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Deutschen Flugsicherung fordert Registrierungspflicht für Drohnen


Die Zahl der gewerblich und privat genutzten Drohnen in Deutschland hat im letzten Jahr stark zugenommen. Allerdings gibt es keine konkreten Zahlen, da eine Registrierung der Fluggeräte bisher noch nicht Pflicht ist, man schätzt aber etwa 400.000 Nutzer in ganz Deutschland. Die Zuwachsraten sind allerdings extrem hoch und daher dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Marke von 1 Millionen Drohnen geknackt ist.

Die aktuelle rechtliche Lage für den Einsatz dieser Fluggeräte ist bisher noch nicht an diese Entwicklung angepasst worden. Es gibt – gerade im privaten Bereich – nur sehr geringe Anforderungen und wenige Restriktionen. Dazu sind Vergehen selten nachverfolgbar, das Drohnen kein Kennzeichen haben. Selbst wenn eine Drohne abstürzt und Schaden verursacht, lässt sich der Verursacher selten ermitteln.

Die Deutschen Flugsicherung (DFS) sieht diesen Trend mit Sorge. Es gab noch keine gravierenden Zwischenfälle mit Drohnen und Passagierjets in Deutschland, die Zahl von Sichtungen nimmt aber zu. In der FAZ fordert DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle unter anderem eine Registrierungspflicht für Drohnen. Im Interview heißt es:

… und will dafür eine Chipkarte in Deutschland einführen. Ähnlich wie beim Abschluss von Mobilfunk-Verträgen könnte es also auch in diesem Bereich Sim-Karten geben, die vor dem Betrieb aktiviert werden müssen und deren Erwerb an die Identität des Nutzers gekoppelt ist. …

Das würde aber auch die Zusammenarbeit mit Herstellern erfordern. Unternehmen, die ihre Drohnen nicht entsprechend anpassen, dürften dann unter Umständen in Deutschland nicht mehr ihre Modelle verkaufen.

Bisher gibt es dazu noch keine gesetzlichen Regelungen oder Entwürfen, die Grundlagen für Flüge mit Drohnen werden aber derzeit ohnehin überarbeitet.



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