Smartwatch AW-414.Go von simvalley im ausführlichen Test – Bilder und Video


Einführung

Vorgestellt wurde die MOBILE 1.5″-Smartwatch AW-414 von simvalley bereits auf der im September stattfindenden IFA in Berlin. Einige von euch werden sich fragen „simvalley“? Ja genau, simvalley wird über Pearl, bekannt aus Internet und Fernsehen, verkauft und ist jedem Tech-Interessierten zumindest ein Begriff. Smartwatches werden immer beliebter und haben sich in diesem Jahr bereits ein kleinen Platz am großen Smartphone* & Tablet Markt gesichert. Neben bekannten wie der Samsung* Gear oder Sony Smartwatch versucht nun simvalley sein Glück und konnte einiges besser umsetzen, als die Konkurrenz. Was genau, verrät euch unser Testbericht.

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Technische Daten

  • Android*-Smartwatch: Vollwertiges 3G-Smartphone* für dein Handgelenk
  • Modernes Display* mit AMOLED-Technologie: farbbrillant, kontrastreich, blitzschnell und energiesparend
  • Sensitiver 1.5″-Touchscreen (4 cm, 240 x 240 Pixel), auch mit Stift oder Kugelschreiber bedienbar
  • Dual-Core-Prozessor: Cortex A7-Prozessor mit 1.2-GHz-Taktung, 512 MB RAM
  • Multitouch und präziser Touchscreen-Stift
  • Betriebssystem: Android* 4.2.2 JellyBean
  • Navigation: GPS, G-Sensor, E-Kompass
  • Auf der ganzen Welt erreichbar: Quadband GSM 850/900/1800/1900
  • Vertrags- und SIM-Lock-frei: einfach Ihre SIM-Karte einlegen (Format: Micro-SIM)
  • Variabler Speicher: microSD/SDHC bis 32 GB
  • Datenübertragung: HSPA bis 7.2 Mbit/s, WLAN bis 150 Mbit/s, Bluetooth 4.0
  • Winzige 3-MP-Kamera für Fotos und Videos
  • Mit Vibrationsalarm
  • Mediaplayer-Funktion: MP3, MIDI, Ogg, PCM, WAVE, JPEG, GIF, BMP, PNG, MPEG
  • Akku: Li-Ion (600 mAh), Standby bis zu 75 Stunden
  • Maße: 45,3 x 44,3 x 14,1 mm, nur 90 Gramm inkl. Akku
  • Smartwatch inklusive Stift, Ladeschale, Akku, USB-Kabel, Schraubenzieher, Schnellstart-Anleitung*
  • Preis 199 Euro bei PEARL

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Nach dem Auspacken ist man doch etwas überrascht, wie dick die Uhr ist. Mit einer Maße von 45,3 x 44,3 x 14,1 mm und nur 90 Gramm inkl. Akku, hält sich ganze aber noch in Grenzen und selbst nach ein paar Tagen an meinem Handgelenk ist diese noch angenehm zu tragen. Ich bin seit Jahren schon kein Uhrenträger mehr, da meine Armbanduhr durch das Smartphone* abgelöst wurde. Daher dachte ich, dass es sich für mich schwieriger darstellen könnte, wieder jeden Tag eine Uhr zu tragen. Dem ist nicht so! Das Armband besteht aus Kautschuk und ist daher selbst für Allergiker tragbar. Durch das weiche, gummiartige Material ist ein angenehmer Tragekomfort gewährleistet. Sogar bei schweißtreibenden Angelegenheiten wie Sport.

Das Design ist eher schlicht gehalten, was ich sehr gut finde. Eher unauffällig am Handgelenk, ist die Smartwatch doch immer präsent und schnell erreichbar. Die Farben sind schwarz und eine Art Metallic-Grau. Die Bedienelemente sind gut erreichbar. Wobei man hier nur zwei Buttons an der rechten Seite hat. Der obere dient dazu um die Uhr aus dem Standby Modus zu holen und sich die Uhrzeit anzeigen zu lassen. Der untere Button dient dazu, um in den Einstellungen zu navigieren. Zwischen den beiden Buttons befindet sich die 3-Megapixel-Kamera. Meist wird jedoch das sensitive Display* zur Navigation genutzt.

Auf der Linken Seite befindet sich der Micro-USB-Kartenslot. Auf der Unterseite wird der Akku und die SIM-Karte verstaut. Beides stellte sich etwas schwieriger heraus, als erwartet. Möchte man die drei genannten Dinge in der Smartwatch unterbringen, muss man erst zwei verschraubte Abdeckungen entfernen. Das ist keine Arbeit für Grobmotoriker, sondern eher für Feinmechaniker. Der mitgelieferte Schraubenzieher taugt keinen Cent. Man sollte daher in den eigenen Werkzeugkoffer greifen und einen Schraubenzieher für Feinmechanik parat haben. Die Schrauben sind sehr winzig und damit meine ich „winzig“. Was wiederum gut ist, da diese so nicht zu sehr auftragen und das Gesamtbild der Smartwatch stören. Der Hersteller liefert zudem gleich einen Satz Ersatzschrauben mit, da die ein oder andere schnell mal verloren gehen könnte. Mir ist das bereits beim ersten Einsetzen bereits passiert. Hatte die Schraube nach längerem Suchen wieder finden können.

Hat man die Schrauben entfernt, werden die Abdeckungen abgenommen und man kann die SIM-Karte, Micro-USB-Karte und den Akku einsetzen. Danach wieder alles verschrauben und die Schrauben fest anziehen. Das Problem was ich hier sehe ist, dass man nicht schnell mal die Karten oder den Akku wechseln kann. Da man immer den passenden Schraubenzieher dabei, einen sauberen Platz zum wechseln (ich würde keine Wiese, Decke o.ä. empfehlen) und natürlich gute Augen haben muss.

Der Smartwatch liegt noch ein kleiner Eingabestift dabei, den man am Armband befestigen kann. Schnell stellte sich heraus, dass der Stift nicht wirklich zum bedienen taugt. Denn entweder reagierte das Display* nur sehr ungenau auf den Stift oder überhaupt nicht. Ich habe zur Bedienung daher immer die Hardware Button oder meinen Finger genommen, um das sensitive Display zu bedienen.

Display

Der Hersteller beschreibt das Display als AMOLED. Ich muss zugeben, mit dem Gedanken kann ich mich schlecht anfreunden. Wenn es denn eines ist, dann ist es doch recht pixelig. Während die Icons noch sehr gut und farbneutral angezeigt werden, hat man bei Texten eher das Problem, dass alles etwas verwaschen und unscharf wirkt. Man kann diese zwar lesen, dass stellt keine Probleme da, aber eben nur mit Abstrichen. Wenn ich AMOLED Display lese, dann gehe ich im Normalfall von einem Display aus, das leuchtstark, farbneutral und gestochen scharf ist. Das kann dieses Display nicht in allen Belangen erfüllen.

Das Display reagierte nicht immer auf Wischgesten. Man musste dann schon öfters mit dem Finger drüber wischen. Bei Druckeingaben wiederum gab es nichts auszusetzen, die Druckpunkte waren optimal gesetzt. Ein schreiben über die virtuelle Tastatur war sehr gut möglich. Selbst mit etwas dickeren Fingern und dank Rechtschreibkorrektur, hat man schnell Texte via SMS, soziales Netzwerk oder WhatsApp geschrieben. Natürlich muss bei einem 1.5″-Touchscreen das nur 4 cm groß und lediglich 240 x 240 Pixel bietet, Abstriche machen. Wer hier erwartet Texte mit mehreren Fingern oder gar 10-Finger-System zu schreiben, ist fehl am Platz und sollte sich keine Smartwatch kaufen. Es sei denn, diese könnte Texte per Spracheingabe umsetzen und schreiben. Man benötigt schon etwas Übung und Feingefühl.

Texteingaben via Finger klappt bei weitem zuverlässiger als mit dem mitgelieferten Eingabestift. Da das Display eher schwergängig, überhaupt nicht oder sehr ungenau reagiert.

Zusammengefasst kann man sagen, das Display ist vollkommen ok für die Smartwatch. Texte sind gut lesbar, auch wenn diese ein wenig verwaschen wirken. Selbst bei hellem Sonnenlicht ist alles noch relativ gut erkennbar. Filme anschauen geht sogar ganz gut, auch wenn es nach einer Weile auf dem kleinen Display keinen Spaß macht. Kurze Youtube Videos gehen natürlich immer. Natürlich ist hier noch jede Menge Luft nach oben und ich denke mir, dass sich in dem Bereich noch einiges tun wird.

Kamera

Eine 3-Megapixel-Kamera ist mit an Bord: ideal für Schnappschüsse und spontane Videos. Diese befindet sich, wie bereits weiter oben erwähnt, zwischen den beiden Hardware Tasten auf der rechten Seite. Die Kamera betrachte ich als nettes Gimmick und ist sicherlich nicht für tolle Urlaubsfotos geeignet. Witzig kann der ein oder andere Schnappschüsse oder Video werden. Zumal die Kamera doch eher unbemerkt von vielen bleibt.

Ausgelöst wird die Kamera oder das Video durch die Kamera Anwendung unter Android*. Man sollte beachten, wenn die Uhr am Handgelenk getragen wird und man ein Foto oder Video machen möchte, das man seinen Handrücken nach unten wegdreht. Da dieser ansonsten im Bild zu sehen ist. Das ist reine Gewöhnungssache und man hat schnell heraus, wie es am besten funktioniert.

Fotos oder Videos können dank Android und 3G/WiFi Verbindung schnell über die bekannten sozialen Netzwerke, per Email oder WhatsApp verteilt werden. Es ist auch möglich diese in die Cloud, wie Dropbox & Co. hochzuladen.

Die Ergebnisse der Fotos und Videos sind natürlich nichts für hohe Qualitätsansprüche. Wirken sie doch eher blass, ausgewaschen, zeigen veränderte Farben an und Kontrast sowie Schärfe lässt sich gar nicht erst blicken. Schnappschüsse ok, mehr aber leider auch nicht.

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Software & Performance

Diese Smartwatch kann alles, was sonst nur ein Smartphone kann – E-Mail, SMS oder WhatsApp Nachrichten lesen und schreiben beherrscht die Smartwatch genau so gut wie Navigation, Musik anhören, Videos anschauen, Kontakte verwalten etc. Das gute daran, man hat die Smartwatch immer sofort am Handgelenk parat. In dem Sinne unschlagbar praktisch.

Viele Tausend Apps sind auf Ihrer simvalley MOBILE Smartwatch lauffähig. Unter anderem wurden folgende Top-Apps aus den Gratis-Charts getestet:

Adobe Reader, Amazon Mobil für Android, Angry Birds, AntiVirus GRATIS, AutoScout24 – mobile Autosuche, Barcode Scanner, BILD, Blitzer.de, Chrome*-Browser, cleverTanken, Das Örtliche Telefonbuch, DB Navigator, Dropbox, eBay, Facebook, Firefox, Fruit Ninja Free, GMX Mail, google Drive, Maps, Runtastic Laufen & Fitness, Shazam, Skype, SoundHound, Sparkasse, SPIEGEL, Spotify, Tagesschau, TV SPIELFILM, Twitter, WhatsApp Messenger.

Mit Android 4.2.2 JellyBean ist auf man auf einen ziemlich aktuellen Status. Wie weit es mit zukünftigen Updates des Firmware aussieht, kann ich bis dato nicht sagen. Schnelles WLAN und 3G ermöglichen mobiles Surfen. Über Bluetooth verbindest Du Headsets, Tastaturen und andere Zusatzgeräte. Per GPS wird die Smartwatch sogar zum Navi!

Anwendungen lassen sich Dank Cortex A7-Prozessor mit 1.2-GHz-Taktung und 512 MB RAM schnell starten und bedienen. Da kann man kaum bis keine Zeitverzögerungen feststellen. Datenübertragung sind via HSPA bis 7.2 Mbit/s, WLAN bis 150 Mbit/s und Bluetooth 4.0 möglich. Der Mediaplayer spielt bekannte Formate wie MP3, MIDI, Ogg, PCM, MPEG und WAVE ab und über die Gallerie können Formate wie JPEG, GIF, BMP und PNG angezeigt werden. Dank Quadband GSM 850/900/1800/1900 ist man zudem auf der ganzen Welt erreichbar.

Telefonieren

Bei diesem Punkt kommen wir an einer Stelle, wo sich die Smartwatch AW-414 von vielen anderen Smartwatches unterscheidet, dem vollständig autarken telefonieren, unabhängig von einem Smartphone. Denn dank SIM-Karte könnt ihr euer Smartphone beruhigt zu Hausen lassen. Mit dieser Smartwatch könnt ihr entweder über den integrierten Lautsprecher oder über ein via Bluetooth verbundenen Headset bequem telefonieren. Das klappt erstaunlicherweise sehr gut. Bei verschiedenen Tests mit unterschiedlichen Umgebungsgeräuschen war mein Gegenüber und ich sehr gut zu verstehen. Ein wenig „metallisch“ aber dennoch gut. Es sieht natürlich auf der Straße etwas seltsam aus, wenn man mit seiner Uhr spricht. Dieses Bild wird sich in Zukunft aber noch ändern und immer mehr und mehr Menschen werden dies tun.

Denke man doch an die Anfänge von Headsets zurück. Als Menschen an einem vorbei liefen, die scheinbar mit sich selbst sprachen. Dabei hatten sie lediglich über ein Headset telefoniert. Die Zeiten ändern sich und in Sachen Technik schneller als man denkt. Ich habe bei meinen Tests die Smartwatch meist mit dem Bluetooth Headset oder der KFZ Bluetooth Freisprecheinrichtung genutzt. Das verbinden mit beiden klappte auf Anhieb und erwies sich als überaus kinderleicht.

Akkulaufzeit

Die Ladeschale eine super Idee. In diese wird die Smartwatch eingelegt, die Ladeschale zugeklappt und schon kann mit dem bereits angeschlossenen USB Kabel der Ladevorgang beginnen. Nachteil daran, man sollte die Ladeschale nicht vergessen, wenn man in den Urlaub fährt. Denn ohne diese, bleibt der Akku euer Smartwatch leer. Dafür gibt es keinen USB-Mikro-Anschluss an der Uhr, der das Design negativ verändern würde. Die Akkulaufzeit, kann je nach Nutzung der Smartwatch und deren Anwendungen, bis zu 2 Tage betragen. Das ist gegenüber einigen Konkurrenten sogar sehr gut und braucht den Vergleich nicht zu scheuen. Der 600 mAh Li-Ion Akku ist in zwei bis drei Stunden vollständig geladen. Ich hatte während des Testzeitraumes die Smartwatch meist über Nacht geladen.

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Fazit

Die Smartwatch AW-414 von simvalley bietet alles, was ein Smartphone auch kann. Egal ob chatten, spielen, Musik hören, Filme anschauen, surfen oder einfach nur telefonieren. Mit dieser Smartwatch verschwinden die Grenzen zwischen einem Smartphone und einer Uhr. Hier geht die technische Entwicklung definitiv in die richtige Richtung. Das beste an einer Smartwatch, man ist unabhängiger. Einmal morgens an am Handgelenk angelegt, kann man seine Smartwatch nirgends mehr vergessen und braucht daher weniger bedenken haben, diese zu verlieren.

Vom Design und der technischen Ausstattung, gerade was das Display betrifft, ist natürlich noch jeden Menge Luft nach oben. Noch stehen wir am Anfang von solchen Gadgets und ich denke, dass kommende jahr wird da noch einiges zu bieten haben.

Mit dem Preis von 199 Euro setzt sich die Uhr auch preislich von der Konkurrenz ab und ich denke, für das was diese Smartwatch alles bietet, geht der Preis vollkommen in Ordnung.

Ich persönlich werde aber noch auf die passende Smartwatch warten. Vor allem, da ich sehr anspruchsvoll beim Design bin. Eine Smartwatch sollte nicht nur technisch erste Sahne sein, sondern auch noch schick aussehen. Vor allem würde ich mir eine schlankere Version der Smartwatch wünschen.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei PEARL bedanken. Die uns freundlicherweise die simvalley MOBILE 1.5″-Smartwatch AW-414.Go für den Testbericht zu Verfügung gestellt hatten.




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