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Deutsche Patriot Abwehrstellung gehackt


Viren und Trojaner sind nicht mehr nur ein Problem von PCs und Smartphones* sondern mittlerweile ist technisches Gerät aller Art anfällig für Angriffe dieser Art. Diese Erfahrung musste auch die Bundeswehr machen. Die in der Türkei stationierten Flugabwehrsysteme des Typs Patriot hätten „unerklärliche“ Befehle ausgeführt. Das bedeutet wohl, dass man die Kontrolle über die Systeme zeitweilig verloren hatte. Das Kriegsgerät ist dabei an der Grenze zu Syrien auf türkischem Boden stationiert und soll die Türkei vor Raketenangriffen aus Syrien schützen.

Die Fachzeitschrift behörden-spiegel.de schreibt zu dem Angriffsszenario:

Eine mögliche Angriffsfläche für Attacken aus dem digitalen Raum bietet in diesem Zusammenhang die sogenannte „Sensor-Shooter-Interoperabilität“ (SSI). Dabei handelt es sich um den standardisierten Datenaustausch unter Echtzeitbedingungen zwischen Führungs- und Waffensystemen. Ein weiteres Einfallstor für Cyberangriffe sind die Chips der Waffensysteme, die schlussendlich für deren gesamte Steuerung verantwortlich sind. Diese kommen bereits seit Längerem aus den USA, ihre Rohlinge werden jedoch in Asien produziert. Dies ermöglicht militärisch relevante Einflussnahme.

Das deutsche Waffensystem mit möglicherweise manipulierter Hardware aus Fernost arbeiten, ist bedenklich genug. Bereits die NSA hatte mit manipulierten Festplatten und Bauteilen versucht, Zugriff auf geschützte Systeme zu bekommen, durchaus denkbar, dass dies auch von anderen Geheimdiensten so ausgenutzt wird. Dazu bedeuten die Möglichkeiten zur Fernsteuerung und zur Zusammenarbeit bzw. Abstimmung natürlich immer auch, dass Zugriff von extern möglich sein muss. Dabei dürften die Befehle zwar verschlüsselt übermittelt werden, mittlerweile sind Verschlüsselungen aber durchaus auch nicht mehr so unangreifbar wie man vor Jahren noch gedacht hatte. Vor allem menschliche Fehler (verlorene Laptops mit Keys) sind hier ein Problem.

Beim Patriot System handelt es sich in erster Linie um ein Defensiv-System, ein Hack hätte zwar schwerwiegende Folgen im Falle eines Angriffs, selbst angreifen ist damit aber kaum möglich. Nicht auszumalen, was passieren würden, wenn es erfolgreiche Hacks auf offensive Waffensysteme geben würde.

Das Bundesverteidigungsministerium dementiert den Vorfall allerdings und führt die unerklärlichen Aktionen der Raketenstationen nicht auf Hackerangriffe zurück.



  1. Jupp

    Mein Fahrrad ist gehackt worden! Mir unerklärlich war auf einmal das Hinterrad mit viel zu wenig Luft versehen! Das Rad stand die ganze Zeit im Keller unter Verschluss, ein physischer Zugriff kann also nicht stattgefunden haben… es muss gehackt worden sein!


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