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Mobilfunk-Beratung im Test: bis zu 200 Euro Grundgebühr


Kundenberater im Test. 7 Shops je Mobilfunkanbieter nahm die Stiftung Warentest unter die Lupe und testete dabei die Beratungskompetenz und Kundenorientierung der Kundenberater in den Shops vor Ort. Für die Tester spielten hier vor allem die Passgenauigkeit des Angebots, Auskunft über LTE, sowie die Verfügbarkeit und das Verhalten der Berater eine Rolle. Überprüft wurden hier zum einen ein Angebot für Intensivnutzer (300 Gesprächsminuten, 2 GB Datenvolumen, LTE Nutzung, Auslandsnutzung) und zum anderen ein Angebot für Kinder mit Kostenkontrolle.

Insgesamt konnten die Berater in den Shops nicht überzeugen. Mehr als befriedigende Resultate waren nicht drin. Testsieger, insofern das bei dieser schlechten Gesamtleistung möglich ist, ist O2*. Die angebotenen Tarife für Intensivnutzer waren hier angemessen. Problematisch wurde es laut Stiftung Warentest bei Angaben zu LTE oder dem Einsteigertarif. Hier wurden oft rudimentäre Angaben gemacht, oder im Falle des Einsteigertarifs ungeeignete Laufzeitverträge mit Drittanbietersperren vorgeschlagen.

Beratung bei Intensivnutzern

Trotz eindeutiger Angaben seitens der Tester offerierten die Berater oft die seltsamsten Angebote. In mehreren Fällen wurden den Testern Verträge mit subventionierten Smartphones angeboten, obwohl diese nicht nachgefragt wurden. Ein Mobilcom-Debitel Berater schlug sogar vor, einen Vertrag mit ungewolltem Smartphone* abzuschließen um das Gerät dann  anschließend auf Ebay zu verkaufen. Ähnliches zeigte sich bei der Passgenauigkeit der Angebote. Hier konnten sich mehrere Kundenberater ebenfalls nicht behaupten. Im Extremfall bot ein Vodaphone Berater den Testern einen Vertrag für 200 Euro im Monat über 24 Monate mit 30 GB Datenvolumen und jährlichem premium Smartphone* an. Auf Nachfrage nach der LTE-Verfügbarkeit in Deutschland strauchelten viele Berater ebenfalls. Hier gab es entweder sinnfreie Antworten oder schiere Unwissenheit.

Einstiegstarife für Kinder

Bei dem Einsteigertarif hatten viele Berater ebenfalls Probleme. Da sich die Tester hier gezielt auf Angebote für Kinder konzentrierten ist eine Drittanbietersperre sehr wichtig. Diese verhindert zusätzliche In-App-Käufe oder unbeabsichtigte Abos. So können neben dem normalen Tarif keine ungeahnten Nebenkosten entstehen. Die Mehrheit der Berater wies jedoch nicht auf diese Möglichkeit hin. Eine andere Lösung wäre eine PrePaid-karte gewesen. Diese wurde jedoch von den Beratern nicht in Betracht gezogen, oder sie wussten es einfach nicht besser.

Insgesamt zeigt sich in dem Artikel von Stiftung Warentest ein eher desaströses Bild der Deutschen Mobilfunkberater-Landschaft. Wer sich also einen neuen Tarif zulegen will, sollte sich wahrscheinlich besser selber informieren.



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