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OPPO R5s Testbericht nach 14 Tagen


OPPO R5s Testbericht nach 14 Tagen – Das OPPO R5s ist die Neuauflage des OPPO R5 aus dem vergangen Jahr und wurde teilweise für 199 Euro zum Marktstart verteilt. Mittlerweile liegt der Preis allerdings bei 429 Euro und damit wird klar, dass OPPO hier die obere Mittelklasse anpeilt.

Nach 14 Tagen Test gefällt das Gerät immer noch ganz gut, wobei in erster Linie die Materialien und das Design für diesen positiven Effekt sorgen. Das Gerät hat einen Metallrahmen und fasst sich damit sehr wertig an, ist aber auch überraschend schwer. Am interessantesten ist die Dicken: mit nur 4.85 Millimetern ist das Gerät nur halb so dick wie andere Smartphones* und das fällt auf. Dazu braucht das R5s vergleichsweise wenig Platz in der (Hosen-)Tasche.  Die meisten Nutzer waren überrascht, wie positiv sich die geringe Dicke auf den Platzverbrauch auswirkte.

Negativ fällt allerdings der vergleichsweise dicke Rahmen um das Display* ins Gewicht. Das OPPO R5s hat nur eine Displaygröße von 5,2 Zoll, ist durch den dickeren Rahmen aber etwa genau so groß wie das OnePlus mit 5,5 Zoll Display*. Das bemerkt man aber nur im direkten Vergleich.

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Unsaubere Verarbeitung bei der Box

Die Verpackung ist ebenfalls durchaus wertig gehalten (Kunststoff Box mit Aluminium Elementen). Bei der Verarbeitung gibt es aber einige Mängle (siehe die scharfkantigen Fräßspäne auf dem Bild).

Kleiner Akku mit guter Leistung

Die Akkuleistung fällt mit 2.000 mAh vergleichsweise gering aus. Es gab daher im Vorfeld einige Bedenken über die Leistungsfähigkeit. Im Test verbraucht das Gerät bei moderater Nutzung aber vergleichsweise wenig Energie. Bei normaler Nutzung war das Gerät nach 48 Stunden immer noch bei 30 bis 40 Prozent Akkuleistung. Das ist durchaus konkurrenzfähig. Allerdings scheint die Akkuanzeige ihr Macken zu haben. Die ersten 50 Prozent werden raltiv langsam verbraucht, die zweite Hälfte geht dann deutlich schneller. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Prinzipiell kann man aber mit dem Akku trotz der geringen Nominalleistung durch gut arbeiten.

oppo-r5s-huckelDer Kamera-Huckel

Bei vielen Betrachtern kam das dünne OPPO sehr gut an. Negativ fiel aber in fast allen Fällen die Gehäuseausbuchtung für die Kamera aus. Diese steht etwa 1,5 bis 2 Millimeter vor, ist also deutlich wahrzunehmen. Das stört den Gesamteindruck des sehr dünnen Gerätes und machts es an sich notwendig, das Handy immer auf die Displayseite zu legen, weil es sonst kippelt. Natürlich ist nachvollziehbar, dass bei der geringen Gehäusedicke wenig Platz ist, allerdings hätte man hier eine bessere Lösung finden müssen.

Android 4.4.4 – rly?

Der kritischste Punkte beim OPPO R5s ist das Betriebssystem. Vorinstalliert ist Android* 4.4.4 mit der ColorOS Oberfläche. Die Software ist damit bereits 2 Jahre als und bringt eine ganze Reihe bereits bekannter Sicherheitslücken mit. Ein eigenes Update steht nicht zur Verfügung. Man müsste also das System selbst auf den neusten Stand bringen – ohne technische Vorkenntnisse kaum zu machen. Für Einsteiger – an dies sich das Gerät eher richtet – bleibt damit die Wahl zwischem alten und anfälligen Betriebssystem oder technischem Neuland.

Um das nochmal konkret zu machen: Android* 4.4.4 arbeitet auf dem R5s stabil und schnell. Da gibt es kaum etwas auszusetzen. Aber aus sicherheitstechnischer Sicht kann man hier eigentlich nur abraten.

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Links OnePlus One, rechts R5s – Klicken zum Vergrößern (1,7MB)

Die Kamera im OPPO R5s

Im R5s arbeitet eine 13-Megapixel Kamera die auch bereits im Vorgänger Modell zum Einsatz kam. Im Test macht sie aber trotzdem eine erstaunlich gute Figur. Im Vergleich mit dem ebenfalls etwa einem Jahr alten OnePlus One wirken die Bilder deutlich frischer und intensiver. Hier macht sich die lichtstarke f/2-Blende deutlich bemerkbar, die Auslösezeiten sind gering und man kann auch ohne größere Erfahrungen gute Bilder machen. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Features wie HDR und Zeitlupenfunktion, die man sonst nur bei Topmodellen findet.

Ein erstes Fazit: Schick aber mit Mängeln

Nach 14 Tagen hat sich herausgestellt, dass man mit dem Oppo R5s durchaus gut arbeiten kann und das Handy auch vom Design her eine gute Figur macht. Allerdings bedeutet Android* 4.4.4 als Betriebssystem auch, dass man mit einer alten Software-Version mit Sicherheitsproblemen arbeitet. Von der Speicherung persönlicher Daten oder Banking mit dem Handy kann man daher nur abraten. Das ist sehr schade denn mit aktuelle Software wäre das Handy eine echte Alternative.

So muss man sagen, dass der Einstiegspreis von 199 Euro für das Gerät durchaus angemessen war, zum derzeitigen Preis von über 400 Euro kann man es aber nicht guten Gewissens weiter empfehlen.



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