Verbraucherzentrale Sachsen: Telekom verkauft Spotify-Nutzer für dumm

Die neue Regelung für die Spotify Option der Telekom stößt bei den Verbraucherschützer auf Sachsen auf deutliche Kritik. Das Unternehmen will ab Ende April die Spotify Kunden drosseln, wenn der Grundtarif auch gedrosselt wird. Die Telekom sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, weil angeblich die neu EU-Verordnung zur Netzneutralität dies so verlangen würde.

Stimmt nicht, so die Verbrauchzentrale in Sachsen. „Wenn nun die Telekom behauptet, dass sie mit der Änderung ihres Spotify-Modells dem neuen Netzneutralitätsgebot gerecht werden würde, wird wohl eher der Nutzer für dumm verkauft„, so Dr. Katja Henschler von der Verbraucherzentrale. Denn auch nach der neuen Regelung würde das Volumen von Spotify nicht auf das Inklusiv-Volumen angerechnet. Die Drosselung von Spotify wird erst wirksam, wenn auch der normale Tarif gedrosselt wird. „Da das Inklusivvolumen aber nach wie vor von der Spotify-Nutzung ungeschmälert bleibt und erst dessen ohnehin erfolgende Drosselung auch Spotify verhindert, hat das mit Netzneutralität sehr wenig zu tun„, kritisiert Henschler.

Tatsächlich ändert sich für Nutzer mit der Spotify Option nichts, wenn sie innerhalb des monatlichen Inklusiv-Volumens bleiben. Dann wird der Spotify Traffic nach wie vor anders behandelt als der normale Internet-Traffic für das Aufrufen für Mail oder Webseiten. Dazu können sich Kunden diese Ungleichbehandlung auch weiter erkaufen, in dem sie kostenpflichtig SpeedOn-Optinen nachbuchen. Damit steht dann gegen Aufpreis wieder ungedrosseltes Datenvolumen zur Verfügung und auch Spotify kann wieder ohne Drosselung genutzt werden. Es sieht von außen daher eher so aus, als wolle die Telekom die Spotify Nutzer dazu anhalten, mehr Volumen nachzubuchen und schiebt dafür die EU Verordnung vor.

Quelle

 

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1 Gedanke zu „Verbraucherzentrale Sachsen: Telekom verkauft Spotify-Nutzer für dumm“

  1. Datenvolumen für sich ist ja schon ein Verstoß gegen die Netzneutralität. Die neue Spotify-Regelung ist da ja noch das i-Tüpfelchen. Ich sehe auch nicht, warum die Spotify-Flat von dem Verbrauch des Datenvolumens beeinträchtigt sein sollte.

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