Stiftung Warentest: größere Zusatzakkus haben Vorteile

Größere Zusatzakkus mit Vorteilen – Im neusten Test der Stiftung Warentest werden 21 Zusatzakkus für Smartphones unter die Lupe genommen. Insgesamt 18 normale Akkus, zwei Akkus mit Solarzellen und ein Akku mit Aufladen per Muskelkraft wurden getestet. Hierbei unterteilte man die Akkus in drei unterschiedliche Größenklassen. Die kleinste Gruppe lag hier zwischen 2200 – 3000 mAh, die mittlere zwischen 5200 – 6000 mAh und die größte Gruppe bei 10000 mAh und mehr. Das Ergebnis: vor allem größere Akkus bieten mehr Effizienz.

Vorsicht bei den Kapazitätsangaben

Je nach Nutzungsgewohnheiten sollte sich für ein bestimmtes Gerät entschieden werden. Wer sein Smartphone* in der Bahn, oder in der Uni jenseits von einer Steckdose aufladen will, sollte sich wahrscheinlich eher für einen kleineren Akku mit geringerer Speicherkapazität entscheiden. Jemand der allerdings das nächste Festival nicht ohne Smartphone* überstehen will und nicht zufällig einen Generator dabei hat, sollte sich für größere Zweitakkus (auch Powerbanks genannt) mit viel Kapazität entscheiden. Für alle Bedürfnisse dazwischen gibt es Kompromisse aus der mittleren Gruppe, die zwar etwas unhandlicher als kleinere Akkus sind, aber mehr Energiespeicher als diese bieten. Beim Kauf einer dieser Powerbanks ist jedoch Vorsicht geboten, denn die Kapazitätsangaben der Hersteller können oft täuschen. Die Angaben beziehen sich auf die Nennspannung der Lithium-Akkuzellen, die bei 3,6 Volt liegt. Für das Laden eines Smartphones sind jedoch 5 Volt nötig. Dementsprechend muss die Powerbank die Spannung transformieren, wodurch sich die Ladungsmenge verringert. Je nach Hersteller ergeben sich hier unterschiedliche Differenzen zwischen den Angaben der Hersteller, erwarteter Ladungsmenge nach Transformation und der tatsächlichen Ladungsmenge.  Bei der getesteten Powerbank Elegance von Peter Jäckel ergibt sich eine Differenz von 2540 mAh zwischen Angaben und tatsächlicher Ladungsmenge. Ähnlich auch bei der Isy-Akku erwartete Ladungsmenge nach Transformation wäre hier 1600 mAh, davon übrig bleiben allerdings nur 1100 mAh.

Effizienz abhängig von Akkugröße

Im Test wird deutlich, dass größere Akkus Energie offenbar effizienter Speichern. Pro Gramm kann hier mehr Ladung gespeichert werden. Grund hierfür könnte sein, dass bei kleineren Akkus das Gehäusegewicht einen größeren Anteil ausmacht und man daher auch einen größeren Anteil an nutzlosem Gewicht mit sich herumschleppt. Ähnliches zeigt sich auch im Ladeverhalten. Große Powerbanks neigen dazu Energie gut aufzunehmen und diese auch möglich schnell wieder an Smartphones, Tablets oder Laptops abzugeben.

Als Testsieger stellen sich am Ende die großen Powerbanks heraus. Besonders die Intenso Slim Powerbank S10000 und die Urban Revolt (trust) Cinco Powerbank 13000 zeigen eine sehr gute Leistung. Kleinere und mittlere Powerbanks sind leider nicht so leistungsfähig wie ihre größeren Brüder und werden von diesen daher auf die Hinterbänke verwiesen. Enttäuschend ist auch, dass die Akkus mit Solarzellen sich nicht schnell genug Laden lassen. Um ein Smartphone* komplett aufzuladen wären hier bis zu 90 Sonnenstunden nötig. Ähnliches ergibt sich leider auch beim Akku mit Muskelkraft. Bei aktiven Display* eines typischen Smartphones lässt sich dieses nicht laden, sondern lediglich am Leben halten.



  1. Daniele

    Hallo, die Intenso Powerbank sagt mir sehr zu, bin von der Preisleistung sehr angetan. Kann auch andere starke Powerbanks empfehlen die durchaus in der Konkurrenz mit der Powerbank mithalten können.
    Aber mit der Powerbank von Intenso ist man gut beraten.


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