logo-telefonica-deutschland-blau-850x478px

O2 braucht einen neuen CEO


Die Nachricht kam etwas überraschend: der aktuelle O2* Vorstandschef Thorsten Dirks will seinen Posten räumen und sich neuen Herausforderungen stellen. Genauere Gründe für den Wechsel gibt es aber leider nicht. Im Beitrag von Telefonica dazu heißt es im Original:

„Im Namen des Aufsichtsrats möchte ich mich bereits an dieser Stelle bei Thorsten Dirks für die hervorragende Zusammenarbeit und erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens bedanken“, sagte Eva Castillo, Vorsitzende des Aufsichtsrats von Telefónica Deutschland. CEO Thorsten Dirks ergänzt: „Es war mir eine Ehre, Telefónica Deutschland durch den Zusammenschluss zu führen. Wir haben die Grundlagen für eine sehr erfolgreiche Zukunft der Gesellschaft gelegt.“

Thorsten Dirks war ursprünglich Vorstandschef bei Eplus und übernahm im Zuge der Fusion von O2* und Eplus den Posten bei O2*. Seit 2014 leitet er damit den Kurs beider Unternehmen und hat die Fusion der Netze und der Geschäftsfelder damit maßgeblich bestimmt.  Sein Vertrag soll nun zum Ende des ersten Quartals 2017 vorzeitig aufgelöst werden. Bis dahin wird er den Posten aber weiter innehaben und ihn erst danach an seinen Nachfolger übergeben. Wer genau das sein wird, steht bisher wohl noch nicht fest. O2 schreibt dazu, dass der Aufsichtsrat sich derzeit mit der Nachfolge befasst und über den neuen Vorstandsvorsitzenden zeitnah informieren wird.

O2 selbst ist mit der wirtschaftlichen Entwicklung unter Torsten Dirks sehr zufrieden. Im Pressestatement schreibt man dazu:

Dem personellen Wechsel im Vorstand liegt ein solides Fundament einer positiven Entwicklung von Telefónica Deutschland in den letzten Jahren zugrunde. Die organisatorische Integration der E-Plus Gruppe in Telefónica Deutschland ist in weiten Teilen abgeschlossen. Das mittelfristige Zielbild und detaillierte Pläne für die digitale Transformation liegen vor. Damit sind die großen strategischen Herausforderungen der Fusion bereits erfolgreich bewältigt. Das Unternehmen ist sehr gut positioniert, um in den kommenden Jahren von den Chancen der Digitalisierung zu profitieren.

Auf Kundenseite gibt es allerdings viel Kritik und die Zufriedenheit ist nicht ganz so ausgeprägt. So wurden unter Dirks bei vielen Discounter die Hotlines zurückgefahren und der Support auf (wenig funktionale) Chat- und Forensysteme umgestellt. Das mag aus Gründen der Kosteneffizienz sinnvoll gewesen sein – bei der Kundenbindung schlägt es sich aber negativ nieder und das merkt man derzeit in vielen Foren und Blogs. Die Beschwerden über Probleme mit der Erreichbarkeit von O2- und Eplus Discountern sind mittlerweile so massiv wie nie zuvor. Dazu gibt es auch bei den internen Systemen für die Vertragsverlängerung Probleme, mit denen besonders die Partner im stationären Handel zu kämpfen haben. Ob der Wechsel von Dirks etwas mit den derzeitigen Schwierigkeiten bei O2 zu tun hat, ist aber nicht bekannt.

Es ist im Übrigen auch nicht zu erwarten, dass ein neuer CEO an dieser Stelle sofort größere Änderungen und Verbesserungen durchsetzen kann. Die Gründe bei O2, beispielsweise den Support zurück zu fahren, lagen wahrscheinlich im Bereich der Wirtschaftlichkeit und diesen Zwängen wird sich auch ein neuer Vorstandsvorsitzender natürlich unterordnen müssen. Die bisher getroffenen Entscheidungen werden also auf jeden Fall kurzfristig und vielleicht auch mittelfristig weiter bestehen bleiben. Trotzdem ist natürlich die Hoffnung aus Kundensicht da, dass mit einem neuen Chef an der Spitzen auch die aktuellen Probleme angegangen werden.



Wichtig: Hilfe zu inhaltlichen Themen kann am einfachsten in unserem Hilfe-Bereich bekommen werden. Dort kann man schnell und einfach bei Problemen und Schwierigkeiten nachfragen und entweder die Redaktion oder auch fachkundige Nutzer beantworten die Frage. Dazu können dann auch andere Nutzer mit dem gleichen Problem die Lösung dazu lesen und müssen nicht mehr selbst eine Frage stellen.