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Tablet Markt: Amazon auch im 3.Quartal mit Umsatz-Verdopplung


Die Analysten von IDC haben aktuellen Zahlen zu Tablet-Verkäufen in West-Europa im dritten Quartal 2016 veröffentlicht und wenig überraschend gibt es insgesamt gesehen einen Abwärtstrend in diesem Bereich, der auch im letzten Quartal nicht zu stoppen war. Wurden 2015 im gleichen Zeitraum noch fast 8,8 Millionen Tablets über alle Marken verkauft, sind es im 2016 im 3. Quartal nur noch knapp 8,2 Millionen Stück gewesen. Das bedeutet einen Rückgang von etwa 600.000 Tablets oder umgerechnet 6,7 Prozent.

Allerdings ist dieser Rückgang nicht gleichmäßig über alle Hersteller verteilt. Besonders Samsung* musste Einbußen hin nehmen, aber auch Apple lag mit einem Rückgang von 8,6 Prozent über dem Durchschnitt im diesem Bereich. Zugewinnen konnten dagegen Acer und Amazon verbuchen. Bei Amazon lag der Zuwachs mit +166 Prozent sogar in einem extrem hohen Bereich. Im zweiten Quartal konnte das Unternehmen die Verkäufe aber verdreifachen – diese hohen Zugewinne konnte man im dritten Quartal nicht halten. Trotzdem kommen die Kindle Tablets offensichtlich besonders gut an – der geringe Preis scheint hier viele Nutzer anzuziehen. Bei Acer sind es vor allem Tablets bzw. Notebooks, die sich auch als Tablet einsetzen lassen, die den Umsatz treiben. IDC schreibt dazu:

„The increasing penetration of detachables, particularly in the commercial space, is sustaining tablet market value despite the contraction in volume,“ said Daniel Goncalves, research analyst, IDC Western European Personal Computing. „The offer available in the market continues to grow, along with enterprises‘ increasing interest in technologies that fit their mobile strategies. As a result detachables, particularly those with the performance and security to meet enterprise standards, are continuously gaining traction and this is boosting demand for premium devices.“ The share of detachables in Western Europe priced above €600 increased from 26.5% in 3Q15 to 52.2% in 3Q16, which highlights their contribution to overall tablet market value.

Für solche Geräte geben die Nutzer also auch noch gerne mehr Geld aus, während im normalen Tablet Bereich die besonders günstigen Ensteiger-Geräte gefragt sind.

Die Zahlen von IDC im Detail:

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Apple wird den Rückgang aber verschmerzen können, denn durch die Einführung des iPad Pro setzt das Unternehmen zwar weniger Geräte um, die Einnahmen bleiben aber fast gleich. Der höhere Preis des iPad pro kompensiert in diesem Fall die Ausfälle vollständig und damit ist der Rückgang natürlich auch ärgerlich, aber zumindest bilanziell gesehen kein Problem. Bei Samsung* sieht die Sache etwas anders aus. Das Unternehmen muss ca. 20 Prozent Rückgang bei den Verkäufen verkraften und kann dies nicht durch ein neues Topmodell kompensieren. Ohnehin hat man bei Samsung* in 2016 in erster Linie das Samsung Galaxy TabPro S gelauncht und sich ansonsten bei den neuen Modellen sehr zurück gehalten. Daher ist der Rückgang bei den Verkaufszahlen nicht unbedingt verwunderlich und es könnte wieder aufwärts gehen, wenn Samsung neue Modelle auf den Markt bringt. Etwas schmerzen wird der Rückgang aber dennoch, denn oft wurde gerade bei Samsung Handy und Tablet gekoppelt. Zum Handy gab es ein kostenloses Tablet dazu – zumindest wenn man sich für einen Tarif mit Vertrag und 24 onaten Laufzeit entschieden hatte. Trotzdem schaffte man es nicht, den Umsatz zu steigern oder wenigstens konstant zu halten. Bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen vielleicht 2017 neue Modelle bringt, die wieder mehr Kunden ansprechen.

 



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