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Windows Phone – der letzte macht das Licht aus


Es sieht nicht gut aus für die Handy-Sparte von Microsoft*. Die Marktanteile der Lumia-Smartphones* waren nie wirklich berauschend, mittlerweile sind sie aber in einem Bereich angekommen, den man durchaus vernachlässigen kann. Im ersten Quartal 2016 lag der Anteil nur noch bei 0,7 Prozent weltweit. Das ist nur noch ein Drittel des Anteils des Vorjahres und im Vergleich zu Android* und iOS kaum noch der Rede wert.

Ein großer Teil der übrig gebliebenen Nokia* Sparte wurde dazu in der letzten Woche an Foxconn verkauft. Das Unternehmen zahlte dafür 350 Millionen US Dollar an Microsoft* und damit wechseln ab Herbst 2016 auch ca. 4.500 Mitarbeiter zu Foxconn. Der Deal betrifft daneben auch die Markenrechte, Software-Entwicklungen und Netzwerke – Foxconn bekommt also fast das komplette Nokia* Paket. Geplant ist, die Marke wieder zu beleben, man will aber in erster Linie Android* Geräte auf den Markt bringen und sich von Windows 10 mobile als Betriebssystem trennen.

Nun hat Microsoft* noch einen letzten Schritt getan: Das Unternehmen schreibt zu den bisherigen Milliarden aus dem Kauf nochmal 950 Millionen Dollar ab und entlässt weitere 1.850 Mitarbeiter. Davon fallen allein 1350 Stellen in Finnland weg, der Rest im weltweiten Bereich. Damit dürfte von der Nokia* Sparte mit ursprünglich 25.000 Miatarbeitern bei Microsoft kein Mitarbeiter mehr übrig sein, viele wechseln zu Foxconn, der Rest wird entlassen. Nur ein sehr kleiner Teil der Angestellen soll im Bereich der Entwicklung weiter beschäftigt werden.

Im Artikel heißt es dazu:

„We are focusing our phone efforts where we have differentiation — with enterprises that value security, manageability and our Continuum capability, and consumers who value the same,“ says Microsoft CEO Satya Nadella in a statement. „We will continue to innovate across devices and on our cloud services across all mobile platforms.“

Angeblich sollen auch weiterhin „großartige Modelle“ entwickelt werden, wie das mit dem ausgedünnten Personalbestand machbar sein soll, bleibt aber offen. Es gibt auch noch keine Ankündigungen und Pläne, wie genau es im mobilen Bereich bei Microsoft weiter gehen wird, aber es sieht eher schlecht aus.



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