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Apple vs. FBI – Teil 2: diesmal mit dem iPhone 5s


Der laufende Streit zwischen Apple und US-Behörden bekommt eine Fortsetzung. Das iPhone 5c des San Bernadino Attentäters konnte mittlerweile durch das FBI auch ohne die Mithilfe von Apple gesperrt werden. Das Unternehmen musste also nicht eigenen Kunden hacken. Allerdings funktioniert die Methode des FBI nur beim iPhone 5c und nicht bei neueren Modellen.

Daher gibt es schon wieder einen Fall, bei dem das FBI auch Apple angewiesen ist. Diesmal dreht es sich um ein iPhone 5s, dass einem Drogenhändler gehört hat. Dieser ist bereits gefasst und auch verurteilt. Die Inhalte des Gerätes sollen aber mithelfen, das Strafmaß korrekt zu bestimmen. Dazu wäre Zugriff auf das iPhone notwendig und auch in diesem Fall hat sich Apple geweigert, diesen Zugriff zu verschaffen.

Diesmal ist allerdings auch die Justiz eher auf der Seite von Apple. Während im ersten Fall die Gerichte noch entschieden hatten, dass Apple das Gerät öffnen muss, gibt es im zweiten Fall des iPhone 5s ein Urteil aus New York, das Apple aus der Verantwortung nimmt. Der Richter sah das Unternehmen nicht in der Pflicht, den Behörden Zugriff auf die Inhalte zu verschaffen. Allerdings will die US-Regierung dieses Urteil nicht hinnehmen und hat Berufung angekündigt.

Insgesamt bleibt also die grundlegende Frage über die Befugnisse von US-Behörden und die Zugriffe auf persönliche Daten auf Smartphones* nach wie vor offen und ist nicht geklärt. Die öffentliche Debatte darüber hat auch bereits wieder nachgelassen, dabei wäre es von großem Interesse in diesem Bereich Grenzen zu definieren. Die Auswirkungen dieser Streitigkeiten betreffen auch die Nutzer in Deutschland und Europa, denn die Geräte werden auch hier genutzt und Generalschlüssel für Smartphones* oder Zugriff für US-Behörden würden sich dann auch auf deutschen Smartphones* oder Backups in der Cloud auswirken.

 



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