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100.000 Smartphones mit Wasserschäden jeden Tag – wassergeschützte Smartphones auf dem Vormarsch


In 2016 ist der Schutz gegen Wasser und Wasserschäden bei den Smartphones besonders in den Fokus gerückt. Viele Anbieter setzen mittlerweile auf Geräte, die gegen das Eindringen von Wasser zumindest bis zu einer bestimmten Grenze geschützt sind. besonders bei den Topmodellen war auffällig, das viele Hersteller mittlerweile dieses Feature anbieten.

Das ist auch dringend notwendig, denn nach den Zahlen der Analysten von IDC sind Wasserschäden eine der Hauptursachen von defekten Geräten. Das Eindringen von Wasser steht dabei an zweiter Stelle bei den Schäden an Smartphones und bei IDC geht man davon aus, dass allein in Europa pro Tag etwa 100.000 Geräte ausfallen, weil Feuchtigkeit eingedrungen ist. Im Original heißt es dazu:

„Accidental damage is responsible for 95% of smartphone* failures. While many manufacturers try to compete through lower price points, others differentiate by improving the user experience with screen durability and resistance to liquids, the two most common causes for smartphone* damage,“ said Francisco Jeronimo, European mobile devices research director at IDC. „Nowadays, smartphones are used throughout the day, but with increasing usage comes a greater risk of accidents, such as dropping the device on the floor or into water. With the advance of nano-technology and better industrial design, liquid damage is a problem that should no longer exist.“

Den Trend hin z Geräte, die gegen Wasser geschützt sind, kann man mittlerweile auch in den Verkaufszahlen ablesen. Bei IDC hat man sich die ersten 9 Monaten von 2016 im Vergleich zu den ersten 9 Monaten in 2015 angeschaut und dort erkennt man sehr gut, dass der Marktanteil von Geräten mit Wasserschutz deutlich angestiegen ist. In 2016 war fast jedes 4. Gerät ein wassergeschütztes Smartphone*. In 2015 lag der Anteil noch deutlich niedriger.  Die Zahlen machen aber auch deutlich, das auch in 2016 die meisten Geräte nach wie vor ohne Schutz gegen Wasser ausgeliefert werden. Der Anteil ist zwar etwas gesunken, liegt aber immer noch bei 77 Prozent. Damit dürften die Reparatur-Werkstätten auch zukünftig noch enug Arbeit haben.

Der Hauptgrund für die hohe Zahl von Geräten ohne Wasserschutz liegt dabei daran, dass die günstigeren Geräte (die oft in hohen Stückzahlen verkauft werden), meistens dieses Feature noch nicht anbieten. Stattdessen setzen die Hersteller in erster Linie bei den Topmodellen auch auf den Wasserschutz. Daher werden auch 2016 (und wohl auch in 2017) noch sehr viele Geräte ohne diesen Schutz ausgeliefert werden.

Die aktuellen Zahlen zu wassergeschützen Smartphones:

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Wasserschutz ist nicht gleich Wasserschutz

Auch bei den Topmodellen gibt es Unterschiede, welches Schutzlevel ein Gerät bietet. In der Regel gibt es auch keinen Garantie dafür, wenn dann doch Wasser eindringt. Oft müssen die Kunden dann nachweisen, dass sie sich an die Betriebsvorschriften gehalten haben und das ist in der Regel kaum möglich. Im Kleingedruckten von Samsung* heißt es beispielsweise zum Schutze gegen Wasser beim Samsung Galaxy S7*:

Schutz bei dauerhaftem Untertauchen bei 1,5 m Wassertiefe für 30 Minuten und ausschließlich in klarem Wasser. Kein Schutz bei Salzwasser und anderen Flüssigkeiten, insbesondere Seifenlauge, Alkohol und/oder erhitzter Flüssigkeit. Der SIM-Karten-/Speicherkartenhalter muss stets vollständig mit dem Gerät abschließen, so dass durch ihn kein Wasser eindringen kann.

Es gibt also auch bei wassergeschützen Geräten noch eine ganze Reihe von Faktoren, die schief gehen können und die möglicherweise dafür sorgen, dass es doch Schäden durch eindringende Feuchtigkeit gibt.



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