Threema: Dateiversand mit bis zu 20MB angekündigt.


In der NZZ ist gestern ein Bericht/Interview über die Macher hinter Threema erschienen, dass einige interessante Details beinhaltet und insgesamt sehr lesenswert ist. Im Gegensatz zu den kostenlosen Messengern zahlt man für den Download des Messengers zahlen Kunden derzeit 1.99 Euro, bietet dafür aber auch eine NaCL Verschlüsselung mit 256 Bit. Der einzige Nachteil ist die Tatsache, das der Quellcode nicht offen ist. Eine Prüfung auf Hintertüren oder Fehler ist damit extern nicht möglich, man muss den Machern in Sachen Sicherheit vertrauen.

Im Interview kündigen die Macher auch einige Neuerungen für die Zukunft des Messenger ans:

  • im Juli soll es eine neue Version der Messenger-App geben, mit der man zukünftig auch Dateien mit bis zu 20MB Datenvolumen verschicken kann.
  • der Gateway Dienst für Firmen soll weiter ausgebaut werden
  • die USA soll als neuer Markt erschlossen werden und man möchte das Wachstum dort stärken

Im Vergleich zu anderen Messenger Diensten ist Threema allerdings immer noch ein kleiner Player. Mit etwa 3 Millionen aktiven Nutzern pro Monat kann es mit dem Marktführern WhatsApp (etwa 800 Millionen aktive Nutzer) und Facebook Messenger (etwa 600 Millionen aktive Nutzer pro Monat) bei Weitem nicht mit halten. Das ist aber auch gar nicht das Ziel, sondern es geht eher darum eine funktionierende Plattform für alle Nutzer anzubieten, denen Reichweite weniger wichtig ist als Sicherheit bei der Kommunikation.

Interessant ist eine Anmerkung der Entwickler hinter dem Dienst: „Wenn sie jemanden ins Visier nehmen wollen, dann gibt es effektivere Methoden, als unsere Verschlüsselung anzugreifen. Die Schwachstelle ist das Endgerät„. Das heißt im Klartext, dass eine verschlüsselte Kommunikation natürlich hilft, aber wenig bringt, wenn die Inhalte im Klartext auf den Endgeräten ausgelesen werden können. Trojaner auf dem Handy und gestohlene Geräte machen die Verschlüsselung weitgehend nutzlos.



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