S-Pen-Anleitung

Wenig souverän: Samsung und der Umgang mit dem zerstörerischen S-Pen


Wenig souverän: Samsung* und der Umgang mit dem zerstörerischen S-Pen – Ein falsch eingeführter Pen kann das Samsung* Note 5 beschädigen und wichtige Funktionen nicht mehr nutzbar machen. Schiebt man den Stift verkehrt herum in das Gerät kann er entweder nicht mehr entfernt werden oder zerstört beim Herausziehen Komponenten. Es scheint derzeit auch keine wirkliche Lösung für das Problem zu geben außer das Note 5 in jedem Fall sehr achtsam zu behandeln und beim Einschub des STiftes mehrfach zu prüfen, ob man die richtige Seite erwischt hat.

Das Problem allein ist bereits peinlich genug. Die Reaktion von Samsung* auf die Fehlermeldung ist aber noch deutlich unsouveräner. Sie lautet in Kurzform: Dann schiebt den Stift nicht verkehrt herein. Tatsächlich verweist Samsung auf die Bedienungsanleitung, in der ausgeführt wird, wie man den Pen einschieben soll in Verbindung mit dem Hinweis, dass ein falscher Einschub das Gerät beschädigen kann. Es liegt also am Kunden, wenn es Probleme gibt.

Tatsächlich? Ist es wirklich ein Fehler beim Kunden, wenn bereits eine kleine Unachtsamkeit das Gerät zerstören kann? Es handelt sich immerhin nicht um einen fatalen Fehler im Sinne von „Wirf dein Handy nicht in die Toilette“ sondern darum, einen Stift mit zwei fast identischen Seiten korrekt ins Gerät zu schieben. Man stelle sich nur mal vor, ein falsches Anstecken des USB-Steckers würde den PC oder das Handy beschädigen. Es gäbe heute kaum noch funktionierende Geräte. Es ist auch eine Aufgabe des Herstellers, die Geräte so zu designen, dass die menschlichen Fehler in geringem Maße ausgleichen. Immerhin müssen Displays auch eine gewisse Sturzresistenz aufweisen, weil ein Sturz passieren kann und dann eben nicht immer gleich ein neuer Bildschirm eingebaut werden sollte.

Bei einer wichtigsten Aufgabe des Gerätedesigns hat Samsung beim Note 5 leider versagt und ich könnte mir vorstellen, dass dies viele treue Fans der Note Reihe verärgert. Vielleicht besinnt man sich noch und bringt eine Lösung für das Problem, vielleicht einen Pen, der weniger zerstörerisch ist. Ansonsten braucht sich das Unternehmen nicht über sinkende Kundenzahlen zu wundern.



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