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Wer mit dem Handy einkauft, zahlt oft mehr


Oft unterwegs, keine Zeit zu Hause, die Bequemlichkeit schnell mit dem Smartphone* einen Einkauf zu tätigen einfach zu verlockend – Doch Vorsicht, wer meint damit oft günstiger wegzukommen, der kann sich täuschen. Denn oft werden auf dem Handy andere Preise angezeigt, als beispielsweise zu Hause auf dem PC, das stellte die Verbraucherzentrale NRW bei einer Stichprobe fest.

Zwei Beispiele: So kostete der Fernseher auf dem Smartphone* 1149 statt 999 Euro, eine Wintermütze sogar ganze 10 Euro, obwohl diese online auf dem PC nur für 3,95 Euro angeboten wurde. So kamen bei den Probekäufen insgesamt Mehrkosten von über 300 Euro zusammen, alles nur weil mobil eingekauft wurde. Doch warum eigentlich der Preisunterschied?

Auf dem Smartphone Einkäufe oft teurer – Umstellung ein zu hoher Aufwand

Der eigentliche Grund ist der, dass Preise für mobile Endgeräte viel seltener aktualisiert werden als für die PC-Version eines Webshops. Begründet wird dieser Umstand von Händlerseite, dass die Anpassung mit zusätzlichen technischem Aufwand verbunden ist. Doch bösen Willen konnte die Verbrauchzentrale keinem Händler nachweisen. Es sei zudem schwierig den Händlern vorsätzliches Handeln nachzuweisen. Grundsätzlich sollte auch kein Betreiber eines Online-Shops das Interesse haben, die Preise unterschiedlich auf den Plattformen zu gestalten, denn so kann seitens des Kunden Vertrauen verloren gehen.

Auch Handy-Marke entscheidet über Preis

Auch je nachdem welche Marke das Endgerät aufweist, kann ebenfalls ein anderer Preis angezeigt werden. Das zeigte eine Untersuchung der Northeastern University Boston, bei denen Nutzer eines US-Reiseportals bspw. auf dem iPhone Hotelpreise günstiger angezeigt bekamen, als Nutzer mit einem Gerät auf Android*-Basis. Nutzer eines iPhones zahlten so 15 Euro weniger für ein Zimmer. Verwunderlich, und das obwohl Besitzer von Apple*-Geräten deutlich mehr bereit sind höhere Preise zu zahlen.

Wechsel auf Desktop-Version günstiger

Wer einer eventuell unterschiedlichen Preisgestaltung aus dem Weg gehen möchte, dem empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, lieber auf die Desktop-Version der Webseite im Browser des Handys oder des Tablets zu wechseln. Vorausgesetzt ein solcher Wechsel ist möglich. Wer jedoch ganz sicher gehen möchte und es nicht so eilig hat, der kann die Preise zu Hause auf dem Desktop-PC mit den Preisen im mobilen Webshop vergleichen und vielleicht einen Unterschied feststellen.

Statistik: Was wird mit dem Smartphone eingekauft

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