Apple iPhone 5c im Test


Einführung

Nach zwei Wochen Testzeit, zeige ich euch heute unseren Testbericht und meine Eindrücke zum Apple iPhone 5c. Da ich mich ansonsten bei Android*- und Windows Phone austobe, war es nicht nur eine neue Erfahrung, sondern auch ein kleines Hoffen, dass mich Apple mit dem iPhone-Hype in seinen Bann zieht.

Was schon etliche Monate die Techwelt bewegte, sollte am 10. September 2013 Realität werden. Apple stellte nicht nur den eigentlichen Nachfolger des iPhone 5 vor, sondern auch ein sogenanntes “Billig-iPhone”. Doch wer die Keynote verfolgte, stellte nach kurzer Zeit fest, dass Apple sogar mit diesem „Plastik-iPhone“ im preislichen Premiumsegment liegt.

Dies – in Relation mit vermeintlich angestaubten Hardwarekomponenten – wird erst in einigen Wochen zeigen, ob sich auch das iPhone 5c zu einem Kassenschlager entwickelt. Wenn auch ihr sehen wollt, welchen Eindruck das iPhone 5c auf mich machte, dann lest einige Minuten weiter.

Lieferumfang

  • Apple iPhone 5c
  • Bedienungsanleitung, Garantiekarte
  • Netzteil (230V)
  • Lightning-Kabel
  • Stereo-Kopfhörer, Earpods

Technische Daten

  • Display* 4-Zoll Retina Display*
  • Auflösung 1136 x 640 Pixeln bei 326ppi
  • Prozessor Apple A6 Prozessor
  • Grafikprozessor
  • Arbeitsspeicher 1 Gigabyte
  • SIM-Typ nanoSIM
  • Verbindungen 802.11a/b/g/n WLAN (802.11n mit 2,4 GHz und 5 GHz) | Bluetooth 4.0 | aGPS
  • Kommunikation UMTS/HSPA+/DC-HSDPA (850, 900, 1700/2100, 1900, 2100 MHz); GSM/EDGE (850, 900, 1800, 1900 MHz)
  • Speicherplatz 16GB
  • Kameras 8 Megapixel iSight-Kamera mit f/2.4er Blende  – Fertigung von Videos in 1080p | HD-Frontkamera
  • Sensoren Annäherungssensor, Umgebungslichtsensor, Gyroskop
  • Akku 1510mAh
  • Betriebssystem iOS 7
  • Abmessungen 124,4 x 59,2 x 8,97 Millimeter
  • Gewicht 132 Gramm
  • Preis ab 599 Euro im Apple Store

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Apple bietet das neue Gerät in fünf verschiedenen Farben an, nämlich Weiß, Rot, Gelb, Blau und Grün. Beim Kauf habe ich mich für Grün entschieden, da meiner Meinung diese Farbe am frischesten wirkte und ein absoluter Eyecatcher ist. Neben fünf verschiedenen Farben gibt es aber auch noch 6 verschiedene Bumper (Schutzhüllen), so dass etliche Farbkombinationen dem iPhone 5c einen individuellen Touch verleihen. Somit gehört man nicht mehr zur grauen Apple-Masse.

Das Gerät ist in zwei verschiedenen Speichervarianten erhältlich, mit 16GB oder 32GB internem Speicher. Wie bei Apple gewohnt kann der Speicher nicht erweitert werden. Daher sollte vor dem Kauf wohl überlegt sein zu welcher Speichervariante man greift.

Der Preis beginnt bei 599 Euro für die 16GB Version und endet bei 699 Euro für 32GB, ein iPhone 5c Case schlägt nochmals mit 29 Euro zu Buche. Hier wird bereits ersichtlich, dass Apple über sehr viel Selbstbewusstsein verfügt, hält man sich vor Augen, dass eigentlich Technik von gestern zum Einsatz kommt. Mehr dazu aber gleich.

[bq_left]599 Euro, nicht im Ernst, oder? [/bq_left]

Das Gehäuse und die an der linken Seite befindlichen Buttons bestehen aus Kunststoff, besser gesagt hochelastischem Polycarbonat. Ferner wird das Gehäuse im Innern zusätzlich durch einen Metallrahmen verstärkt, der zudem als Antenne fungiert. Dadurch hatten wir zu keiner Zeit Empfangsstörungen. Das sogenannten Antenna-Gate dürfte damit wohl der Vergangenheit angehören.

Durch die Verwendung dieser Materialien erreicht auch das iPhone 5c die bekannte Apple Qualität, hier knackt nichts, die Buttons besitzen gute Druckpunkte und durch die leicht abgerundeten Ecken schmiegen sich in die Handinnenflächen.

Auf der rechten Seite ist der Schlitten für die nanoSIM vorzufinden, im Fußbereich finden wir den 3.5mm Audioanschluss, den Lightning Connector und den Lautsprecher. Wie auch bei den Vorgängern wird das Display* durch Gorilla Glass von Corning geschützt und ist dementsprechend bruchfest.

iphone5c-design

Wie vor wenigen Zeilen kurz angerissen, ist das iPhone 5c in seinen Grundbestandteilen ein Apple iPhone 5. Im Innern arbeitet ein Apple A6 Chip, 1GB RAM sind an Bord und auch die 8 Megapixel iSight-Kamera kommt uns schon bekannt vor. Wer hier auf technische Neuheiten gehofft hat, wird weitesgehend enttäuscht. Auch der im iPhone 5s installierte Fingerabdrucksensor ist im 5c nicht wieder zu finden, schade eigentlich.

Mit Abmessungen von 124,4mm in der Höhe 59,2mm in der Breite und einer Dicke von 8.97mm liegt das Gerät äußerst gut in der Hand. Das Gewicht beträgt gute 132 Gramm und besitzt eine ausgewogene Gewichtsverteilung. So lässt sich das knallige iPhone auch mit einer Hand problemlos bedienen.

Entgegen dem iPhone 5 unterstützt das iPhone 5c nun auch in allen deutschen Bändern LTE, also auch bei Vodafone* und O2*. Nebenbei sind Bluetooth 4.0, aGPS und HSPA+ wiederzufinden. Somit steht auch „Nicht-LTE-Nutzern“ eine maximale Downloadgescheindigkeit von bis zu 42Mbit/s zur Verfügung.

Display

Was sich im Innern des iPhone 5c abzeichnete, setzt sich beim Display fort. Hier setzt das kalifornische Unternehmen wieder auf das Retina Display mit IPS Panel und einer Diagonalen von 4 Zoll. Die Auflösung beträgt 1136 in der Vertikalen und 640 Pixel in der Horizontalen. Die dadurch erreichte Pixeldichte von 326ppi ist mit Stand Herbst 2013 noch in Ordnung, andere Hersteller sind da aber wesentlich weiter.

iPHone 5c Unboxing (2)Doch wie auch bei den vorherigen iPhone-Generation kann auch dieses Display durch folgende Dinge überzeugen:

Es besitzt eine sehr gute Farbwiedergabe, die Blickwinkel sind sehr stabil, Weiß wird auch als solches dargestellt und auch die Schwarzwerte sind gut. Hier gibt es weder beim Betrachten von Bildern, Surfen oder sonstigen Aktivitäten Einschränkungen.

Auf eine Diagonale von 4-Zoll gesehen ist das Retina-Display nahazu perfekt, persönlich sehe ich Apple in Zukunft aber gezwungen auch auf größere Displays zu setzen. Mehr kann zu diesem Display nicht gesagt werden, was gut war, ist auch im iPhone 5c sehr gut.

Kamera

[two]Bei der Kamera greift Apple auf die altbewährte 8 Megapixel-Knipse mit f/2.4er Blende und LED-Flash aus dem iPhone 5 zurück. Wie auch in der vorherigen Generation können die Fotos als gut bis sehr gut bezeichnet werden, bei schlechtem Umgebungslicht werden sie schlechter und erhalten Rauschfragmente.

Im Vergleich zu aktuellen Flaggschiffen aus dem Android*- und Windows Phone Bereich sollte auch Apple hier nachlegen, im iPhone 5s wurde dies bereits zum Teil realisiert.

Im Zuge mit iOS 7 – und darauf komme ich im nächsten Kapitel zu sprechen – wurde auch die Kameraoberfläche aufpoliert. Mittels einfacher Swype-Aktionen nach links bzw. rechts , kann zwischen dem Video-, Foto-, Quadrat- oder Panorama-Modus gewechselt werden.[/two] [two_last]iPHone 5c Unboxing (7)[/two_last]

In all diesen Modi ist es möglich den Blitz ein- oder auszuschalten bzw. eine Blitzautomatik zu verwenden. Unter Foto und Quadrat ist es ferner möglich den HDR-Modus zu aktivieren oder spezielle Live-Filter anzuwenden. Insgesamt stehen acht Live-Filter plus der Normal-Modus zur Verfügung.

Als hauptberuflicher Android*-User habe ich leider einige Einstellungen vermisst. Warum gibt´s nicht die Möglichkeit einen Selbstauslöser, manuelle Fotofunktionen oder eine Auflösungsänderung zu implementieren? In diesem Punkt wurde mir zum ersten Mal deutlich, dass Apple seine Kunden in der Wahl ihrer Entscheidung etwas einschänkt.

Testbilder in HDR, Normal, mit Live-Filtern oder auch Panorama findet ihr etwas weiter unten.

Testbilder

iPhone 5c Testbild (3)

Apple iPhone 5c Testbilder in voller Auflösung downloaden (Google Drive)

Software

Im Zuge der Vorstellung von iPhone 5c und iPhone 5s wurde auch Apples neues, mobiles Betriebssystem iOS 7 vorgestellt. iOS 7 ist vor allem eins: Bunt, flach und einfach! Es finden jetzt nicht nur neue Schriftarten Verwendung, die gesamte Oberfläche ist bunter geworden und Icons wurden neu gestaltet.

[bq_right]schnelleinstellung-ios7[/bq_right]

Angefangen beim Lockscreen werden hier erstmals Informationen zum Netzbetreiber und der Empfangsstärke, aber auch das Datum und eingegangene Nachrichten, angezeigt. Mittels eines Wisch nach rechts wird das Display entsperrt, in diesem Fall ist es jedoch egal von welcher Stelle. Optional – und so nutze ich iOS 7 beim iPhone 5c – noch mit einer vierstelligen PIN*.

Weiterhin besteht die Möglichkeit über den Lockscreen die Kamera zu aktivieren, die innerhalb von einer Sekunde startklar ist. Weltklasse!

Über die herunterziehbare Benachrichtigungsleiste findet ihr Infos zu heutigen Terminen, dem Wetter oder Aktien bzw. allen und verpassten Mitteilungen. Diese lässt sich natürlich nicht nur vom Lockscreen bedienen, sondern auch von allen Homescreens und vielen Applikationen.

Neu ist eine hinzugekommen Quicksettings-Leiste oder auch Schnelleinstellungen genannt. Diese zieht ihr aus dem unteren Bildschirmrand in das Display und erhaltet so Schnelleinstellungen für Taschenlampe, die Helligkeitsregulierung, Bluetooth, den Musikplayer und viele weitere Funktionen.

Auf dem eigentlichen Homescreen angelangt, erkennt man bei Anwendungen wie Fotos oder dem iTunes Store die Design-Unterschiede und eine neue Farbgebung.

ios7-oberfläche

Während unter iOS 6 noch linksseitig eine Suchseite eingerichtet war, findet der User unter iOS 7 nur noch Homescreens. Die Suche wird durch einen Wisch von der Displaymitte nach unten geöffnet. Über diese könnt ihr anschließend das Gerät nach Kontakten, Apps, Musik und vielem Mehr durchsuchen. Diese Suche ist wirklich umfassend und stark.

Über einen Doppelblick auf den Homebutton gelangt ihr zum Multitasking Menü, indem alle geöffneten Applikationen und die dazugehörigen Icons anzeigt werden. Über das Gedrückhalten der Hometaste wird der Sprachassistent Siri geöffnet. Wie schon bekannt können hierüber Suchen gestartet werden, Kontakte angerufen  oder Nachrichten versendet werden.

Für einen ausführlichen Rundgang mit iOS 7 lege ich euch das Video von Moritz ans Herz, denn er hat Apple neues, mobiles OS sehr genau betrachtet.

Performance & Akkulaufzeit

Zur Performance des iPhone 5c müssen wir nicht viele Worte loswerden. Wie auch schon beim iPhone 5 ist dieser hervorragend, Applikationen öffnen schnell und auch Multitasking wird umgehend umgesetzt. Selbst das Spielen aktueller Titel wie Infinity Blade 3 klappt vorzüglich.

Bezüglich der Akkulaufzeit konnten wir bei normaler Nutzung rund 30-32 Stunden Laufzeit feststellen. Sobald das Gerät in den Standby geht sind es sogar bis zu  4 Tage.

Bei Betrachtung des vermeintlich kleinen Akku eine großartige Leistung.

Fazit

Mit dem iPhone 5c hat Apple sein Smartphone* nicht neu erfunden, sondern ihm nur eine neue, frische Hülle verpasst. Technisch gesehen ist alles beim Alten geblieben, nur die Akkukapazität und die Abmessungen sind etwas gestiegen.

Hinsichtlich der Abmessungen stellt es aber kein Problem dar, denn es liegt außerordentlich gut in der Hand und lässt sich ohne Probleme mit einer Hand bedienen. Performance und Akkulaufzeit sind wie immer spitze, hier gibt´s nichts zu meckern.

Fotos werden in der bereits bekannten Qualität geliefert, man muss jedoch Abstriche bei Bildern unter schlechten Lichtverhältnissen machen. Was im letzten Jahr noch gut war, ist mittlerweile Schnee von gestern.

Positiv hervorzuheben ist weiterhin die Möglichkeit LTE nun in allen, nationalen Netzen ampfangen zu können.

Mit einem Preis ab 599 Euro ist das iPhone 5c nicht gerade ein Schnäppchen und richtet sich eher an diejenigen, die individueller sein möchten. Mit fünf verschiedenen Farben und nochmals sechs verschiedenen Schutzhüllen, gehört man nicht mehr zur grauen Masse. Dennoch ist dieser Preis zu hoch angesetzt!

Wer sich vom Preis und vom technischen Stillstand nicht abschrecken lässt, der findet im iPhone 5c allerdings einen guten Begleiter.

iPHone 5c Unboxing (9)



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