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Kodakt Elektra – 21 Megapixel Handy vom Kamera-Hersteller


Bei Kodak wird man sich gedacht haben: Wenn Smartphones dein Geschäft kaputt machen, dann bau doch einfach auch Handys mit Kamera. Zumindest liegt das nahe, denn bisher setzte Kodak eher auf Kameras, der Schritt in die Smartphone* Welt ist daher eher überraschend. Kodak hatte zwar bereits letzten Jahr ein eigenes Handy vorgestellt, dass man daraus aber wirklich eine eigene Serie machen würde, war damals nicht abzusehen.

Das Kodakt Elektra spielt dabei durchaus mit der Kamera-Geschichte, denn bereits 1941 gab es eine Kamera unter dem Namen Kodak Elektra und das Design des neuen Handys ist sehr an dieses Modell angelehnt. Man bekommt also kein Hochglanz-Finish und keine polierte Oberfläche sondern eine Kamera im Retro-Charme der 40er Jahre. Die Rückseite wird dominiert von der großen Kamera, die für ein Smartphone* wirklich sehr überproportional ausfällt. Sieht man das Gerät nur von hinten, könnte man es tatsächlich mit einer Kamera verwechseln. Die Vorderseite mit dem Display* wirkt im Vergleich dazu eher unauffällig und hat wenig Punkte, die das Gerät wirklich einzigartige machen – vielleicht die abgerundete untere Kante. Insgesamt ist das Design aber durchaus mutig und es wird spannend werden zu sehen, wie gut oder schlecht dieses Design bei den Kunden ankommen wird.

Im Fokus: die Kamera

Wenn Kodak ein Handy baut, dann liegt der Schwerpunkt natürlich auf der Kamera. Im Gerät findet sich aber eine Kamera von Sony, die 21 Megapixel hat und mit einer f2.0 Blende ausgestattet ist. Auf der Vorderseite kommt eine Kamera mit 13 Megapixeln und einer f2.2 Blende zum Einsatz. An der Stelle sieht man dann auch, dass das große Objektiv auf der Rückseite nur ein Designelement ist. Die Kamera selbst beanspruchte an sich nur den kleinen Teil in der Mitte. Einen optischen Zoom gibt es dabei leider auch nicht. Das große Objektiv könnte das zwar vermuten lassen – es bleibt aber beim digitalen Zoom.

Über die Qualität der Kamera gibt es leider noch keine Aussagen. Es bleibt abzuwarten, ob man es wirklich mit der Konkurrenz aufnehmen kann und Samsung* und Google Pixel vom Thron schubst. Die ersten Tests werden sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Die technischen Daten

Die verbaute Technik macht deutlich, dass Kodak hier aber nicht nur auf die Kamera setzt und das Smartphone* nur Beiwerk ist. Stattdessen gibt es einen schnellen MediaTek Helio X20-CPU mit zehn Kernen und 3GB RAM. Das Display* bietet 5 Zoll und eine Full-HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Der interne Speicher bietet 32GB und lässt sich um bis zu 128GB aufrüsten. Das reicht für einige Fotos.

Das Kodak Elektra soll im Dezember 2016 auf den Markt kommen und steht daher zum Weihnachtsgeschäft 2016 zur Verfügung. Der Marktstart soll dabei vorerst in Europa erfolgen. Der Preis liegt bei voraussichtlich 499 Euro.

Kodak geht mit dem Elektra auf jeden Fall einen sehr mutigen Schritt und versucht sich mit Retro-Design und dem Fokus auf die Kamera im Smartphone Bereich zu positionieren. Damit möchte man auch den verschlafenen Trend zu Digitalisierung wieder wett machen. Ob das klappt, bleibt abzuwarten, denn auch die anderen Hersteller haben in Sachen Kameras ihre Hausaufgaben gemacht und es dürfte schwer werden, hier qualitativ besser zu sein.

 

 

 



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