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50 Prozent schneller: iPhone 7 plus vs. Google Pixel XL


Das Google Pixel ist mittlerweile auf den Markt und bei PhoneBuff hat man die Chance genutzt und geschaut, wie gut sich das Gerät im Praxis-Einsatz schlägt. Dazu wurden sowohl auf dem Google Pixel XL als auch auf einem Apple iPhone 7* plus die gleichen Apps in zwei Runden nacheinander geöffnet und wieder geschlossen und dabei die Zeit gestoppt. Das iPhone 7 plus bewältigte diese Aufgaben in 1 Minute und 55 Sekunden, das Pixel XL brauchte dafür 3 Minuten und 5 Sekunden und damit über eine Minute mehr.

Besonders in der zweiten Runde braucht das Pixel deutlich länger als das iPhone, aber auch beim ersten Durchgang lagen die Geräte mit 1,24 Minute (iPhone) zu 1,47 Minuten (Pixel) weit auseinander.

Auch in anderen Benchmarks mit schlechterer Performance

Die ersten Benchmarks hatten es bereits angedeutet, dass man bei Pixel in Sachen Performance noch Optimierungsbedarf hat. Allerdings sind Bechmarks zum Teil durchaus realitätsfern und sagen nur wenig über die Performance im Alltag aus. Der Testaufbau von Phonebuff ist vielleicht nicht ganz so standardisiert, ist aber deutlich näher am realen Nutzungsverhalten, denn Apps öffnen und wieder schließen und zur nächsten App wechseln ist dass, was User den ganzen Tag machen.

Speedtest: Google Pixel XL vs. iPhone 7* plus

Möglicherweise ist der Test nicht ganz fair, weil man nicht sagen kann, ob die Performance-Unterschiede wirklich am Gerät selbst oder an Android* liegen. Es wäre daher wahrscheinlich sinnvoll gewesen, das Pixel XL mit einem anderen Android* Geräte zu vergleichen. Auf der anderen Seite hat Google das Pixel explizit als Topmodell vorgestellt um die derzeitigen Spitzenmodelle anzugreifen und da muss es natürlich auch mit dem iPhone 7* mithalten können. Den Nutzern ist ja letztendlich egal, warum das Gerät langsamer ist. Ein „Naja im Vergleich zu anderen Android* Geräten sind wir doch schnell.“ dürfte wohl niemanden zufrieden stellen.

Zu wenig Speicher?

Bisher ist unklar, warum das Gerät hier so viel langsamer ist. Am Prozessor an sich kann es nicht liegen, denn der neue Qualcomm® Snapdragon™ 821 Prozessor mit 2,15 Ghz + 1,6 Ghz Leistung sollte an sich genug Power haben, um diese Aufgaben zu bewältigen.

Die Tester im Video gehen eher davon aus, dass es mit dem Arbeitsspeicher zusammen hängen könnte. Das Pixel kommt mit 4GB LPDDR4-RAM und die Android Speicherverwaltung ist in diesem Bereich weniger effizient als bei Apple. Durchaus denkbar, dass die Bereinigung des Arbeitsspeichers für neuen Anwendungen hier ein Problem darstellt und für den Leistungsabfall besonders im zweiten Durchlauf verantwortlich ist. Bei PhoneBuff rät man daher Google auch eher, bei den nächsten Modellen auf 6GB RAM zu setzen um Probleme mit einem eventuell zu knappen Arbeitsspeicher von Anfang an auszuschließen.

Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, Android insgesamt einen etwas intelligenteren Einsatz des RAM beizubringen, davon würden nicht nur die Google Pixel sondern alle Android Modelle profitieren.

Ein Topmodell mit zu wenig Top-Leistungen?

Bleibt die Frage, ob sich Google solche Schwächen leisten kann. Das Pixel wird immerhin mit 759 Euro aufgerufen, beim Pixel XL steigt der Preis sogar auf 899 Euro. Das sind stolze Preise und dafür können Kunden auch im technischen Bereich einiges an Leistung erwarten. Ob es die Kunden akzeptieren, dass sie dafür gerade bei der Performance keine Top-Leistung bekommen, bleibt abzuwarten. Letztendlich gibt es aber auf dem Markt einige Geräte, die das besser können und sogar etwas billiger sind.

 



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