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IP65, IP67 & IP68-Zertifizierung – was bedeutet das genau?


IP65, IP67 & IP68-Zertifizierung – was bedeutet das genau? – Der IP-Code wird vielen Handynutzern unbekannt sein, obwohl er ziemlich nützliche Angaben erhält. Der kurze Code gibt Aufschluss darüber wie gut ein Handy gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist. Dementsprechend kann man mit Hilfe des Codes oft viel darüber erfahren wie gut ein Smartphone* verarbeitet ist.

Die Bedeutung des IP-Codes

Der Code wird vergeben von der Internationalen Elektronischen Kommission und gibt Aufschluss über die Art des Schutzes des Smartphones. Der Code besteht in der Regel aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer trifft eine Aussage über den Schutz gegenüber Fremdkörper, die zweite Ziffer sagt dem Nutzer wie gut das Smartphone* gegen Wasser geschützt ist. Besitzt man zum Beispiel ein Sony Xperia go so hat dieses den Code „IP67“. Die 6 im Code bedeutet, dass das Smartphone* staubdicht ist. Bei der 7 weiß der Nutzer, dass das Smartphone gegen Wasser geschützt ist, falls es rund 30 Minuten in einer Wassertiefe von 1 Meter verbleibt. Bei anderen Ziffern ergibt sich eine andere Stärke des Schutzes. Je höher die Ziffern sind, desto besser ist der Schutz. Jede Ziffer hat hier ihre entsprechende Bedeutung.

Schutz gegen Fremdkörper

  • 0 – kein Schutz
  • 1 – Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 50 mm)
  • 2 – Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
  • 3 – Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 2,5 mm)
  • 4 – Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 1,0 mm)
  • 5 – Staubgeschützt
  • 6 – Staubdicht

Schutz gegen Wasser

  • 0 – kein Schutz
  • 1 – Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
  • 2 – Schutz gegen fallendes Tropfwasser bei Gehäuseneigung bis 15°
  • 3 – Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
  • 4 – Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
  • 5 – Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
  • 6 – Schutz gegen starkes Strahlwasser
  • 7 – Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen (30 Minuten bei einer Wassertiefe von 1 Meter)
  • 8 – Schutz gegen dauerndes Untertauchen (Wassertiefe wird vom Hersteller bestimmt)
  • 9 – Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung

Vorgehen beim Prüfen

Den besten Schutz liefert laut der Tabelle also ein Gerät mit einem hohem Code. Die gängigsten Codes für Handys sind „IP67“ oder „IP68“. Wer so ein Smartphone besitzt kann dies also als staubdicht bezeichnen. Zum Erhalt dieser Bezeichnung muss das Gerät in einer mit Talkumpuder gefüllten Staubkammer, bei einem im Gerät erzeugten Unterdruck von 20 mbar, rund acht Stunden lang aushalten, ohne dass sich danach im Gerät Fremdkörper befinden. Bei einer IP5x-Zertifizierung gilt das Gerät als staubgeschützt und ist gegen das Eindringen von Staub in schädlichen Mengen geschützt. Je besser das Smartphone gegen Staub geschützt ist, desto schwerer ist es auch an das Innenleben des jeweiligen Gerätes zu kommen. Wer also sein Smartphone mit Werkzeug bearbeiten will hat bei einer IP5x, oder IP6x Bezeichnung schlechte Karten.

Beim Schutz gegen Wasser haben Geräte mit „IP67“ oder „IP68“ einen Schutz vor zeitweiligem oder dauerhaftem Untertauchen. Getestet wird hier in einem Wasserbecken. Dazu wird das Smartphone im Wasser versenkt und muss für 30 Minuten die Prozedur unbeschadet überstehen. Für eine IPx8-Zertifizierung muss das Gerät sogar noch mehr durchstehen. Die Tiefe muss hier mehr als einen Meter betragen und das Gerät muss auch länger als 30 Minuten unter Wasser bleiben. Geräte mit  IPx4, oder IPx5 sind leider nur gegen Strahl- oder Spritzwasser geschützt. Landet so ein Smartphone im Sommer beim Badeausflug also mal kurz im See, kann man es danach wahrscheinlich vergessen.



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