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Der teuerste Werbeplatz der Welt

von Bastian Ebert

Ob die Platzierung der Google Apps auf der Startseite von Google wirklich der teuerste Werbeplatz der Welt ist, kann man sicherlich hinterfragen. Prinzipiell dürfte den Apps damit aber auf jeden Fall eine Aufmerksamkeit zukommen, die weltweit ihresgleichen sucht.

Mittlerweile ist diese Werbung auch in Europa und in Deutschland online. Sascha Pallenberg sieht das kritisch und prophezeit Probleme, besonders in Europa.

Unabhängig von der Marktposition von Google ist diese Platzierung nichts Neues. Bereits in den letzten Jahren hatte Google immer wieder die eigene Startseite zum Werbeplatz gemacht. Zum Beispiels wurde das erste Nexus Gerät (G1) so beworben. Auch für die eigenen Hangouts gab es diese Werbung. Hangouts und Nexus waren trotzdem nicht unbedingt die Überflieger (im Sinne von massiven Verkaufszahlen) – daran hat auch die prominente Platzierung nichts geändert.

Trotzdem steht die Platzierung der Werbung auch zunehmend in werbefreien Bereichen für eine Problem bei Googles Strategie. In vielen Bereichen ist quantitatives Wachstum für das Unternehmen kaum mehr möglich. Bei einem Marktanteil von um die 98 Prozent in Deutschland gibt es einfach kaum neue Kunden, die man noch erreichen könnte. Also muss man die vorhandenen Kunden möglichst gut nutzen. Ein Werbeplatz mehr in den Suchergebnissen bringt bereits deutlich höhere Einnahmen und die Bewerbung von eigenen Diensten auf der Startseite und in den Suchergebnissen hält die Kunden im eigenen Ökosystem mit der Chance auf weitere Einnahmen. Google hat derzeit kaum andere Wachstumsstrategien, daher werden wir wohl auch in Zukunft Werbung in Bereichen sehen, die bisher ohne Ads auskamen.

In der Vergangenheit hat dem Unternehmen diese Vorgehensweise nicht geschadet. Wir Kunden akzeptieren die Platzierungen mehr oder weniger problemlos – große Kritikwellen dazu gab es jedenfalls kaum. Warum sollte Google also davon Abstand nehmen?

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