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EU prüft Android – Wettbewerbsverfahren gegen Google wird ausgeweitet


Die EU-Kommission hat gestern angekündigt, dass man das laufende Wettbewerbsverfahren gegen Google ausweiten wird. Im Fokus steht dabei allerdings nicht die Suchmaschine des Unternehmens, sondern das Android* Betriebssystem. Der Vorwurf lautet dabei, dass Google mit Android* und den Restriktionen des Betriebssystem den Wettbewerb im Smartphone* Bereich behindern würde.

Die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager sagte dazu:

„Unsere bisherigen Ermittlungen lassen darauf schließen, dass Google durch sein Verhalten den Verbrauchern eine größere Auswahl an mobilen Anwendungen und Dienstleistungen vorenthält, Innovationen anderer Unternehmen bremst und damit gegen die EU-Kartellvorschriften verstößt“

Besonders kritisch sieht die EU Kommission dabei die Kopplungsregelungen, mit denen Google Anbieter an die eigenen Apps bindet. Wer den App Store von Google auf dem Gerät nutzen will, muss als Anbieter auch weitere Apps von Google auf den Geräten vorinstallieren und als Standard fest legen. Das sind beispielsweise die Google Suche und der Chome-Browser, der ebenfalls von Google kommt.

Google selbst sieht die neuen Ermittlungen und die Ausweitung des Wettbewerbsverfahrens eher gelassen. Man ist der Meinung, das Android* gut für den Markt ist und auch Vorteile für die Verbraucher hätte. Dazu können Nutzer natürlich auch andere Dienste auf den Geräten nutzen. Daher gebe es keinen Grund für ein solches Verfahren.

Wahrscheinlich braucht man sich von Seiten der Suchmaschinen auch wenig Gedanken zu machen. Die EU prüft immerhin auch bereits die Platzierungen in der Suchmaschine von Google im Zuge eines Wettbewerbsverfahrens und in diesem Bereich hat sich seit 2010 – als die Prüfung begann – wenig geändert. Eventuell kann man daher darauf hoffen, dass es ca. 2020 eine Bewertung von Android durch die EU geben wird, wirkliche Maßnahmen sind aber zumindest kurzfritsig nicht zu erwarten.



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