Google verkauft Handy-Sparte Motorola Mobility an Lenovo


motorola-logo-neuEr galt als einer der größten Coups der letzten Jahre. Der Suchmaschinenriese Google Inc. verleibte sich vor 1.5 Jahren für rund 12.5 Milliarden Dollar Motorola Mobility ein und lehrte den ein oder anderen Mitbewerber das Fürchten. Google – stellvertretend für das Android* OS – nun auch Hardware-Hersteller? Kommt der Konzern dabei nicht in Konflikte mit anderen Herstellern? 

Nun, diese vermeintlichen Ängste sind seit dem gestrigen Abend passé, denn wie Google bekannt gab, wird Motorola Mobility für einen schäbigen Preis von 2.91 Milliarden US-Dollar an den weltgrößten PC-Hersteller Lenovo verkauft. Nicht, dass Motorola jemals mehr wert gewesen wäre, dennoch ist die Differenz von 10 Milliarden US-Dollar gegenüber des Kaufs eine beachtliche Summer.

Rückblickend auf die letzten 19 Monate kann folgendes Resümee gezogen werden. Google hat durch den Kauf von Motorola Mobility einen unendlichen Schatz an Patenten bekommen, um sich gegen Mitbewerber wie Apple verteidigen zu können. Im Zuge der Zusammenarbeit wurden mit dem Moto X und Moto G zwei Smartphones* vorgestellt, die das Potential beider Unternehmen bewiesen haben, mehr aber auch nicht. Ein Kracher mit einer richtigen Außenwirkung wurde jedoch nicht gelandet.

Google gibt in seinem Statement bekannt, dass Lenovo mit seiner Erfahrung in der Fertigung von Hardware besser für Motorola Mobility geeignet wäre. Ferner bekommt der chinesische Großkonzern rund 2000 Patente zugesprochen, der Rest bleibt in den Händen von Google. So selbstlos sich das anhört, Google wird wohl auch aus diesem vermeintlichen FehlKaufVerkauf seinen Gewinn ziehen.

Bleibt nur zu hoffen, dass auch in Zukunft Motorola Smartphones* & Tablets weiterhin mit Vanilla Android* laufen und schnell mit Updates bedient werden.

 



Wichtig: Hilfe zu inhaltlichen Themen kann am einfachsten in unserem Hilfe-Bereich bekommen werden. Dort kann man schnell und einfach bei Problemen und Schwierigkeiten nachfragen und entweder die Redaktion oder auch fachkundige Nutzer beantworten die Frage. Dazu können dann auch andere Nutzer mit dem gleichen Problem die Lösung dazu lesen und müssen nicht mehr selbst eine Frage stellen.