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Unfallmelde-App holt selbstständig Hilfe bei Autounfällen


Automatischer Hilfedienst als App erhältlich. Insgesamt 2,5 Million Verkehrsunfälle gab es laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2015 auf deutschen Straßen. Dabei starben insgesamt 3 459 Menschen. Im Vorjahr waren es noch 82 Menschen weniger und auch 2013 endeten weniger Unfälle tödlich. Über die Jahrzehnte hinweg ist jedoch ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die Gründe dafür sind vielfältig, doch auch der technische Fortschritt spielt hierbei eine Rolle. So verfügen die neusten Autos schon über einen automatischen Notruf-Service. Ältere Modelle hingegen besitzen eine solche Ausstattung nicht. Hier können aber Unfallmelde-Apps helfen, wie beispielsweise die der DEVK.

Unfallmelde-App der DEVK

Ab dem 01. Oktober bietet die DEVK einen Notfallmeldedienst an. Für 20,40 Euro im Jahr zusätzlich kann man die App herunter laden und erhält außerdem noch den Schutzbrief. Der Dienst gilt als Zusatzoption und ist in Kombination mit einem DEVK-Tarif erhältlich. Außerdem erhält man für den Preis noch eine Pannenhilfe, einen Abschleppdienst und einen Mietwagenservice.

Um sein Auto mit dem Notfallmeldedienst auszustatten braucht man lediglich ein Smartphone* mit der Unfallmelde-App und einen Zigarettenanzünder oder eine 12-Volt-Steckdose im Wagen. Für den Zigarettenanzünder erhält man einen Unfallmeldestecker. Das Smartphone* muss eine Android* Version von 2.3.4 oder höher haben. Bei einem iPhone eignen sich alle Modelle ab dem iPhone 5. Über Bluetooth werden die Geräte dann miteinander gekoppelt und das Smartphone* erhält Informationen über den Aufprall vom Stecker. Der Stecker ist das kernstück der ganzen App. Über Beschleunigungssensoren ermittelt er die Stärke des Aufpralls und kann so auf die Schwere des Schadens schließen. Die entsprechenden Daten werden dann an die App gesendet, die dann mit dem Smartphone interagiert. Bei einem Unfall wird dann eine Rufverbindung an die nächste Rettungsdienststelle hergestellt. Falls der Fahrer nicht reagiert oder ein mittelschwerer Blechschaden verursacht wurde, werden die Positions- und Unfalldaten an die Rettungsleitstelle übermittelt und der Rettungsdienst los geschickt.

Potential der App vermutlich überschätzt

Laut der DEVK hat die App das Potential 2500 Menschen jährlich das Leben zu retten. Das wären etwa 72% aller Unfalltoten im Jahr 2015. Diese Zahl klingt sehr ambitioniert und daran gekoppelt sind viele Konjunktive. Denn zum einen kommt es auch darauf an wie schnell der Rettungsdienst in Abhängigkeit von Verkehrslage oder Entfernung den Unfallort erreichen kann. Darüber hinaus müsste für diese Zahl dann auch jeder die App nutzen und zudem müsste diese dann noch ohne Probleme funktionieren. Generell ist die Unfallmelde-App eine gute Idee um ältere Gebrauchtwagen mit einem Notrufsystem auszustatten.




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