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Notfall-Roaming bei Netzausfall könnte kommen


In den letzten Wochen hatte die Kunden der verschiedenen Netzbetreiber in Deutschland einiges auszustehen. Bei der Telekom* gab es vor wenigen Wochen einen Ausfall des Handy-Netzes und am Donnerstag ging im Kabel-Deutschland Netz von Vodafone* gar nichts mehr. Einige Kunden mussten fast zwei Tage warten, bevor es wieder Internet gab und nach wie vor beschweren sich Nutzer über zu geringe Geschwindigkeiten.

Das Problem dabei: immer mehr kritische Dienste werden unter anderem über das Internet abgewickelt. Bei einem Netzausfall ist es zum Beispiels nicht mehr möglich, auf die Smart Home Systeme zuzugreifen, die Notruf-Systeme in Fahrstühlen usw. funktionieren nicht mehr und auch Leitstellen haben dann oft Probleme mit der Erreichbarkeit.

Das haben auch die großen Netzbetreiber erkannt und es gibt  daher Gespräche, wie man in solchen Notfällen zusammen arbeiten kann. Sowohl die Telekom* als auch Vodafone* und O2* überlegen, ob sie beim Netzausfall gegenseitig einspringen könnten. Die Verbindungen würden dann über die Netz der anderen Anbieter geroamt werden. Technisch ist das durchaus anspruchsvoll, aber möglich. O2* zeigt dies bereits jetzt in den O2* und Eplus Netzen (National Roaming). Ist dort der Empfang zu schlecht, wird automatisch in das jeweils andere Netz gewechselt. Das ließe sich auch für weitere Netze integrieren. Fallen diese aus, suchen die Simkarten in den Geräten selbstständig ein funktionierendes Netz.

Allerdings stehen die Gespräche zu dieser Form der Zusammenarbeit noch ganz am Anfang. Neben den technischen Details müssen auch Abrechnungsmodalitäten geklärt werden, denn immerhin dürfte einiges an Kosten entstehen, wenn auf einmal mehrere Millionen neue Nutzer auf ein Handy-Netz zugreifen.

Es wird also wohl noch etwas dauern, bis ein Notfall-Roaming kommen wird – die Richtung ist aber auf jeden Fall richtig.



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