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Apple vs. FBI – Fix für ältere Sicherheitslücken übergeben


Sollte das FBI Ansätze von Humor zeigen? In der Öffentlichkeit? Die Behörde hat vor einigen Tagen Apple über Sicherheitslücken informiert, mit denen man Zugriff auf ältere Geräte bekommen hat. Von dieser Schwachstelle sind aber nur älteren Versionen der Betriebssysteme iOS und OS X betroffen. Mit den neusten Versionen iOS 9 und OS X El Capitan gibt es diese Lücken nicht mehr.

Das FBI hat also Apple Sicherheitshinweise für Probleme gegeben, die bereits behoben sind. Das kann man als eine besondere Form des Humors bezeichnen oder aber als ein Nachtreten gegenüber dem Unternehmen, das nach wie vor Widerstand gegen die US-Behörden leistet. Wahrscheinlich hatte aber das FBI selbst keine wirkliche Entscheidungsbefugnis in dieser Angelegenheit, es gibt in den USA ein Experten-Gremium, das entscheidet, wie mit solchen bekannten Exploits umgegangen wird. In diesem Fall hatte man sich dafür entschieden, die ohnehin nutzlosen Sicherheitslücken weiter zu geben.

Bei den bisher noch funktionierenden Exploits (beispielsweise für das iPhone 5c unter iOS 9 des San Bernadino Attentäters) ist man nicht so freigiebig. Das FBI hat entschieden, diese Lücke noch nicht weiter zu geben – wahrscheinlich in der Hoffnung, sie in der Zukunft eventuell noch nutzen zu können.

Reuters berichtet auch davon, das man von Seiten des FBI gar keine technischen Details zu der (mindestens 1,3 Millionen Dollar teuren) Entsperrung bekommen hat, sondern dies extern durchgeführt wurde, ohne das man beim FBI technische Details erfahren hat.

Insgesamt bekommt der eigentlich sehr wichtige Diskussionsprozess um Befugnisse und Zugriffsrechte des Staates damit immer mehr den Charakter einer Sitcom. Bleibt abzuwarten, wie es weiter geht, denn nach wie vor sind einige Geräte gesperrt, auf die man beim FBI gerne Zugriff hätte.



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