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Drillisch mit immer mehr Zwangs-Datenautomatik


Bei einigen Drillisch-Discountern gibt es seit gestern neue Tarife und neben einigen Änderungen bei den Leistungen fällt vor allem eines auf: alle neuen Tarife sind mit einer nicht deaktivieren Datenautomatik ausgerüstet. Damit wird automatisch bis zu 3 Mal im Monat 100MB Datenvolumen für jeweils 2 Euro nachgebucht ohne das der Kunde das verhindern könnte. Bisher kennt man diese Form der Zwangsautomatik nur von Yourfone, die bereits in allen Tarifen damit arbeiten.

Bei den gestern gestarteten neuen LTE mini Tarifen bei Maxxim und WinSIM ist diese Datenautomatik nun ebenfalls nicht mehr deaktivierbar. Den Unterschied erkennt man allerdings nur im Kleingedruckten. Bei der Beschreibung der Datenautomatik heißt es:  „Die Datenautomatik ist fester Tarifbestandteil.„. Damit ist gemeint, dass Kunden die Automatik nicht mehr kündigen können. Bei Tarifen mit deaktivierbarer Datenautomatik fehlt dieser Hinweis.

In der Praxis könnte so der monatliche Preis um mehr als 100 Prozent steigen. So kostet der Maxxim LTE mini S 4.99 Euro monatlich und bietet 500MB Datenvolumen. Wer dieses Volumen überschreitet zahlt für 100MB zusätzliche 2 Euro und das maximal 3 Mal pro Monat. So können Mehrkosten von 6 Euro monatlich entstehen, statt 4.99 Euro kostet der Tarif dann 10.99 Euro.

Als BASE 2014 die Datenautomatik eingeführt hat und diese zu Anfang nicht deaktivierbar war, gab es durchaus heftige Kritik und sogar eine Abmahnung durch die Verbraucherschutz-Zentrale. Mittlerweile ist es aber ruhig geworden und man findet kaum noch Widerspruch. Die Datenautomatik wird als Tarifbestandteil akzeptiert und die Neuerung der nicht mehr deaktivierbaren Datenautomatik dürfte den wenigsten Kunden auffallen. Dazu ist die Drillisch Datenautomatik etwas entschärft, denn es wird noch automatisch ein höherer Datentarif gebucht, wenn man zu viel Volumen verbraucht. Das scheint eher akzeptiert zu werden.

Eines hat sich aber geändert: die Drillisch Discounter sprechen bei den Tarifen mit einer Datenautomatik nicht mehr von einer Internet-Flatrate. Stattdessen wird nur noch das Datenvolumen erwähnt und auch noch der Begriff Volumen benutzt. Damit will man eventuellen Abmahnungen vorbeugen.

Ob sich diese Form der Datenautomatik durchsetzt wird sicher auch von den Kunden abhängen. Akzeptieren diese die neuen Tarife werden sich noch mehr Anbieter auf diese Form der kostenpflichtigen Tarifaufrüstung zurück greifen.




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