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We-Vibe 4 Plus – Sexspielzeug, das nach Hause telefoniert

Das Handys und Smartphones oder auch Smart-TV Daten nach Hause schicken, ist mittlerweile keine große Überraschung mehr und auch der Datenhunger von Windows sorgt mittlerweile kaum noch für Empörung. Das ein Vibrator (oder eine smarte Version) davon, ebenfalls Nutzungsdaten übermittelt, war aber zumindest bisher so nicht zu erwarten.

Bei der DefCon haben zwei Hacker aber genau dieses Verhalten gefunden. Der We-Vibe 4 Plus der Standard Innovations Corporation war nicht nur relativ einfach zu knacken (weil die Bluetooth Ansteuerung kaum verschlüsselt ist) und dazu sendet das Gerät Nutzungsdaten an die Server der Mutterfirma. Dabei werden wirklich brisante Daten weiter gegeben:

  • Nutzungsdauer
  • Temperatur
  • Änderungen bei der Intensität des Vibrationslevel

Standard Innovations Corporation bekommt damit ein vollständiges Bild, wann und was Nutzer mit den Toy machen.

Frank Ferrari, President of the Standard Innovation Corporation, hat diese Datenübertragung mittlerweile auch bestätigt und begründet sie mit Marketing-Zwecken. Man möchte die eigenen Kunden verstehen und sich besser auf sie einstellen können. Im Original heißt es:

At We-Vibe, we strive to create innovative products that have our customer’s preferences in mind. We-Vibe collects data on the use of its products in terms of vibration intensity and mode for market research purposes so that we can better understand what settings and levels of intensity are most enjoyed. Our reason for collecting CPU temperature data is purely for hardware diagnostic purposes. Data is only collected when the app is in use.

Dazu werden die Daten auch nur übertragen, wenn der Vibe mit dem Smartphone* verbunden ist. Wer also keine Daten weiter geben will, sollte das Gerät ohne App nutzen. Allerdings braucht man dann auch kein smartes Gerät mehr, wenn man es ohnehin nicht smart nutzen kann.

 



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