Nokia Lumia 1520 im Hands-On und mein erster Eindruck


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Im letzten Monat hat Nokia* im Rahmen der diesjährigen Nokia* World in Abu Dhabi das Lumia 1520 offiziell vorgestellt. Auf dem Nokia*-Bloggertreffen in Düsseldorf konnten ich mir das 6 Zoll Smartphones des Unternehmens einmal genauer anschauen und hab das Ganze natürlich in bewegten und statischen Bildern festgehalten.

Smartphone* ohne Kompromisse“, so hat David Akinjise, Produktmanager von Nokia, das Lumia 1520 bezeichnet. Und dem kann ich getrost zustimmen. Bislang hat Nokia auf HD-Displays und Dual-Core-Prozessoren gesetzt und musste in Sachen Spezifikationen im Vergleich zur Konkurrenz immer den Kürzeren ziehen. Im Lumia 1520 hat Nokia aber endlich nachgelegt und gleichzeitig auch den Schritt zu größeren Smartphones gewagt.

Das Nokia Lumia 1520 besitzt ein 6 Zoll großes IPS-Display*, welches mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel ausgestattet ist und von Corning Gorilla Glass 2 geschützt wird. Angetrieben wird das Smartphone* von einem Snapdragon 800 Quad-Core-Prozessor, der mit 2,3 GHz getaktet ist. Als Arbeitsspeicher kommen 2 GB zum Einsatz und der interne Speicher ist mit 32 GB bemessen, welcher aber per microSD-Karte auf 64 GB erweitert werden kann. Die PureView-Kamera ist mit 20 Megapixel sowie optischen Bildstabilisator ausgestattet und besitzt genau wie das Lumia 1020 die Oversampling-Technologie sowie die Möglichkeit im Nachhinein aus dem Bild zu zoomen. Auf der Front steht eine 1,2 Megapixel Weitwinkelkamera zur Verfügung und der Akku besitzt 3400 mAh. Ansonsten verfügt das Nokia Lumia 1520 über LTE (Cat4), HSPA (42 Mbit/s), A-GPS, GLONASS, NFC, Bluetooth 4.0 LE und WLAN (2.4/5Ghz) a/b/g/n/ac. Die Ausmaße betragen 162.8 x 85.4 x 8.7 mm und das Ganze wiegt 209g.

Aber nun genug von den technischen Angaben. Kommen wir lieber mal zu meinem ersten Eindruck. Das Nokia Lumia 1520 ist wie gewohnt für das finnische Unternehmen hervorragend verarbeitet. Das Polycarbonat-Gehäuse fühlt sich sehr wertig an und hat eine gute Haptik. Auf Grund der Größe kann das Gerät natürlich nur bedingt mit einer Hand bedient werden, was einem aber schon vor dem Kauf klar sein sollte. Der Formfaktor ist also nichts für jeden, hat aber natürlich auch seine Vorteile. Multimediale Medien sehen großartig auf dem Lumia 1520 aus und machen gigantisch viel Spaß. Besonders die neue App „Storyalbum“ hat es mir angetan. Die App ist eine andere Art und Weise der Darstellung von aufgenommenen Fotos und sortiert das Ganze nicht wie gewohnt nach der zeitlichen Reinfolge, sondern anhand der GPS-Location. Auf einer Weltkarte kann ganz einfach betrachtet werden, an welchem Ort welche und wie viele Fotos aufgenommen wurden. Keine komplett neue Idee, aber definitiv sehr nett umgesetzt, wie ich finde.

In Sachen Fotos hat das Lumia 1520 aber noch mehr zu bieten. Das übergroße Smartphone* kann nämlich neben dem Display* und dem Prozessor auch mit der Kamera punkten. Die 20 Megapixel-PureView-Kamera ist mit Carl Zeiss Linsen ausgestattet und ermöglicht einen zweifachen Zoom ohne jeglichen Qualitätsverlust. In Kombination mit den manuellen Einstellungsmöglichkeiten ist das Gerät also auch für den ambitionierten Fotografen interessant. Die ersten Aufnahmen machten einen sehr guten Eindruck, wobei wir auf Grund des Vorserienmodells die Bilder nur auf dem Lumia 1520 selbst betrachten konnten. Ich bin mir aber sicher, dass Nokia auch hier die gewohnte Qualität zum Marktstart liefern wird.

Als kleines Extra gab es auch die neue Refocus-App zu sehen, die das Neufokussieren eines Fotos im Nachhinein erlaubt. Es werden hierfür ähnlich wie bei der Smart Camera mehrere Aufnahmen automatisch hintereinander getätigt und übereinandergelegt. Im Ergebnis kann dann der Fokus auf jeden Punkt des Bildes gesetzt werden und das beliebig oft. Das Ganze hat bereits sehr gut funktioniert, obwohl sich die App noch in einem Entwicklungsstadium befindet. In jedem Fall wieder einmal ein geniales Alleinstellungsmerkmal von Nokia, welches wohl gleichzeitig mit dem Marktstart des Lumia 1520 Ende des Jahres auch für andere Windows Phones verfügbar sein wird.

Alles in allem hat mir das neue Smartphone der Finnen sehr gut gefallen. Die Displaygröße ist natürlich Geschmackssache, aber das muss jeder für sich entscheiden. Preislich ist das Nokia Lumia 1520 bei 799 Euro angesetzt, wobei es sich hierbei um die unverbildlichen Preisempfehlungen handelt. Ich gehe davon aus, dass sich der Preis im ersten Monat bei um die 700 Euro einpendeln wird. Markstart ist noch für dieses Quartal angesetzt, also mit Sicherheit noch vor Weihnachten.



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