Telefonica – geringere Umsatz aber mehr Gewinn


Telefonica, das Mutterunternehmen von O2*, hat die Quartalszahlen für die letzten drei Monate vorgelegt und konnte auf durchaus gute Zahlen verweisen. Die Zahl der Kunden im Mobilfunk-Bereich stieg auf 43,4 Millionen Nutzer. Im zweiten Quartal 2016 konnten die Zahlen dabei nochmal um 339.000 gesteigert werden, wobei vor allem die Partnermarken zu diesem Anstieg beitrugen und weniger die O2* Angebote selbst.

Besonders positiv: Telefonica kann zum ersten Mal nach der Fusion von O2* und Eplus wieder einen Überschuss melden. Unter dem Strich blieben im Zeitraum April bis Juni 2016 252 Millionen Euro Überschuss übrig. Im Vorjahresquartal war es noch ein Verlust von 68 Millionen Euro gewesen.

„Unsere Strategie der konsequenten Datenmonetarisierung zahlt sich aus und wird im Zuge unserer digitalen Transformation weiteres Momentum gewinnen. Von den positiven Zukunftsaussichten sollen auch unsere Aktionäre über steigende Dividenden profitieren.“  so Finanzvorstand Rachel Empey zu dem Zahlen Unsere Investitionen in Marke, Netz und IT werden sich im zweiten Halbjahr zunehmend positiv auswirken. Wir werden in diesem Jahr bereits mehr als die Hälfte der für 2019 angestrebten jährlichen Synergien von 800 Millionen Euro beim Operating Cash Flow erreichen.“

Der Gewinn ist allerdings vor allem auf den Verkauf von Masten und Standorten zurück zu führen. Dieser Sondereffekt sorgte für einen Gewinnschub von 352 Millionen Euro.

Kritisch ist dagegen, dass der Umsatz im Mobilfunk-Bereich mit Tarifen und Diensten weiter gesunken ist. Das Unternehmen erwirtschaftete im 2. Quartal 2016 nur noch 1,36 Milliarden Euro Umsatz und damit 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Angaben von Telefonica macht sich hier der verschärfte Wettbewerb im Bereich der preis-sensitiven Kunden bemerkbar und darüber hinaus auch regulatorische Eingriffe in den Mobilfunk-Markt. Diesen Effekt sieht man aber als nicht dauerhaft an. In der Meldung dazu heißt es:

Der Wettbewerb hat sich in den letzten Quartalen insbesondere im Non-Premium-Segment verschärft. Zudem sorgen Effekte aus der Entwicklung der Kundenbasis sowie regulatorische Eingriffe für Gegenwind. Sowohl die steigende Nachfrage bei der Datennutzung als auch das Wachstum der LTE-Kundenbasis dürften sich aber fortsetzen. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass das Wachstum des Datenverbrauchs künftig zu einer Umkehrung der Entwicklung bei den Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen führen wird.

Bleibt abzuwarten, ob sich die Entwicklung in den beiden folgenden Quartalen daran orientieren wird.



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