lautstärke kratzt rein gar nichts, eine kleine Verzerrung kommt aber zur Geltung. Der Bass ist im Hinblick auf die Größe des Lautsprechers auf jeden fall in Ordnung, könnte aber noch einen Tick kräftiger sein. Über den Equalizer kann der Lautsprecher noch feinjustiert werden, das habe ich aber nicht benötigt. Alles in allem aber wirklich beeindruckend.

Fazit

Der Play:3 bietet ein innovativen Ansatz, wie man in seinem zu Hause Musik genießen kann. Die große Bandbreite an unterstützen Diensten und die hervorragenden Apps auf den verschiedenen System vereinfachen ungemein die Bedienung. Preislich ist das Ganze aber ziemlich hoch angesetzt und dürfte mit 299 Euro die ein oder anderen Kunden abschrecken. Negativ angekreiden muss man auch die fehlende Möglichkeit per Klinkenstecker oder anderen Anschlüssen Geräte anzuschließen. Im heutigen Zeitalter aber im Grunde kein Problem, sein Smartphone hat man immer dabei, so dass ich das für mich jedenfalls verschmerzen kann. Die Tonqualität ist herausragend und bei der Übertragung der Musik gab es nie Probleme.



Wichtig: Hilfe zu inhaltlichen Themen kann am einfachsten in unserem Hilfe-Bereich bekommen werden. Dort kann man schnell und einfach bei Problemen und Schwierigkeiten nachfragen und entweder die Redaktion oder auch fachkundige Nutzer beantworten die Frage. Dazu können dann auch andere Nutzer mit dem gleichen Problem die Lösung dazu lesen und müssen nicht mehr selbst eine Frage stellen.