Kein Steuergeld für das Telekom-Netz – wie man sich richtig unbeliebt macht

Die Telekom* hatte in der Vergangenheit schon häufiger mit Kritik zu tun gehabt, man denke nur an die #Drosselkom Vorwürfe. Auch die gestrigen Ankündigung, Umsatzbeteiligungen von Startups zu verlangen um deren Inhalte schneller zu den Kunden zu bringen, stieß nicht unbedingt auf viel Gegenliebe. Wie man in so einer Situation noch Öl ins Feuer gießt, zeigt eindrucksvoll telekom* Sprecher Philipp Blank

In einem Tweet als Reaktion auf einige provokante Tweets verkündete er:

Das kam ebenfalls nicht so wirklich gut an – die Liste der Reaktionen darauf ist lang.

Tatsächlich steht sein Tweet auch im Widerspruch zu vielen anderen Artikeln der Telekom*, in denen immer wieder staatliche Förderung (also Steuergelder) gefordert wurde, um den Netzausbau weiter betreiben zu könne.

Schon 2001 gab es Artikel zum T-DSL Ausbau, der im „Rahmen der Förderung strukturschwacher Gebiete “ auch mit „Subventionen der Europäischen Investitionsbank“ bezahlt wurde. Das hat sich seit dem wenig geändert. Im Jahr 2014 beispielsweise forderte Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom, mehr Steuergelder für den Netzausbau. „Ohne öffentliche Fördermittel wird das nicht funktionieren„, war sein Fazit zum damaligen Zeitpunkt. Im Sommer hatte die EU darüber hinaus erst 3 Milliarden Euro Steuergelder als Subventionen für den Breitbandausbau genehmigt, die Deutschland dafür zur Verfügung stellen darf und die in weiten Teilen sicher bei der Telekom ankommen werden.

Der Netzausbau ist also seit Jahren eine Kraftaufgabe, die auch mit Steuergeldern bewältigt wird. Vor diesem Hintergrund die Steuerfinanzierung abzustreiten, macht die Sache sicher nicht besser.

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