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Vodafone: LTE Geschwindigkeiten von bis zu 500MBit/s erreicht


Vodafone* hat es sich zum ehrgeizigen Ziel gesetzt, bis Ende 2016 Gigabit-Geschwindigkeiten im eigenen Netz zu ermöglichen. Ein erster Schritt dahin ist mittlerweile geschafft, denn das Unternehmen hat es geschafft, erste Funkzellen in Berlin und Düsseldorf mit der neuen Maximal-Geschwindigkeit auszustatten. Allerdings ist das derzeit noch eher die Ausnahme, in der Regel bietet das Vodafone* Netz aktuell nur maximale Geschwindigkeiten von bis zu 375Mbit/s an.

Eric Kuisch, Technik-Chef bei Vodafone* Deutschland, sagte dazu: „Heute ist das Gigabit-Zeitalter ein ganzes Stück näher gerückt. Mit ½ Gigabit feiern wir Bergfest auf dem Weg zur Gigabit-Gesellschaft – und zeigen zugleich, was in unserem Mobilfunknetz schon heute steckt. Für uns ist das eine Halbzeit ohne Pause: Auf dem Weg zu 5G werden wir unser Netz immer schneller machen. Denn immer höhere Geschwindigkeiten ermöglichen auch immer datenintensivere Anwendungen. Beide sind das Fundament der kommenden Gigabit-Gesellschaft.

Damit diese Geschwindigkeiten erreicht werden konnte, musste Vodafone allerdings auf einige technische Tricks zurück greifen. Als Endgerät wurde ein Sony Xperia XZ eingesetzt, auf dem allerdings eine neue Firmware-Version genutzt wurde. Das Xperia XZ ist derzeit eines der nominell schnellsten Geräte auf dem Markt und unterstützt im LTE Bereich Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 450Mbit/s. Mit der neuen Firmware konnte das Gerät sogar noch etwas schneller gemacht werden um die Marke von 500MBit/s zu überschreiten. Vodafone schreibt zur Technik hinter dem neuen Speed:

Das Sony Xperia XZ erreicht mit einer noch nicht kommerziell veröffentlichten Firmware und dank neuartiger Carrier-Aggregation Übertragungsgeschwindigkeiten von rund einem halben Gigabit pro Sekunde. Dabei werden Frequenzbänder aus den 800er, 1800er und 2600er MHz-Bereich für Spitzengeschwindigkeiten im Download gebündelt. Zusätzlich baut das Smartphone* über mehrere eingebaute Antennen zwei parallele Daten-Verbindungen auf, die für die Übertragung dieselben Frequenzen zur gleichen Zeit nutzen. So ist der Download eines YouTube-Videos (10 Minuten Filmlänge und 80 MB Größe) in weniger als zwei Sekunden abgeschlossen.

Derzeit arbeitet Vodafone auch bereits daran, den Sprung nach vor zu schaffen und die Übertragungsgeschwindigkeiten noch mal zu verdoppeln. Dann wäre das Ziel erreicht und man könnte im eigenen Netz Geschwindigkeiten von bis zu 1GBit/s anbieten. Es gibt dazu auch bereits die ersten Versuche im Live-Betrieb, allerdings noch nicht mit den Smartphones. Das liegt unter anderem auch daran, dass die derzeitigen Geräte diese hohen Geschwindigkeiten noch gar nicht unterstützen. Für die Tests nutzt daher Vodafone in erster Linie Terminals, die mit Qualcomm Snapdragon X16 LTE-Modems ausgestattet sind und über die ebenfalls per Carrier-Aggregation diese hohen Geschwindigkeiten erreicht werden. Im Gegensatz zum Xperia XZ werden dann aber nicht nur zwei parallele Datenverbindungen genutzt, sondern gleich vier.

Für die nächsten Monate sollen weitere Mobilfunkzellen auf 500 Mbit/s aufgerüstet werden, in erster Linie setzt Vodafone dabei auf die Ballungszentren und Großstädte. Dazu geht das Unternehmen davon aus, dass Anfang 2017 die ersten Geräte auf den Markt kommen werden, die diese hohen Geschwindigkeiten unterstützen – bereits beim Samsung Galaxy S8 wird spannend werden, welchen maximalen Speed das Gerät erreichen wird. Dazu geht Vodafone auch davon aus, dass bestehende Modelle per neuer Firmware auf höhere LTE Geschwindigkeiten aufgerüstet werden können, so wie man es auch beim Xperia XZ getan hat.



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