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Samsung: Korruptionsvorwürfe und Durchsuchungen


Samsung* hat derzeit keinen guten Lauf. Nach dem Debakel und den vollkommenen Verkaufsstopp um das Note 7, den Problemen mit Waschmaschinen weltweit gibt es nun weitere schlechte Nachrichten um das Unternehmen aus Südkorea. Dort gibt es seit einiger Zeit massive Vorwürfe wegen Korruption um die Präsidentin Park Geun Hye. In diesem Fall geht es allerdings nicht direkt um die Präsidentin sondern um eine Vertraute.

Das Unternehmen soll dabei unter der Hand die Sportaktivitäten einer Tochter von Parks langjähriger Freundin Choi Soon Sil finanziell gefördert haben. Die Tochter ist dabei Dressurreiterin und das Geld soll in ihre Ausbildung und das Training geflossen sein. Dazu wurde ein Beratervertrag abgeschlossen und insgesamt ist von einer Summe von 2,8 Millionen Euro in diesem Zusammenhang die Rede.

Durchsuchungen offiziell bestätigt

Die Staatsanwaltschaft in Seoul hat die Durchsuchungen mittlerweile bestätigt und auch Samsung* hat die Maßnahme bekannt gemacht. Allerdings hat sich das Unternehmen nicht weiter zu den Hintergründen geäußert. Eine offizielle Pressemitteilung dazu gibt es nicht.

Der Skandal um private Gelder und Finanzierungen hat den Druck auf Präsidentin Park Geun Hye in Südkorea sehr stark erhöht. Mittlerweile gibt es Proteste auf den Straßen, bei denen Bürger den Rücktritt der Präsidentin fordern. Alle bisherigen Maßnahmen wie Kabinettsumbildungen konnten daran bisher nichts ändern – das Vertrauen scheint verloren.

Ein weiterer Imageschaden für Samsung

Samsung* wird durch die aktuellen Durchsuchungen mit in diesen Strudel hineingezogen und dürfte damit auch in Südkorea einen Imageschaden zu verbuchen haben. Das Unternehmen hatte bereits 2008 Probleme wegen Untreue, Steuerhinterziehung und Korruption. Der damalige Präsident Lee Ku-Hee musste aufgrund der Vorwürfe zurück treten. Ob die aktuellen Vorwürfe auch so weit tragen werden, ist bisher noch nicht klar, eines ist aber sicher: positiv ist der Vorfall für Samsung auf keinen Fall.



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