Apple-SIM auch in Deutschland erhältlich – Retailer noch außen vor


Seit einigen Tagen ist die Apple SIM auch auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Sim-Karte von Apple wurde bereits mit dem iPad Air 2 in den USA und Großbritannien eingeführt. Ohne größeres Aufsehen erfolgt nun auch die Einführung auf dem deutschen Markt. Die Implementierung und der Durchbruch kann eine große Veränderung auf dem Mobilfunkmarkt bewirken. Beispielsweise führte das Unternehmen für das iPad im Jahr 2010 den Micro-SIM-Slot ein. Ab dem iPhone 4 waren diese Slots auch in den Smartphones* zu finden. Darauf folgte der Einsatz von Nano-SIM-Karten. Durch die Marktmacht von Apple zogen die Mobilfunkanbieter nach. In diesem Zusammenhang kann die Apple-SIM der kommende große Durchbruch sein.

Die Funktionen und Eigenschaften der Apple-SIM sind einfach und unkompliziert. Die hauseigene SIM-Karte kann als Rohling angesehen werden. Somit besteht die Möglichkeit, dass ein Tarifwechsel erfolgen kann, ohne dass die SIM-Karte gewechselt werden muss. Dies kann beispielsweise durch eine einfache Änderung in den Einstellungen erfolgen. Vor allem bei Aufenthalten im Ausland ist dies nützlich. Sobald der Nutzer im fremden Land angekommen ist, kann der Tarif an der Aufenthaltsort angepasst werden.

Diese einfache Anwendung könnte für den Mobilfunkmarkt weitreichende Folgen haben. Die Marktmacht von Apple würde wachsen, da lediglich Tarife von Partnern angeboten werden. Discount-Tarife würden somit nicht erhältlich sein. Das spiegelt das derzeitige Tarifangebot für die Apple-SIM wider. Wer als Deutscher mit der Apple-SIM beispielsweise in Frankreich oder den USA unterwegs ist, bezahlt über den Anbieter GigSky 10 Euro für 40 Megabyte. Für 25 Euro sind 200 Megabyte erhältlich. 400 Megabyte kosten 35 Euro. Für ein Datenvolumen von 1000 Megabyte müssen 50 Euro gezahlt werden. Während die 40 Megabyte innerhalb von 3 Tagen genutzt werden müssen, gibt es für den größten Tarif einen Monat Zeit.

Für einen Auslandsaufenthalt sind daher die altbewährten Prepaid-Karten günstiger. In den Vereinigten Staaten kann eine solche für monatlich 40 US-Dollar genutzt werden. Diese ist mit einer Gesprächs- und SMS-Flatrate ausgestattet. Zudem kann eine Internetflatrate mit einem Datenvolumen von 1000 Megabyte genutzt werden. Das Angebot wird von T-Mobile angeboten.

Auf der anderen Seite sei erwähnt, dass lästige Auseinandersetzungen mit Mobilfunkanbietern nicht mehr entstehen können. Zudem stellt die große Flexibilität die alten Verträge mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten in den Schatten. Viele Anbieter würden daher die Kundenbindung verlieren. Demgegenüber würden die üblichen Subventionierungen eines Geräts mit Abschluss eines längerfristigen Vertrags wegfallen.

Sowohl die Deutsche Telekom* als auch Vodafone* weigern sich, Tarife für die Apple-SIM bereitzustellen. Sofern sich die Apple-SIM auf dem Markt etablieren kann, bleibt es fraglich, ob die deutschen Mobilfunkanbieter diesem Druck gewachsen sind.

Die Apple-Sim ist für den Preis von 5 Euro erhältlich. Zurzeit kann diese jedoch nur in dem iPad Air 2 und iPad Mini 3 eingesetzt werden.



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